Daisy du bist es nicht.

Das Herz. Es  knirscht. Es zuckt. Es dreht sich um sich selbst herum. Sie starrt nur sprachlos in die Leere. Nimmt lediglich ihre Beine in die Arme. Das Kinn auf den Knien. Die Ohren hören der sehnsüchtigen Stimme zu. Sie könnte es sein – lieber Gott. Doch ich bin es nicht.

 

„Daisy nimm es hin.“

„Schau in den Spiegel – denk dran wer  und was du bist!“

„Bilde dir bloß nicht den Zauber eines Wunders ein.“

„Es gibt für dich keine Magie.“

Aber sie – sie könnte es doch sein. Warum darf Daisy es niemals sein?

 

In schwachen Stunden liebt es Daisy sich in ihrem Wald zu verstecken. In das Dorf „So-könnt-es-sein.“ Doch jener Traum hält nur bis zum Morgengrauen an. Dann ist sie wieder fort. Es gibt keinen Trost für ein Herz das weint.

 

Tattoos locken. Der Mund lacht. Er ist wie für sie gemacht. Schwarzes Haar und ein bärtiges Piratengesicht. Ihre Art von Mann. Daisy’s Herz weiß genau: „Ich bin es nicht.“ Das ist der Grund warum sie zerbricht. Leise flüstert der Kopf dem Herzen zu:

 

„Tu dir selbst einen Gefallen und gib auf.“

„Lasse los.“

„Es gibt Wünsche – die zerreißen bloss.“

„Wen interessiert es ob dein Herz zerbricht?“

„Das bemerkt sie nicht.“

„Er ist ihr Traum und du – du bist es nicht.“

 

 

Nach so vielen Kämpfen, die das Herz herausfordert kommt Daisy nicht umhin sich zu fragen:

 

„Wann bin ich es?“

 

 

Don’t drag them to hell

Für Daisy Herz gibt es zwei Sorten von Wesen – die auf Erden wandern. Zum einen Fabelwesen. Für Daisy sind Fabelwesen – gute Seelen. Reine Seelen. Seelen, die auf Erden wandern um anderen zu helfen.Seelen mit einem Herzen und geistreichen Worten. Daisy schenkt diesen Wesen einen Platz in ihrem Wald. Ein Luftkuss aus ihrer Richtung und sie tragen, das Spitzenkleid eines Tierwesens. Daisy erkennt diese Wesen vom Aussehen her . Von ihrer Liebe her. Es sind Einhörner. Nymphen. Feen. Hexen. Paradiesisch-gekleidete Papageienarten. Eulen. Füchse. Wölfe. Rehe und Hirsche. Süße Hasendamen, die sich ihre Nasen in rosé pudern. Sie alle gelten für Daisy als die Revolution der Herzen.

Erkenne die Liebe in dem Bild und verstreue sie. 

 

Und es gibt eine andere Sorte. Menschen. Menschen sind für Daisy Seelenlos. Für Erfolg und Reichtum gehen sie über Leichen. Sie respektieren das Alter nicht. Sie sind oberflächlich. Sie respektieren weder dich noch mich. Auf dem ersten Blick erscheinen sie einem freundlich. Zu freundlich. Sie preisen dich in die Höhe. Geben Leere Versprechungen -zu leeren Worten. Früh genug haben sie gelernt, ihr Herz in den nächst besten Mülleimer zu schmeißen. Der Erfolg im Leben ist ihnen wichtiger. Sie sind egoistisch. Heuchlerisch. Ihre Augen sind leer. Ihre Gedanken dunkel.

Gib demnach auf dein Herz acht. Lasse es dir nicht entreißen. Denn sie wollen dich zu einem, der ihren machen. Vergesse nie deine Mission. Und schütze dein Herz – mit der Macht deiner Liebe. Vielleicht lässt du in ihnen eine Mauer bröckeln. Aber verzage nicht, wenn du nichts bewegen kannst.

Drehe den Spieß einfach um!

Versuche ihnen Liebe ins Herz zu hauchen. Solltest du es aber nicht schaffen, wie Daisy, um Himmels willen, dann drehe dich um und geh.

 

In letzter Zeit sieht man Daisy oft mit der weißen Wölfin Annabelle, in ihrem Walde spazieren. Annabelle ist ein wenig älter als Daisy. Aber im Moment ist es das Schönste, für das einsame Mädchen, Annabelles weiches Fell zu kämmen. Es glänzte danach immer so strahlend hell. Als hätte Annabelle Engelsflügel. Jene wundervolle Seele erzählte der Prinzessin, bei einem Picknick, einst von einem Heim für ältere Fabelwesen in Brüggen. Da Daisy Herz zur Zeit auf Ausbildungssuche ist öffnete, die liebe Wölfin, für Daisy die Türe zu ein paar Probetagen in jenem Heim, in das Daisy noch nicht einmal ihren schlimmsten Feind hinein setzen würde. Aber beginnen wir mit dem ersten Tag.

An einem Wochenendtag kam Daisy  überpünktlich zu ihrem Date mit Brüggen an. 6:20Uhr am Morgen. Nichts für Seelen, die für ihr Wochenende leben. Frau Janke sollte die Dame sein, bei der sich das Mädchen anmelden sollte. Daisy parkte  ihren Smart „Beetlejuice“ etwas fernab von jenem Senioren Heim – dessen Name ihr entfallen ist. So sehr verabscheut sie es. Daisy fragte sich durch und lernte schließlich Frau Janke kennen. Sie wirkte nett. Sympathisch. Abgenutzt. Stumpf. Das Mädchen folgte ihr zurückhaltend bis vor eine Türe, die dahinter zu einem kleinen Hof und einer art Holzhütte führte. Als Frau Janke eine Kollegin nett darum bat  für sie nochmal nach oben in den Aufenthalts Raum zu gehen und den Schlüssel für sie zu holen, waren Kraftwörter alles – was sie sich geben konnten. Was selbstverständlich nicht böse gemeint war, aber einen dunklen Samenkorn in jedem hinterlassen sollte. Wäre Daisy eine Katze – so hätte man deutlich ein aufgeputschtes Fell an ihr erkannt. Eine art Kamm der sich über den ganzen Rücken bis hin zur Schwanzspitze hinziehen sollte. Im Kopf zitierte Daisy den Lieblingssatz von ihrem Traummann: „George Clooney“ aus dem Film: „From dusk till down.“ Wie er mit hervorgezogener Pistole dem Mann aus einem Kiosk bedroht:

Bleib cool. Bleib einfach cooooooooooooool.

In dieser Holzhütte fanden ebenfalls die vorgegebenen 11:00 Uhr Pausen statt. Für sieben Stunden, die man arbeitet – wird einem eine Stunde abgezogen für die Pause. Obwohl man nur eine halbe Stunde Pause haben durfte. Eine Pause, die Daisy weder heute noch morgen je in Anspruch genommen hat. Eine Zigarettenlänge reichte für sie aus. Die Dampflokomotive lies Daisy gleich zu Hause. Eigentlich war es ihr von vornherein klar, das es für E-Zigaretten keinen Raum gab. Es war nicht gemütlich genug, wie in der WG. Wo sich die kleine Hexe des öfteren mit den älteren Damen und Herren über die Dampfwolken amüsierte, die aus ihrem glitzernden Liebling: „X-CUBE II“ kamen. Ach ja, was es heut zu Tage nicht alles gibt.

Aber zurück aus den Träumen und den lieblichen Erinnerungen. Wir sind wieder auf dem Schlachtfeld in Brüggen. In dem namenlosen Heim. Die Azubi Hexe hört bis heute noch die weisen Worte einer Dame – die, in diesem Leben, wohl nichts mehr schockieren konnte. Alles was von ihr übrig geblieben war, deutete auf ein zerkratztes Herz hin und wurde mit einer rauen Stimme zum Ausdruck gebracht.  Daisy erklärte in jener Runde, das sie aus einer Wohngemeinschaft – für Menschen mit Demenz kommt. Es gab vielleicht zwei Herzen zu pflegen. Bei allen anderen reichte das Anstupsen mit der Nase:

„Heute machen wir unseren Wellnesstag, ja?“

Der Satz klappte eigentlich immer. Das Geheimnis bestand einfach nur darin, ihnen die Dusche einfach nur gut zu verkaufen. Und wenn sie das „Packet“ dennoch nicht abholen wollten – so lies man sie einfach in Ruhe.  Aber nun wieder zurück zum Thema:

Daisy hört bis heute noch die Worte, der Dame mit der rauen Stimme:

„Verheizt das Mädel bitte nicht gleich am ersten Tag!“

Gut. Die Tatsache, das Daisy mit Gas heizt und nicht mit Benzin kam vielleicht keinem gut gelegen. Zudem gab es auch noch den Krankenschein einer Kollegin, der aus einem Papierflieger gebastelt, den zuwenig besetzten Pflegern in ihrer zugeteilten Etage, immer und immer wieder, um die „Ohren flog.“ Alle waren sie gereizt. Daisy hat keinem einzigen Pfleger, die an sie gerichteten „Guten Worte“ abgekauft. Es kam eher alles heuchlerisch rüber. Die Bewohner hatten in ihren Badezimmern und in ihrem Wohnbereich, jeweils eine Klingel. Wenn sie einen Wunsch hatten, oder wenn sie für Toilettengänge Hilfe brauchten – mussten sie klingeln.  Bei den Pflegern blinkte dann, Händchen haltend mit einer Melodie auf ihren Telefonen, die jeweilige Zimmer Nr. auf. Ja. So ist das überall. Wenn außerhalb der Pause, eine Zimmer Nr. aufblinkte, die einem nicht zugeteilt war – so war man allerdings so kollegial, den Kollegen in der Pause zu entlasten. Und in der jeweiligen Etage bei dem Bewohner nach dem rechten zu sehen. Wie zuvor kommend für den Kollegen, der draußen aus lauter Frust, die Zigarette mit dem Filter regelrecht verspeiste. Super. Bundesliga.

Daisy wurde zusammen mit einer examinierten Fachkraft auf die 3Etage zugeteilt. Diese Dame. Sie war nicht nur ein Mensch. Sie war mies gelaunt. Und sie war bösartig. Was man ihr auf den ersten Blick gar nicht zutraute. Eine zierliche Figur. Tätowiert aber hart im nehmen. Einen festen schwarzen Pferdeschwanz. Dunkle Augen, die durch eine dunkle Brille zischten. Den fehlenden Urlaub unter den Palmen und den Krankenschein-Papierflieger, lies sie an Daisy aus. Das war nicht schlimm für sie. Die Nackenhaare richteten sich erst dann auf, als die Dame ohne Seele, Daisy’s Namen regelrecht über den Gang schrie, weil ein Bewohner es wagte zum zweiten mal, nach dem Namen der neuen „Schwester“ zu fragen. Aus ihrer WG kannte Daisy so eine Respektlosigkeit nicht. Die Tatsache, das dieser Bewohner MIT dafür verantwortlich ist, das das Mädchen ohne Seele, jeden Monat pünktlich ihr Gehalt, inklusive Zuschläge, auf ihr Konto überwiesen kriegt wurde von ihr  anscheinend schneller denn je unter den Teppich „gekehrt.“

Daisy bekam einen schriftlichen Laufzettel von der Dame ohne Herz mit. Das eine Herz sollte geduscht werden. Bei dem anderen fehlten nur Handtücher. Und dann gab es da natürlich noch die ATS Strümpfe. Sie dienen dazu, das in den Blutgefäßen – kein Blutgerinnsel entsteht. Kein Stau.  Sozusagen. So das, das Blut jederzeit seinen Weg zurück nach Hause findet. Zum Herzen hin und wieder zurück. Daisy meint sich daran zu erinnern, das acht Bewohner auf ihrer Liste standen. So gut es ging, versuchte sie diese Bewohner abzuarbeiten. Dabei machte Daisy einen  Fehler. Sie unterhielt sich mit den Bewohnern. Was die ganze Sache verlangsamte. Und sie hatte mit der Freundschaftsanfrage namens: „Sara 3000“ anfangs Startschwierigkeiten. Wer nimmt schon eine Anfrage von einer Dame an – die man nicht kennt gell?! So und um euch das große Fragezeichen gleich wieder vor den Augen zu entfernen – hier die Erleuchtung. Die „Sara“ ist ein Stehlifter um die älteren Herzen, die nicht mehr alleine aufstehen können, von A nach B zu bringen. Man befestigt sie an den Knien. Am Bauch. Und unter den Achseln. Wenn man weiß wie es funktioniert – ein Segen für jeden Pfleger. Also. Freundschaftsanfrage BESTÄTIGT.

Mit dem letzten Herzen auf Daisy`s Liste, meinte die kleine Hexe allerdings, das man sie vorsätzlich verarscht habe. Um es mit einem Wort auszudrücken: „Kontrakturen-Prophylaxe“. So. Um es zu übersetzen: Verkürzung der Sehnen und Muskeln, die zur Folge haben, das sich die Beweglichkeit einschränkt. Um so etwas zu verhindern muss man die älteren Herzen mobilisieren. Sie lagern. Die Dame war so steif – jede Sonnenblume bewegte sich häufiger. Eigentlich ein „NO-GO“ für jedes Altersheim so etwas zuzulassen. Allerdings muss Daisy zu ihrem Unglück auch zugeben, das sie die Biographie von jenem älteren Herzen auch nicht kennt. Vielleicht war sie krank. Man weiß es nicht.

Fakt war aber – die Dame war steif und weit und breit – keine Schüssel im Zimmer. DOCH. Da war eine. „Rumpelstilzchen hab ich dich!“ Pah. Eine herrenlose graue Schüssel. Daisy dachte sich nichts besonderes dabei. Weil alles auch schnell-schnell-schnell-schnell gehen musste. Also nahm sie die Schüssel und desinfizierte sie. Danach wurde sie nochmals mit heißem Wasser, im Badezimmer, gereinigt. Und dann noch mal desinfiziert. Nur um auf Nummer sicher zu gehen. Zum Schluss füllte die Unsichere Praktikantin lauwarmes Wasser in die Schüssel. Daisy startete, mit der von ihr gehassten Katzenwäsche, von oben nach unten. Wie gern hätte sie die Kraft gehabt, die Dame unter die Dusche zu setzen. Sie war nicht dick. Nur groß. Normale Figur. Aber versuch mal eine steife Frau zu bewegen – ohne Trick 17 zu kennen.

Daisy wusch sie so, wie es ihr einmal ihre erste Chefin gezeigt hatte. Die Quell jener Erinnerung, war ein regelrechter 6er im Lotto. Also Daisy du schaffst das! Ran an den Speck! So weit. So gut. Es gab nichts wovor man in irgendeiner art und weise einen „Kamm“ bekommen musste. Die Dame hatte eine Rose. Wie jede andere Frau auch. Zwei Brüste. Keine dritte irgendwo versetzt. Es war alles gut. Zum Schluss trocknete Daisy sie gut ab und zog ihr , die Kleidung an, die der Spätdienst ihr schon zurecht gelegt hatte. Die Socken – waren kein Problem.  Netzhose mit Einlage – worüber reden wir?! So. Nun wurde es spannend. Denn, die Dame war immer noch steif. Sie hielt ihre beiden Hände und Arme überkreuz. Das Mädchen konnte gerade noch den Ärmel des T-Shirts ganz vorsichtig über die Hand ziehen. Bis zum Ellenbogen. Daisy rückte näher heran und versuchte der Dame vorsichtig, das T-shirt über den Kopf zu ziehen – da äußerte das ältere Herz ein: „Aua!“

Au nein. Das wollte Daisy nicht. Sie wurde wütend. Jetzt reichte es ihr. Sie entschuldigte sich bei dem Herzen und versprach mit einer Kollegin wieder zu kommen.  Schon im Vorfeld entschuldigte sie sich bei der unbekannten Kollegin dafür das sie, sie um Hilfe bitten muss. Daisy wiederholte sich zum 1000 mal, das sie vorab nur in einer WG gearbeitet hat, wo alle Seniorenherzen beinahe mobil waren. Nur einmal habe sie bei einer Intimpflege im Bett, über die Schulter blicken dürfen.Bis zu dem Zeitpunkt an dem die Kollegin, mit dem südländischen Puder, das Zimmer betrat war sie wirklich nett. Zwei Minuten später schwört Daisy, das aus ihren Augen Laserstrahlen kamen. Sie fixierten die Schüssel und……………………

………………………………..“Boom.“

Ihre Stimme spitzte sich zu einem Dorn zusammen:

Hat Sie meine Kollegin nicht vernünftig eingearbeitet?

Sie dürfen keine Bewohner mit einer Toilettenschüssel waschen!

Kommen Sie mit ich zeige Ihnen welche Schüssel Sie dafür benutzen dürfen.

Oh man. Wie sehr Daisy solche Momente verfluchte. Sie folgte der Dame um die Ecke in einen kleinen Raum. Da standen Sie nun alle beisammen. Wie Zinnsoldaten. Die ganzen Schüsseln zum waschen. Daisy versuchte sich zunächst zu erklären. Später packte sie allerdings jene Erklärung an den Galgen und lies die Dame einfach weiter reden. Später fiel es ihr dann auch selber auf. Ach ja. Eine Bewohnerin in der WG, besaß einen Toilettenstuhl mit einer ähnlichen Schüssel.

Gott, verklagt Daisy doch!

Was hat denn die Dame von Daisy gedacht? Ist sie davon ausgegangen, das die „Neue“ das ältere Herz mit ihrem eigenen Urin gewaschen hat? Im inneren winkte sie einfach nur ab. Zum ersten mal dachte sich Daisy, das es kein Wunder ist weshalb sie so unterbesetzt sind und keiner diesen Job machen will. Um ehrlich zu sein dieses Heim versaute Daisy den Wunsch eine Ausbildung als Altenpflegerin zu machen. Es war immer noch Samstag morgen. Es war immer noch Wochenende. Und Daisy verbrachte ihre kostbare Zeit damit – sich mit Menschen zu quälen. Lieber wäre sie jetzt in Berlin bei bei der Nymphe – die sie ihre Liebe nannte. In Gedanken entschuldigte sich Daisy bei dem schwarzen Piraten – dem Mann von der Nymphe:

Lieber schwarzer Pirat. Es tut Daisy wirklich von ganzem Herzen leid – Sie hat schon wieder an die Nymphe gedacht. Sie hat sich mit ihr zusammen in eine Nacht hinein geträumt – die niemals geschehen wird. Im Traume durfte das Mädchen mit dem leeren Herzen, für einen Moment, ihren Kopf auf den Schoß der Nymphe legen und einschlafen.  Irgendwann das verspricht dir Daisy, da hat sie deine Dame vergessen.

Quelle: Instagram. eve_pain

Aus ihrem Tagtraum rausgerissen entschuldigte sich, die südländische Kollegin bei Daisy. Gab aber noch mal zum Ausdruck – das sie wütend wird, wenn jemand nicht richtig eingearbeitet wird. All jene Worte interessierte sie nicht mehr. Daisy war durch. Durch mit diesem Heim. Es war inzwischen 10:50 Uhr am Morgen. Zufällig kam sie an ein Fenster vorbei, aus dem man gut die überfüllte Hütte – mit den Kollegen erkennen konnte. Kein einziges Fabelwesen in Sicht. Nur Menschen. Muggle`s. No maj – Nicht Magier. Daisy konnte durchs Fenster fühlen, wie die tätowierte Kollegin am Tisch über sie fluchte und schimpfte. Natürlich fasste sich Daisy in jenem Moment selber an den Kopf und dachte sich:

„Wieso musste ich  aber auch ausgerechnet – diese eine verdammte Schüssel benutzen!“

Aber es ist nun mal passiert. Daran kann Daisy  nichts ändern. Daisy`s Hand rollte sich zu einer Faust zusammen:

Jener unter euch der Fehlerlos ist – der werfe den ersten Stein.

Es ist passiert. Und es tut ihr leid. Punkt. An dem darauf folgenden Morgen wurde es für die Praktikantin besser. Auf ihren Wunsch hin behielt sie den schriftlichen Zettel, mit ihren Bewohnern drauf. Er war übersichtlich und fein leserlich von der tätowierten Kollegin geschrieben. Die Freundschaft zwischen  „Sara“  und Daisy erblühte. Herr Blumenbeet bekam überpünktlich seinen Kaffee ans Bett, sowie die ATS Strümpfe an. Es gab keinen mehr zu duschen. Also folgte Daisy dem Ruf – ihres Telefons. Es waren meistens nur Kleinigkeiten. Ein Herz wünschte sich, das man ihm das Fenster schloß. Ein anderes wünschte sich zu erfahren, welcher Wochentag war. Selten war ein Toilettengang dazwischen. Die Hauptarbeit war die Pflege morgens. 

Da Daisy schon im Morgengrauen frühstückte beschloss sie, für ihr Herz, sich mit einer Flasche Wasser zurück zu ziehen und ihr Telefon zu beobachten. Als die Zimmer Nr. 111 aufblinkte, nahm Daisy ihre Flasche mit dem Wasser und lief die Treppe hinunter. Nichts ahnend öffnete sie die Türe. Da war sie. Die Hoffnung. Der Fels in der Brandung. Die Antwort auf all jene Fragen, die aus Daisy`s Wut sprachen. Ein Fabelwesen. Sie klammerte sich an ihren Rollator als sei er ein Anker. Sie zitterte am ganzen Körper. Daisy ging mit der Dame aus ihrem Zimmer bis vor die Türe – zu einer Couch.  Auf die Frage hin ob sie noch angehörige habe, deutete die schöne Seele auf ihr Zimmer und flüsterte: „Ja“. Daisy beschloss bei ihr zu bleiben. Vielleicht reichte es ja aus, wenn sie ihre Hand einwenig hielt. Und als ihr das Fabelwesen über die Wange strich – da wusste Daisy das sie niemals aufgeben durfte. Es war nicht viel was Daisy dem Fabelwesen schenkte. Nur eine Hand auf der ihren. Aber für dieses eine Wesen bedeutete es die Welt. 

Man hatte den Eindruck, das für ein paar Minuten, der Friede wieder auf Erden herrschte. Doch da plötzlich tauchte sie wieder auf. Die pure Provokation in Menschengestalt. Die tätowierte Kollegin wunderte sich, warum Daisy keine Pause machte.

Daisy winkte ab: „Ach lass mal, ich habe schon gefrühstückt.“

„Ich möchte lieber noch ein bisschen bei Frau Neumann bleiben.“

Die tätowierte Kollegin verschwand. Zapfte neue Energien. Und kam in windeseile wieder zu Daisy zurück. So laut gebrüllt hatte sie in den zwei Tagen noch nie:

FRAU JANKE WARTET AUF DICH!!!!!!

Daisy war froh, das die Wölfin Annabelle jene Situationen nicht mitbekommen hat. Daisy war überhaupt froh, das keiner ihrer Freunde sie so sehen musste.Und das Eve sie so nicht sah. Wahrscheinlich hätten sie das Mädchen auch nicht erkannt. Wer dieses Gefühl kennt, weiß wovon Daisy redet. Es fühlt sich alles so dreckig an. Man möchte sich aus seiner eigenen Haut herauswüschen. Möchte jemand anders sein. Jemand wie  „Uta“ vielleicht aus dem Film „Killing-Ink.“ Jemand der einen in der Luft zerfetzt –  in so einem Moment.

Aber so ist Daisy nicht. Sie ist eher jemand, der Schutzbedürftig ist. Erst wenn Daisy jemanden kennenlernt öffnet sie sich ihm und sagt, ihrem Gegenüber,  auch gerne mal die Meinung. Normalerweise wäre es Daisy`s Natur gewesen sich umzudrehen und zu gehen. Aber da war immer noch die Tatsache, das sie unterbesetzt waren. Daisy hielt es immer  für eine große Tugend – sein Versprechen zu halten. Aber nun stellte sie es in Frage.

Daisy glaubte, das sich nach einem Gespräch mit Frau Janke wieder alles neutralisieren würde – in ihrem Oberstübchen versteht sich. Aber der Unterschied zwischen dem was Daisy glaubte und das was Frau Janke ihr bei dem Einzelgespräch offenbarte, hatte genau so viel miteinander zu tun, wie ein Kuss auf die Stirn und ein Schlag ins Gesicht. 

Daisy machte nur die Türe zur Hütte auf und wurde schon von Frau Janke mit großen Augen in Empfang genommen, da sie befürchtete Daisy hätte irgend einen Alarm ausgelöst. Aber da war kein Alarm. Wer Daisy`s Geschichten vorab gelesen hat, der weiß auch das die kleine Hexe einige Dinge die passieren vorab erspüren kann. Obwohl sie keinen Beweis dafür hatte, konfrontierte sie Frau Janke mit der Situation, von der Schüssel und ihrer krönenden Unwissenheit. Frau Janke sah sie mit einem Blick an, der vermuten lies, das man sie bei einem Banküberfall ertappt hätte. Doch all dies interessierte Daisy nicht mehr.

Wisst ihr, wenn ich examinierte Altenpflegerin gewesen wäre, und mir  ein Fehler passiert wäre, dann hättet ihr alle zurecht über mich herfallen können.

Aber so nicht. So habe ich keine Lust mehr hier zu arbeiten.

Ohne es zu merken, tappte Frau Janke Daisy in die „Falle“  und stellte bei dem Mädchen klar, das sie wohl der tätowierten Kollegin gehörig die Meinung wegen der Toilettenschüssel gegeigt hat. So erfuhr sie ebenfalls, das ihr Gespür ihr recht gab. Man hatte sich in der Pause über sie ausgelassen. Frau Janke warnte Daisy auch zugleich – nicht aufzugeben. Das war Unsinn. Daisy würde nicht aufgeben. Allerdings würde sie niemals in diesem Heim eine Ausbildung anfangen wollen. Daisy ist gelernte Kauffrau für Bürokommunikation. Sie ist ausgelernt. Und ohne die Geschichte von Oben herab zu sehen, war ihr das Niveau deutlich zu niedrig gesetzt.  Das machte ihr später auch die liebe Kollegin „Tina“ klar, der sie sich bei ihren letzten Gesprächen anvertraute. Der zweite schwerwiegende Grund war jener, das Daisy Frau Janke nach dem Grund fragte, warum man die Bewohner des Heimes nur einmal die Woche richtig duschte. Mit jener Antwort auf der Zunge schoß sich Frau Janke selber ins Knie. Sie redete ganz offen darüber, das sie sich mit noch ein paar anderen Kollegen zusammen getan hat, um sich bei der Geschäftsleitung die Erlaubnis zu holen, die Bewohner ÜBERHAUPT 1x die Woche duschen zu dürfen. Daisy war fassungslos. In ihrer WG war sie so etwas nicht gewohnt. Die Bewohner sollten aller spätestens alle zwei Tage von den Pflegern geduscht werden. Manche sogar jeden Tag. Was Daisy mit „Kusshand“ befürwortete.

 Jeder Mensch sollte das Recht darauf haben jeden Tag zu duschen. „Katzenwäsche“ geht garnicht. Es sollte dabei vollkommen egal sein, wieviele Quietsche-Enten und Rosenblüten es auch geben mag.  

So sollte es sein aber nicht in diesem Heim. Es wurde nur mit einem Waschlappen und warmen Wasser, mit Seife, ein Bewohner gereinigt und Warum? Um zu hohe Wasserkosten zu vermeiden!

Daisy lies sich auf keine weitere Diskussion mehr ein. Es ergab einfach keinen Sinn mehr für sie. Für sich selbst machte sie gewiss einen Haken hinter dem Heim. Sie lies die letzen Stunden schmerzfrei an sich vorüber ziehen. Später konnte Daisy dann auch endlich über ein Computerprogramm, die Bewohner, die sie pflegte schriftlich festhalten. Bei einigen notierte man zum Beispiel wieviel sie getrunken oder gegessen haben. Könnt ihr euch noch daran erinnern, das man Daisy einen handgeschriebenen Zettel übergab, auf dem genau drauf stand was sie zu tun hatte? Diesen Zettel sollte Daisy nun wieder hervor holen und ihre Notizen, die sie sich daneben schrieb, in die Tabelle im Computer niederschreiben. Daisy schaffte es ganze drei Bewohner abzuarbeiten. Dann passierte plötzlich das undenkbare für sie. Stellt es euch bildlich so vor: Gegenüber von ihr saß die tattoowierte Kollegin, die ebenfalls daran arbeitete ihre Arbeit in das System einzupflegen. Links von Daisy gesellte sich ein wenig später eine weitere Kollegin, die ihr das Programm erklären sollte. Das Mädchen war vielleicht für 2 Sekunden abgelenkt. Sie wusste nicht – wie ihr geschah. Aber von einem auf den anderen Moment war der Zettel weg. Daisy überkam eine solche unnatürliche Wut, wie man es nur bei einem Menschen kennt, der einen anderen am liebsten prügelt, um seine Wut zum Ausdruck zu bringen. 

Wo war der Zettel? Daisy fragte beide Kollegen, die nur mit den Schultern zuckten. Sie fixierte voller Hass ihre „Lieblingskollegin“ gegenüber. Da hat nicht mehr viel gefehlt. Nur noch ein Feuerfunke. Die tätoowierte Kollegin starrte emotionslos einfach nur zurück. Warum war Daisy für einen einzigen Augenblick nur so unkonzentriert? Warum hat sie es nicht bekommen, was mit ihrem Zettel passierte? Daisy fasste sich nur schweren Herzens und murmelte ein ungewolltes:

Hakuna Matata

vor sich hin. Ihr einziger Wunsch war es nur ganz schnell raus zu kommen aus diesem „Laden.“ Daisy kann leider nichts beweisen. Sie vermutet, das ihre „Lieblingskollegin“ ihr den Zettel weggenommen hat, um die Kunden auf sich zu überschreiben. Damit es so aussieht, als hätte Daisy nichts getan. Aber wie gesagt, das ist nur eine Vermutung.

Zum Abschluss ihrer persönlichen „Altenheim-Horror-Story“ möchte Daisy noch einige persönliche Worte an alle examinierten Altenpfleger in Deutschland richten:

Wie wir alle wissen ist unser Job, für das was wir täglich vollbringen müssen, unterbezahlt! Und nicht nur das, wir sind auch unterbelegt. Die momentane Situation – steht wie eine hohe Mauer vor jedem Altenpfleger. Der Grund? Die Menschen werden immer älter. Es gibt allerdings nur noch eine Handvoll Menschen- die es mit der Nächstenliebe ernst meinen. Die meisten wünschen sich schnelle Star Karrieren als Fashion Blogger – was Daisy absolut nicht ausstehen kann. Über die meisten sogenannten Fashion Blogger amüsiert sich die Dame still und heimlich – in ihrem Kämmerlein. Daisy mag die Aufklärung im Internet- mit einem rockigen „AHA-Effeckt“ dahinter. Die neuste Mode oder das was einige als Mode bezeichnen, interessiert Daisy einfach nicht. Daisy interessiert nur das Herz. Denn es ist unsere Liebe und Zuwendung, die in den Herzen der anderen Menschen, die Unsterblichkeit besiegelt. Der Rest ist vergänglich. Erfolg und Ruhm sind vergänglich. Liebe bleibt. Das sollte euch klar sein. Natürlich wünscht sich Daisy Herz im inneren einmal genau so erfolgreich zu sein, wie die Britische Schriftstellerin Joanne K. Rowling,die Autorin von den Harry Potter Romanen. Genau so wie jene Dame möchte Daisy die Welt ebenfalls mit ihrem eigenen Zauber versüßen. Aber wer sagt denn bitte, das man im Kleinen die Welt nicht genauso versüßen kann, wie im Großen. Wichtig ist doch nur eines: Das wir es schaffen die Menschen im Kern zu erreichen. Das wir es schaffen ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihre Wangen rot zu pudern. 

Auch wenn wir nur eine kleine Gruppe von Menschen sind, die sich dazu entschlossen haben den Beruf als Altenpfleger für sich zu erlernen, müssen wir uns gegenseitig die Augen auskratzen, wenn es um das Wohlergehen der älteren Herzen geht? Ist das wirklich nötig? Sollten wir nicht mit Hilfe einer Räuberleiter versuchen uns gegenseitig über die Mauer zu helfen? Bei so viel Hass und Wut kommt Daisy nicht umhin sich zu fragen:

„Warum zerren wir uns gegenseitig in den Abgrund?“

 

 

 

 

Wunder geschehen

Die Poetin ,Elisabeth Bishoph, kann die Lage in der sich Daisy’s Herz gerade befindet – am besten beschreiben. Um jene Gedanken und Gefühle am besten auszudrücken, möchte sie euch ein Stück von ihrem Lieblingstext zeigen:

Die Kunst des Verlieren’s studiert man täglich. So vieles scheint bloß geschaffen, um verloren zu gehen und so ist sein Verlust nicht unerträglich. Lerne zu verlieren Tag für Tag.

Wenn man, wie Daisy mit seinem Herzen einen Packt abgeschlossen hat, muss man die Kunst des Verlieren’s täglich neu erlernen. Daisy Herz hat ihre beste Freundin und Oma verloren. Sie hat Freunde verloren. Sie hat den Schlüssel zu dem Herzen – ihrer heimlichen Liebe verloren. Und zum Schluss hat sie ihren Job als Pflegerin verloren.

Die Macht einem einzigen Menschen auf dieser Erde, die Welt verschönert zu haben. Schöne Erinnerungen  aus der WG sind für Daisy wie funkelnde Sterne. Den wegweisend – vom Himmel herab.  Daisy hütet sie, wie einen Schatz. Wertvoll und kostbar.

Der Moment an dem Daisy ihren Arbeitsvertrag in den Händen hielt.

Der Tag an dem Daisy mit den Bewohnern der WG, Weihnachten feiern durfte.

Die ersten Wochen, wo sie mit der Sprache ihres eigenen Herzens, den Zugang ins Herz der Bewohner erlangt hat.

Der Augenblick an dem eine Seniorin der WG  Daisy so fest in den Armen hielt, so das man glauben konnte, beide Herzen würden einander in die Arme fallen.

Eine wundervolle Hündin zu haben, die Daisy sogar ab und an mit in die WG nehmen konnte.

Die Fähigkeit zu lernen wer es ehrlich mit ihr meint und wer sich hinter einem Mantel, der Heuchelei versteckt hält.

Die Dankbarkeit und das Strahlen im Gesicht, von jedem Bewohner, wenn Daisy ihnen den Weg zu ihrer Aufgabe erleichtert hat.

Freundschaften zu schließen.

 

Alle Sterne die Daisy sich in einem Jahr erworben hat, sind nun in ihren Händen zerbrochen. Alles wofür Daisy hart arbeiten musste. Wie ihr euch das vielleicht vorstellen könnt, ist das die Hölle. Aber es wird noch schlimmer. Der Beruf zu dem Daisy`s Herz sich nun mal hinzu neigt, wird von Außenstehenden  belächelt. Daisy galt in ihrem Familien – und Bekanntschaften Kreis als inkompetent und  komisch – ältere Menschen zu pflegen und für sie in die Bresche zu treten. Aber nach einem Jahr in der WG, weiß Daisy das sie das alles nicht ist. Es ist das Herz, was aus ihr spricht. Und wie jedes andere Herz auch, hat es eine Aufgabe im Leben. Liebe zu geben. Und nichts dafür zu erwarten. Daisy’s Herz schreitet voran. Wird größer und größer. Es wächst über sich hinaus.

Vielleicht war es die richtige Entscheidung von ihren Vorgesetzten, das Daisy gehen muss. Sie hat zwei gesunde Hände. Arme. Und Beine. Es gibt noch so viel, was das Mädchen  in diesem Leben noch erreichen möchte. Daisy wird wütend über sich selber, wenn sie sich mit jener Entscheidung, ihrer Vorgesetzten zu lange den Kopf zerbricht. So gut es geht wird Daisy  bis zum Ende des Monats, die farblosen Herzen der Bewohner, mit den Farben der Liebe ausmalen.

Denkt bitte nicht, das Daisy unter eurer Entscheidung leiden muss. Die Kleine muss nicht leiden. Doch sie muss sich ihre Converse zuschnüren. Sie muss aufstehen. Und kämpfen. Um so dicht es nur geht an der Frau dran zu bleiben – die ihr alle aus Daisy gemacht habt.  Also denkt sie sich:

„Lebe jeden Tag den Augenblick der Liebe“

Mehr kann Daisy nicht tun, als den Augenblick der Rosenblüte zu leben. Ohne das sie sich zu viele Vorwürfe macht, das es ihr gelingt – die Kunst des Verlieren’s zu erlernen. Daisy möchte die Erinnerung an euch auch weiterhin festhalten. Selbst wenn alles zu Staub zerfällt. Daisy weiß, das die Bewohner sie schnell vergessen werden. Vielleicht sogar schon am 1.August.

Aber ihr alle solltet eines wissen: Dieses eine Jahr hat Daisy sehr viel bedeutet. So wie ihr unermüdliches Herz, das steht’s den Weg der Liebe sucht. Alles passiert aus einem Grund. Wer weiß, was der Liebe Gott noch mit ihr vor hat. Daisy weiß, das Wunder geschehen und passieren. Denn es war ein Wunder, als Daisy 1 Jahr mit euch lachen und weinen durfte. Danke für alles.

 

Gewidmet den  Angehörigen der GbR & dem Pflegedienst LAZARUS

 

 

P.s. Jener der Daisy mag und weiß, das auf dem Arbeitsmarkt noch Stellen für eine Ausbildung als Altenpflegerin frei ist, bitte schickt ihr einen Link. Jeden noch so kleinen Hinweis nimmt sie dankend an.

 

 

 

Beetlejuice-Beetlejuice-Beetlejuice….

Daisy ist verliebt. So unglücklich und traurig -wie man es Niemanden wünschen mag. Nicht einmal seinem schlimmsten Feind. In eine Frau, die sie nicht haben darf. In eine Dame, die in der Realität, noch nicht einmal weiß, das Daisy überhaupt existiert. Es begann vor ca. 4 Jahren. In jenem Monat, als die Mutter der Sonnenstrahlen, jene goldig glänzende Pinsel  aus ihrem eigenen Leibe pflückte – um damit die Sonnenblumen zu ehren. Da bemerkte Daisy auf einem Blog, im Internet, einen Artikel über eine Dame, die die Augenfarbe ihres Waldes trug. Die Fotografie hat ihren Blick gestreift. Nur gestreift. Nichts weiter.

 

Doch Daisy´s Herz dachte - es fällt ins Bodenlose. Und es wusste eines ganz genau: Sollten sich ihre Wege treffen. Und die schöne Fremde Dame, würde ihren Blick einfangen. Daisy hätte sofort, ohne darüber nachzudenken, einfach alles aufgegeben. Daisy hätte ihre Koffer gepackt und wäre mit ihr weggegangen. 

 

Quelle: Instagramm eve_pain

Wie aus einem Traum entsprungen. Eine exquisite Mischung aus Daisy`s Lieblingshexe: „Narcissa Malfoy“ jene Hexe, die Harry Potter das leben gerettet hat. Und sich im richtigen Moment, wenn es ihr nämlich zu bunt wird, umdreht und geht. Ebenso wie es einst, die kleine Daisy tat. und natürlich jenem Helden aus ihrer Kindheit: Beetlejuice. Der eine Held. Der mit Charme und Witz eine Leichtigkeit zum Ausdruck bringt, die es geschafft hat, das Herz der Prinzessin  zu erobern. Immer wenn Daisy’s Tränen über ihr Herz, die Klinge halten,  erwischt sie sich heute noch dabei, leise im Bett, drei mal jenen Namen zu rufen, der ihr einst in jungen Jahren – das Herz erblühen lies:

Es gab Momente, da zupfte das einsame Mädchen ,wegen jene Dame, viele Blätter jener Rosen – mit ihrem klopfenden Ding zusammen.

 

Sie möchte MICH  kennen lernen…

Sie möchte mich NICHT kennen lernen….

Sie möchte MICH kennen lernen…

Sie…..möchte nicht..

 

Damals  formte sich Daisy’s Kopf seine Finger zu einer Pistole und hielt sie sich gegen die Schläfe.

 

Doch ihr Herz schrie laut Hals:

„Halt!“

„Stop!“

„Wir versuchen es einfach.“

„Vielleicht werden wir positiv überrascht.“

 

Also lies Daisy`s  Herz jene Türe für eine Fotografie auf, die so lebendig erschien, so das jenes Mädchen sich mit der Hoffnung im Herzen – einen Anker versprach. Und dennoch dauerte es ganze zwei  Jahre. Zwei Jahre voller positiven Träume. Bis sich das  Herz, des einsamen Mädchens, dazu entschied zu versuchen, das Herz, jener fremden Dame für sich zu gewinnen. Es zum Leben zu erwecken. Denn es war ja schließlich nur eine Fotografie. Ein Abbild von einem Herzen, welches irgendwo in Berlin wohnt und liebt. Wenn es eine art der Magie gibt, die Daisy beherrscht, dann sind es Worte. Worte, die Daisy, wie ein Samenkorn in jenen Brustkorb pflanzte. Um eines schönen Tages – Liebe zu ernten. Das Mädchen, deren Hoffnung sich zu einem Anker formte – küsste jeden Samenkorn – mit den Worten der Liebe. Und als die schöne Nymphe die Worte, der Prinzessin, empfing da bedankte sie sich bei der einsamen Prinzessin – für das Versüßen des Morgens. Das Mädchen glaubt ganz fest daran, das es auf Erden nichts schöneres gibt, als der Grund dafür zu sein, das ein anderer Mensch einen guten Start in den Tag hat.

 

 

Und an jenen Worten sollte Daisy ebenso festhalten wollen, wie an jener Magie, die schon durch die Adern ihrer Oma floß. Da gab es zum einen: Ein Ouija Brett. Mit dem die kleine Hexe versuchte, ihre Oma anzurufen. Es gab Tarotkarten. Die Positive Antworten versprachen. Manchmal. Aber nur manchmal, konnte sie sogar etwas über einen Menschen erahnen. Seine Zerbrechlichkeit erkennen. Aber mit solchen Dingen, sollte man sehr vorsichtig umgehen. Jener der dir gegenüber steht, darf niemals erfahren, was du bereits weißt. Daisy empfiehlt: Lass ihn reden. Behalte das Wissen, als einen Schatz in deinem Herzen. Vielleicht irrst du dich auch. Und dann hat man umsonst, die Pferde „scheu“ gemacht.

Wenn die Prinzessin etwas unbedingt haben wollte, da genügte ein fester Gedanke. Genauso, wie  ihre eigene Hagebutten Marmelade zu machen. Allerdings hatte die Sache einen Haken. Die Hagebutten, die die Azubi Hexe am Strassenrand fand oder im Blumenladen kaufen konnte schrieen förmlich nach:

 

„Hilfe ich wurde gespritzt!“

oder

„Hilfe, ich habe zu viele Abgasstoffe eingeatmet“

Daisy hatte das Gefühl, die Hagebutten Fräuleins würden ihr zurufen:

„Iß MICH NICHT!“

 

Nachdem Daisy bei Vollmond ihren Wunsch äußerte, eigene Wildrosen zu haben, die an jenem ersten Herbsttag ihre Rosafarbigen Röcke, für das Mädchen ausziehen und sich ihre Lippen rot malen würden, wandelten sich, in ihrem Garten, die Kletterrosen in Wildrosen um. Daisy konnte nur noch über sich selbst staunen.

 

 

Und so beschäftigt sie sich immer mehr und mehr mit dem Zauber ihrer eigenen Magie. Es lenkt ihren Kopf und ihr Herz davor ab auseinander zu brechen. Irgendwann an jenem strahlenden Frühsommer Tag wünschte sich Daisy mehr von ihrer Nymphe, als nur warme Worte der Verzückung zu geben und wieder zu bekommen. Sie überlegte zusammen mit der Sonnenuhr, der heiteren Stunden, der Nymphe einen Brief zu schreiben. Ein Brief den Daisy mit der Leidenschaft ihres Herzens niederschrieb. Dem Blut ihres Herzens. Sie ersuchte alle Tiere des Waldes, um sich ihren Rat zu holen. Daisy legte ihnen vor, das die Nymphe sie einst „ihre Liebe“ nannte. Sie legte ihnen vor, das die Nymphe sich sogar bei Daisy für das Versüßen des Morgens bedankte. Daisy kann jene Pralinen, jener Worte gar nicht mehr alle aufzählen. So viele waren es. Und dennoch dauerte es insgesamt ein ganzes Jahr, bis Daisy den Brief für die Nymphe fertig schrieb. Weil sie sich nicht vor der Dame blamieren wollte. Daisy weiß, das sie manchmal nicht soviel reden  – sondern ganz schnell direkt handeln sollte. Aber wenn man ganz oft verletzt und enttäuscht worden ist, leidet das Herz. Und es zieht sich traumatisiert in sein „Hexenhäuschen“ zurück. Alles dauert länger. Es geht nur mühselig voran. Den Brief welchen Daisy niederschrieb, vertraute sie zwei ihrer zuverlässigsten Briefeulen an. Beide flogen Richtung Facebook. Um der schönen Nymphe jene Worte zu übersenden, an denen sie so lange zu knabbern hatte. Doch keiner, der beiden Eulen, kehrte je wieder mit einer Antwort zurück. Daraufhin bekam Daisy`s Herz Riße. Weil sie es nicht verstehen kann. Daisy weiß sich keinen Rat mehr. Sie ist sehr, sehr traurig darüber.

Es mag Menschen geben. Menschen wie Daisy`s Mutter, die ihrer Tochter dazu riet – sich nicht an jeden Strohhalm zu klammern. Nicht soviel zu träumen. Und der Realität ins Auge zu sehen. Loszulassen. Und zu gehen. Aber es ist verdammt schwierig weiter zu machen, wenn man immer nur abgelehnt wird. Irgendwann kommt der Punkt an dem man sich fühlt, wie das Biest aus jenem Märchenbuch. Und was hilft einem, wenn man sich ungeliebt und häßlich vorkommt?

Die Musik. Ein einziges Lied, welches Daisy schon bis ins alter von 32 Jahren begleitet hat. Und welches immer und immer wieder ihr Leben begleitet. Daisy hat nie begriffen ob dieser Styl nun: Gothic. Rock. Oder Pop ist. Und um ehrlich zu sein – ist es dem Mädchen auch scheißegal. Es ist Daisy`s Lied. Es gehört ihrem Herzen. Und solange es Tränen gibt, die Menschen quälen wird dieses Lied zu Daisy gehören.

Es ist immer wieder, die Selbe Geschichte: Es war einmal ein abscheuliches Biest, dass sich von den oberflächlichen Menschen zurück zieht. Der einzige Kontakt, den es hat, ist ein magisches Fernrohr – als einziges Fenster zur Außenwelt. Durch jenes Fenster findet es, die eine Frau, für die es alles tun würde. Die eine Frau – für die man sämtliche Planeten durchkreuzen würde. Die eine Frau – für die man, die Feuerspitzenkleider, der Hölle anzieht. Nur um das Gefühl zu haben – sie ganz nahe bei sich zu haben.

Eines steht fest: Daisy Herz würde alles dafür tun – in den Armen ihrer wahren Liebe einschlafen zu dürfen. Daisy weiß nicht in wie vielen Chatrooms sie schon gewesen ist. Wie viele Berge sie schon bestiegen hat. Wie viele Maibäume sie schon gepflanzt hat. Wie viele Brieftauben sie über die sieben Meere geschickt hat. Wie viel Flaschenpost sie einst verschickte. Und wie viele Eulen sämtliche Häuser überflogen. Und alle nur mit einer Aufgabe: Daisys Herz jenen auserwählten Menschen näher zu bringen. Und niemals wird das Mädchen müde. Denn alles im Leben hat seinen Sinn. Vielleicht wartet irgendwo, auf dieser Welt, die Eine Frau auf Daisy.  Die Eine Heldin. Die Daisy’s Not erkennt. Die Eine Frau, die Daisy aus ihrer „Hölle“ entführt und ihr ein Leben schenkt, das sie mit dem Reichtum der Liebe umhüllt, wie in einen kuschligen Lieblingspullover. Die Eine Frau, die nicht wie eine Bäuerin mit ihrem Herzen umgeht. Denn das, ist das einzige, was Daisy bis jetzt kennen lernen durfte. Frauen ohne Manieren. Mit Sätzen wie: „Jemandem in die Fresse hauen.“ Erreicht ihr nur, das Daisy über Nacht Haken schlägt. Um Spuren ihres Herzens zu verwischen. Weil niemand erfahren sollte, das sie jemals da gewesen ist. Daisy selber ist bestimmt nicht fehlerlos. Aber trotzdem möchte sie es wagen zu sagen: „Iiiiiiihhhgitttt!

 

Daisy Herz richtet sich ein letztes Mal persönlich an dich in der Hoffnung – dein Herz möge sie erhören:

Liebe Eve Pain. Liebe Nadine. Liebe, gute Nymphe. Wenn du deine Worte ernst gemeint hast. Wenn Daisy wirklich „Deine Liebe“ ist. Wenn es ernst von dir gemeint war, das du sie „süß“ findest, dann muss es doch auch in deinem Interesse sein, das Daisy ebenso glücklich wird wie du. Vielleicht. Nur vielleicht  möchtest du ihrem Herzen helfen. Beim nächsten Vollmond (09.07.2017) bittet dich Daisy darum, an sie zu denken. Daisy möchte nicht mehr nach Beetlejuice rufen müssen. Sie wünscht sich des Nachts, nicht von Feinstaub -sondern von  Küssen betrunken, von der passenden Herzhälfte ins Nimmer-Nimmerland entführt zu werden. Wünsche dir, mit Daisy zusammen, eine Dame für Daisy – die märchenhaft nett ist. Sie möge so schön sein – wie du. Bunt. tätowiert. „Glaubeliebeweisheit“ in den Augen leuchtend grün. Denke zärtlich daran – das Daisy die Liebe verdient hat. So wie alle anderen auch. Denk nicht an das – was du von anderen gehört hast. Denke an den Wald. Und das er sich ewiglich deine Freundschaft wünscht. Denk daran das dir Daisy`s Freundschaft auf ewig offen stehen wird. Sollten dich je Sorgen quälen – trau dich heimlich her in ihren Wald. Wo immer du auch sein magst – liebe Eve. Du weißt genau ein Stück von Daisy`s Herzen – wird immer dir gehören. Auch wenn du es nicht haben möchtest.

 

Es gibt einen Ort an der Nordsee. Er ist zu erklimmen – über Hügel. Dieser Ort ist nicht leicht zu finden. Es ist für aussenstehende nichts weiter, als ist eine Bank. Aber sie ist aus dem Holz von Daisy`s Herzen. Diese Bank gehört Daisy alleine. Und auf dieser Bank darf das Mädchen über dich weinen. Und über die Menschen, die sie niemals begreifen wird. Daisy darf fluchen und schreien auf dieser Bank. Kurz um:

Daisy bedeutet diese Bank alles auf dieser Welt.

Und daher darf ihr niemand diese Bank wegnehmen.

 

………Manchmal, wenn man gut zuhört, hört man wie das Meer noch Wochen später Daisy´s Worte wie ein Echo wieder gibt:

Beetlejuice…….

Beetlejuice…….

                                                                                    Beetlejuice…….

 

 

 

Zeit vergeht – Liebe bleibt

Wehe dir armes Herz. Oh wehe dir. Bist du doch so jung und schon zerschlagen – von den anderen Menschen. Vor 10 Jahren in etwa – bröckelte das Haus deines Friedens zu Grunde. Als die Jugend noch in dir brannte. Bevor jene Grausamkeit, der anderen Menschen, es von dir abverlangte erwachsen zu werden. Liebes Herz du wurdest erwachsen – wie alle Herzen wachsen – durch die Überdosis einer Verletzung.

Nur ein Mädchenherz  warst du – ein Mädchenherz das sich die Haare kämmte.  Und den Gleichgesinnten aus der Umgebung, den Geschmack von Kirschen auf den Mund zeigen wollte.

Weil dich das größte Herz nicht mit in den Bund des geflochtenen Gemeinschaftsbundes hinein bezog – hast du das für die anderen Herzen Undenkbare getan. Du hast dich von dem größten Herzen abgewandt – deren Tal nur bis zur Oberfläche sprudelte, um den anderen Herzen aus der Umgebung Raum für die Leidenschaft deiner Hingabe zu vermitteln.

Ein Marathonlauf für die Streitmacht des liebenden Herzen, sollte von nun an beginnen. Du gabst den anderen Herzen eine Kostprobe für das Elixier deiner Liebe zu ihnen. Weil du dich nicht getraut hast sie zu konfrontieren – hast du sie über ein soziales Netzwerk angeschrieben, um somit auf dich aufmerksam zu machen. Doch die Schlangenköpfe – der anderen Herzen ließen nicht lange auf sich warten. Als der Hexenkessel, der Gerüchteküche brodelte – waren alle Hoffnungen auf ein einzelnes Herz für sich alleine dahin. Tausende Bisse und Wunden lagen offen. Einige davon hast du dir sogar selber angetan. Dies alles nur für die Phantasie den Körper eines anderen Herzens aufs sich spüren zu dürfen. Und  einem Wagnis im Namen der Liebe.

Das traurige Herz kam nicht umhin sich zu fragen:

Konnte diese Idee es wert sein?

 

All diese Wunden.Kratzer Und Bisse.  Du liebes Herz wolltest die Antwort dem großen Herzen überlassen. Und inmitten der vielen tanzenden Herzen um dich herum, ergab sich ein Augenblick. Du hast nichts anderes getan als jenen Augenblick zu nutzen. Ein Augenblick der mehr als nur einmal in deinem Kopf widerhallte. Ein Augenblick in dem du von dem wackeligen Sitz deines Selbstwertgefühles, zu der feurigen Höllenglut deiner Minderwertigkeit hinab gefallen bist. Ein Augenblick der dich in die Dunkelheit zurück warf.

 

Je vis pour l’amour.

 

Du hast das große Herz angesprochen. Und als es dir mit dem Sopran eines wilden Wolfes antwortete, da wusste es insgeheim, das es einen Fehler gemacht hatte. Denn es waren meine Augen selbst, an denen etwas schicksalhaftes  anheftete. Das große Herz wusste, das es sich bei dir entschuldigen sollte. Dieser Fehler sollte ihn bei seiner nächsten Karma Wendung  zuwinken. Weil man alles wieder zurück kriegt im Leben. Egal wie lange es auch dauern möge.

Und so warst du es allein, mein liebes Herz, das den physischen Körper  um sich herum nicht mehr ertragen konnte. Denn als du mir all deine geheimen Gänge, Türen und Fenster zu dir verriegeln wolltest, um jegliche Lieblichkeit deiner pur pur Bäckchen, mit dem Wahnsinn, der Grausamkeit zu überdecken habe ich jegliche Hilfe in Anspruch genommen dies zu verhindern. 7 Jahre lang trauerte mein Herz – vom Schmerz gelähmt.

Dann kam ich zu einem wahren Propheten der Liebe. David. In ihm fand ich für mein Herz und meine Seele, den Vater und besten Freund – der mein eigener Vater niemals sein würde. Denn er hat uns gezeigt, das wir im Namen der Liebe -alles richtig gemacht haben. Im 8 Jahr säten David und Aida in meinem Herzen, die zarte Pflanze der Liebe neu – die mich von Kopf bis Fuss vereinnahmen sollte.

David und Aida schickten mich zusammen mit meinem Herzen auf die einsame Reise, durch die Wüste  zu mir selbst. Sie brachten mir bei, wie man sich vor wilden Wölfen, mit einem Schutzmantel überdeckt. So das man nicht mehr annähernd, an dich heran kommen konnte. Mein liebes  Herz.

Am Ende jener Reise. Zu der Lieblichkeit deiner Wiedergeburt, sind wir beide dann auf den schmalen Weg zu uns selbst gekommen. Der schmale Weg, war die letzte Überwindung durch die Höhle jene Grausamkeit, die von dem Tod der Großmutter mit der Träne, der Bitterkeit bedeckt wurde. Mein Herz und ich gingen an den langen Klauen und den fahlen Blicken jener Dämonen vorüber, die in dem Hause von jedem Herzen Unterschlupf suchen. Und in dieser Dunkelheit – des Nachthimmels gleich, gelang es meiner Seele in dem Körper meines Herzens ein Licht anzuzünden – so hell und erstrahlend, so das kein Teil meines menschlichen Wesens sich je wieder verdunkelte – sobald der erste Dämon seine Klauen wetzt.

Schon nach dem ersten gemeinsamen Tanz zwischen meiner Seele und meinem Herzen, färbte es sich in die rosafarbige Pracht jener Rosen, die vor Großmutters Haustüre wuchsen. Ihr Hass war entwaffnet. gereinigt. Keine Narbe würde je wieder ihr Herz kleiden. So wurde Daisy Herz geboren.

 

 

Von jenem Tage an umhüllten wir des Mädchens kostbarsten Besitz – in die  Tugend unserer Jugend. Alle Wege, die auf die Spur zu uns führten wurden beseitigt. Unter jeder Brücke wurde eine Bombe gesetzt. Jeder Fussabdruck, den wir zu unserem bedauern hinter uns gelassen haben – wurde mit Muttererde verschmolzen. Und nur jemand ganz Besonderes. Jemand dem kein Berg zu hoch war und kein Weg zu schmal – würde hinter unser kleines Geheimnis kommen.

                                                                      Quelle: Instagram: Eve Pain

 

Als mein Herz und ich in die tiefgründigen Wälder deiner Augenfarbe blickten, da merkten wir das erste mal, wie sich die Schönheit der Liebe – für einen Blinden anfühlen muss. Selbst wenn meinem Herzen Berge von schwarzer Tinte im Wege sind. Selbst wenn mein Herz zum Himmel schreit.

 

Wir werden an uns arbeiten – weil ich meinem  Herzen bei seinem letzten Atemzug nicht flüstern hören möchte:

„Warum habe ich mich nicht getraut – der Nymphe den Sternenhimmel zu zeigen?“

 

Bitte lieber Gott sei meinem Herzen gnädig.

 

 

temps mouches. l’amour reste.

 

 

 

Mein Geschenk für dich – ist der Frühling

Es war zu jenem Zeitpunkt, als die Sonne ihren Guten-Morgen-Rock weit über das ozean farbige Kleid namens:Himmelszelt breitete. Die Schneekönigin ließ ihre Küsse nun auch in Daisy’s Walde, ihre Dienste tun. Herzen erkalteten und die einsame Prinzessin brauchte nun mehr als eine Decke um sich des Nachts in ihrer frostigen Hütte in den Schlaf zu wiegen. Es war an keinem besonderen Morgen, als Daisy die Schwäne, der Weisheit, in dem See des: Glück erbringenden Lebens fütterte. Da vernahm das Mädchen, die Stimme ihrer geliebten Waldnymphe. Sie flüsterte darüber ,wie sehr ihr die Sonne fehlte und zugleich zitterte ihre Stimme wie Espenlaub. Um sich vor den düsteren Küssen der Schneekönigin zu schützen, wurde sie zu Fräulein Weide.

Quelle: Instagram Eve Pain

 

Nun wer Daisys Liebe zu Fräulein Weide – der Waldnymphe kennt, der weiß auch, das die Prinzessin wohl alles dafür tun würde, das Fräulein Weide sie eines schönen Tages gerne haben wird. Daisy wird darum kämpfen, das Fräulein Weide sie zu ihren Liebsten zählt. Als Mensch und nicht nur als ein Tagtraum -verschlungen an ein Märchen gebunden.

 

 

Fortan hob die Prinzessin also jede einzelne ihrer Tränen auf, um sie Fräulein Weide an ihre Äste zu hängen. Jene Träne sollte ein kleines Geschenk für das hübsche Fräulein beinhalten. Ein Geschenk, das ihr dazu verhelfen sollte, es für die restliche Zeit des Winters über warm und gemütlich zu haben. Mit dem Kuss der Schneekönigin zusammen – wandelten sich Daisys Tränen in die Form von kleinen Diamanten, die ihre Baumkrone glitzern ließen.

Quelle: Instagram Eve Pain

 

In so mancher eisigen Nacht hörte man Daisy in der Kälte der Dunkelheit, sogar ein kleines Gebet darüber flüstern, wie gerne sie in der Umarmung der Waldnymphe einschlafen würde. Würde sie es jemals schaffen ein Teil ihrer Welt zu werden? Lieber Gott bitte sei Daisy gnädig und schenke ihr ein Wunder.

Für die tiefgründigste Träne, die Daisy an jenem Silvesterabend 2016 über ihre pur-pur Bäckchen gleiten ließ, dachte sie sich ein besonderes Geschenk für das Fräulein Weide aus. Daisy erinnerte sich daran, das sie der Urgroßmutter Sonne schon lange mal wieder ein Besuch abstatten wollte. Sie packte etwas Gebäck und eine Kanne Hagebutten Tee in ihren Rucksack und wanderte über den gefrierenden Boden Richtung Süden zu der die Sonne immer flüchtete, um ihre Strahlen in ausgewogener Pracht, kämmen zu können. Die Freude war groß als sich die beiden Freundinnen begegneten, die soviel gemeinsam hatten, das man beinahe glauben konnte – sie wären miteinander verwandt.

Nachdem Urgroßmutter Sonne dem Charme jener Vanillekipferl erlag und der Hagebutten Tee all ihre Blütenstrahlen zum erleuchten brachte, erlaubte sie, der Prinzessin, sich ihren schönsten Sonnenstrahl auszusuchen. Doch bevor Daisy ihre Schere zückte um sich jenen Strahl, wie eine reife Kirsche zu pflücken warnte die Sonne das eifrige Mädchen, das man nichts in diesem Leben erzwingen konnte. Urgroßmutter Sonne war bekannter als der Pan für ihre Weisheit und daher viel es der entschlossenen Prinzessin auch nicht allzu schwer sich in den Plüsch schoss jener Wolken Backe hineinfallen zu lassen und der Urgroßmutter aufmerksam zu folgen. Sie erzählte dem Mädchen von dem kleinen Haustier der Schneekönigin – dem Nordwind. Als die Sonne, das böse Tier dessen Gelächter jener einer Hyäne gleichkam, eines Tages in seine Schranken zurück verweisen wollte, machte es sich einen Spaß daraus, Urgroßmutter Sonne mit einer Wette zu demütigen.

Der Nordwind deutete auf einen Mann in einem Mantel, der des Weges schritt um zu seiner Geliebten im nächsten Dorf  zu gelangen. Er prahlte damit dem Mann mit nur einem Schwung seinem Mantel zu entreißen und verwickelte Urgroßmutter Sonne so in eine Wette. Es war bestimmt nicht ihre Art, auf solche kleinen Späße einzugehen. Aber die Sonne wollte den Mann, in dem Mantel, auf keinen Fall der Kälte des Nordwindes überlassen. Also ließ sie sich auf die Wette ein.

Doch der Nordwind spielte nicht fair. Im Hintergrund gab er der Schneekönigin ein Zeichen und gemeinsam bliesen sie die Bäume und Sträucher aus der Umgebung kahl. Sie erzitterten vor dem Donner und der Macht des Winters. Dann geschah aber etwas Seltsames. Umso mehr Energie die Schneekönigin und der Nordwind vergeudeten, umso enger hielt der Mann seinen Mantel fest. Er duckte sein Gesicht in die warme Umarmung seines Mantels um seine Ohren zu schützen.

Dann kam die Sonne und ebnete dem Mann in dem Mantel, mit ihren warmen Strahlen, den Weg zu seiner Geliebten frei. Und als Urgroßmutter Sonne seine Bäckchen von ihrer Strahlenwärme erröten lies, da legte er auf einmal freiwillig seinen Mantel ab und die Sonne hatte gesiegt.

 

 

Ein Sonnenstrahl des Frühlings für dich.

 

Und mit dieser einfachen Geste gelang es der Sonne, das der Nordwind nie wieder einen Schritt in ihr Reich wagte.  Mit erhobenen Zeigefinger lies sie die Prinzessin folgende Worte, der wahren Liebe immer und immer wieder wiederholen. Worte der Liebe, die man ihr schon als kleines Kind nahe brachte, als sie streberhaft nach dem weißen Kaninchen fragte, das eine tickende Uhr um seinen Halse trug:

 

Die Liebe.

Die Liebe ist langmütig. Die Liebe ist gütig.

Die Liebe eifert nicht. Die Liebe prahlt nicht.

Die Liebe bläht sich nicht auf. Die Liebe handelt nicht ungehörig.

Die Liebe sucht nicht ihren Vorteil. Die Liebe lässt sich nicht zum Zorn reizen.

Die Liebe trägt das Böse nicht nach. Die Liebe erfreut sich nicht über das Unrecht,

sondern nur an der  Wahrheit. Die Liebe trägt alles.  Die Liebe glaubt alles.

Die Liebe hofft alles. Die Liebe hält allem stand.

Und ob gleich es dem Anschein hatte, als wäre Daisy von einer langen Wanderung erschöpft, so schnitt sie der Sonne, wie versprochen, ihren schönsten Strahl ab. Gemeinsam packten sie den Strahl kopfüber in jene Träne, an deren salzige Bitterkeit sich die Prinzessin noch heute erinnerte. Eines Nachts, als das Fräulein Weide schon fest schlief hing die Prinzessin dem Fräulein, das Geschenk an eines ihrer freien Äste. Mit der Hoffnung verankert, sie würde sich über Daisys kleine Geste freuen. Und ihr eine Blütenknospe des Frühlings im Herzen erblühen lassen.

Gewidmet: Eve Pain. Der Waldnymphe meines Herzens.

Daisy’s Herz

Es war einmal eine einsame Prinzessin namens Daisy Herz, die wohnte mit einem Pan zusammen in einer Holzhütte. Und immer wenn sich das Mädchen Daisy in jemanden verliebte,  funkelte und strahlte ihr Herz in tausend Farben, so hoffte es die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken um das andere Herz für sich zu gewinnen. Aber jedes mal, wenn Daisys Herz am hellsten strahlte, machte das Leben ihr einen Strich durch die Rechnung um ihr zu zeigen, das sie das Schönste, was es auf der Welt gibt – nicht haben durfte. An Weihnachten wurde Krampus – der Schatten vom Weihnachtsmann schon bald zu einem guten Freund.

Es gab einen Moment gestern, da rutschte der Prinzessin heraus – das sie nicht mehr leben wollte. Weil sie ein Leben ohne Liebe nicht mehr länger ertragen konnte. Immer der Jenige zu sein, der am Ende verliert. Niemals einen Menschen für sich alleine zu haben – Niemals der Jenige zu sein, der mit Herzen in den Augen morgens aufwacht, weil es für Daisy eben nichts schöneres auf der Welt gibt, als der Liebe ihres Lebens den Kaffee ans Bett bringen zu dürfen.

Fünf Jahre lang hat Daisys Herz für die Nymphe gefunkelt und geglitzert – wie ein heller  Stern. Des Mädchen’s kostbarstem Besitz – wollte sie der Nymphe zu Füssen legen – selbst wenn diese auch eine Frau war.

*****It’s Magic*****

Nun wusste Daisy auch endlich, was der helle Stern über ihrem Wald zu bedeuten hatte. Sie hatte sich getäuscht gehabt. Der helle Stern bedeute keinesfalls eine andere Frau oder ein anderes Herz, wenn man so will. Der helle Stern am Himmel sollte der Nymphe zeigen, wie hell Daisys Herz für sie glühte.

Als der Pan der Prinzessin und ihrem Herzen dazu riet, den Spieß einmal herum zu drehen und sich für 2017 vorzunehmen, jedes Herz welches ihr über den Weg lief zu fressen und wieder auszuspucken – winkte das Mädchen ab. Nein. Das würde sie auf keinen Fall tun. Eher würde sie als Jungfrau zu Grunde gehen bevor sie es jemandem schenkte, für den sie keine Liebe übrig hatte. Sie wäre dann nicht mehr „Daisy Herz“ sondern nur noch: „Marie le Parfum.“ Die Schattenseite von Daisy Herz. Daisy beschloss ihr Herz auf die Funkelnase einen Kuss zu geben und es ganz fest an sich zu kuscheln. Insgeheim flüsterten  beide der Nymphe etwas zu:

 

 

Liebes Herz von der Nymphe. Egal wohin du mit dem anderen Herzen auch gehst oder wo du auch bist. Egal wie groß eure Liebe zueinander wird – oder ihr euch in der Ferne verirrt. Daisy wird dein Herz ewig lieb haben – denn in ihrem Walde – in ihrer Phantasie  bleibst du für immer ihre Nymphe.

Quelle: Instagramm/ Eve Pain

 

Diese Zeilen, sind dem Mädchen gewidmet, das Daisy nicht haben darf. Auch wenn es keiner nachvollziehen kann – wie Daisys Herz liebt. Die Hauptsache ist – das man überhaupt fähig ist zu lieben.

Für Eve Pain.

 

I want to be your Pin-Up

Es war die Zeit, an dem die  goldig gefärbten Blätter  von den Bäumen fielen, als Daisy ihren Pan  auf  eine Tasse Hagebutten Tee zu sich in die Hütte einlud. Sie war sehr aufgeregt, weil sie für das Fabelwesen des Herbstes, etwas  Besonderes sein wollte – ein Pin-Up Girl. Aber wie wird man zu so einem wundervollen Wesen? Kann man es erlernen oder wird man bereits als Pin-Up Mädchen geboren? Daisy nahm die zwei Teetassen und folgte dem Pan zu dem gemütlichen Bereich ihrer Hütte. Der Pan grübelte und zündete sich seine Pfeife. Er setzte sich in einen der kuschligen  Sessel, die Daisy um ihren Kamin gestellt hatte. Er schwärmte sich Sterne in die Augen und fing an zu erzählen:

„Jene Kurve, jener Frau – ist genau dort wo sie hingehört.“

„Ein bezaubernder Ausschnitt.“

„Ihr Schritt – ist die Leidenschaft pur.“

„Welches Fräulein hat nicht schon einmal davon geträumt, es dem Pin-Up Mädchen gleich zu tun und den Verkehr, mit einem einzigen Blick lahm zu legen.“

„Nur weil SIE daher schreitet.“

„Alle Blicke sind nur auf sie gerichtet.“

„Und seit je her stellt man sich die Frage, wie macht sie das nur?“

„Nun um die erotischen Bezüge und den Ursprung dieser Figur zu verstehen,  liebe Daisy, müssen wir das Rad der Zeit einwenig zurück drehen.“

„Ins 19te Jahrhundert.“

„Parallel zu den Anfängen, der modernen Frauenbewegung wurde eine „teuflische Maschine“ erfunden.“

„Das Veloziped – unser heutiges Fahrrad.“

Der Pan lachte.

„MMMhh ich sehe gerade die ganzen Fragezeichen über deinen Kopf schweben – ein Fahrrad als Pate aller Pin-Ups?“

„Kann das sein?“

„Lass es mich dir erklären Liebes:

„Als die ersten Frauen, den Geschmack des Fahrrads erkannten, schnupperten diese nicht nur frische Luft, sondern auch eine Art Freiheit.“

„Sie wollten verständlicherweise nicht länger Zuhause sitzen.“

„Das Rad brachte die Damenwelt dazu, sich unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit zu bewegen.“

„Es dauerte  daher auch nicht lange, das die ersten Schneider – die passende Kleidung dazu auf den Markt brachten.“

„Kürzere Kleider und sogenannte gegabelte Unterhosen.“

„Das wirkte zu der damaligen Zeit natürlich alles sehr skandalös.“

„Damen zeigten ihre Waden.“

„Oh my God.“

Der Pan warf seinen Kopf zurück und lachte laut auf.

„Davon war die Kirche selbstverständlich alles andere als begeistert.“

„Sie sahen darin einen weltweiten Verfall jeglicher Moral.“

„Es zischte aus allen Ecken: Die Frau würde sich körperlich ruinieren.“

„Ihre Jungfräulichkeit verlieren.“

Der Pan drehte grinsent seinen Kopf zu Daisy um:

„Du sag mal bist du eigentlich immer noch……?!

Da schmiss ihm Daisy ein Kissen vors Gesicht:

„Lenk nicht vom Thema ab – du blöde Kuh!“

„Tzzzzttt!“

Der Pan hob seinen Zeigefinger:

„Achso, Männnnnnner allerdings mochten den Anblick einer Frau – auf einem Rad.“

„Bis zu jenem Zeitpunkt war die Frau ein unscheinbares Wesen – das man im Hause hielt.“

„Warum sie also vorführen?“

„Der  1. Illustrator der, der selbstsicheren und unabhängigen Frau gestallt gibt – ist der Amerikaner: „Charles Dana Gibson“

„Seine Zeichnungen erscheinen 1886 in einer kleinen – damals wenig bekannten Zeitung: „LIFE“.

„Es sind allerdings keine anzüglich oder etwa pornografische Bilder aber das „Gipson Girl“ wird alle Regeln in einem Korb sammeln und sie so schnell wie möglich, bei Nacht und Nebel, in dem Fluss des „Vergessens“ hinfort werfen.“

„Auch wenn es von Kopf bis Fuß bedeckt ist.“

 

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Illustrator: Charles Dana Gibson. Quelle: Tumblr.

 

„Sein Haar zu einem kunstvoll wildem Dutt getürmt, lässt Männerherzen zu jener Zeit dahin schmelzen.“

„Das Bild dieser scheinbar ewigen Junggesellin, mit der schlanken Figur, wird zu einem Ideal.“

„Und man kann es sich sogar an die Wand heften.“

„Auf englisch: „To pin up!

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Illustrator: Charles Dana Gibson. Quelle: Tumblr

„Wenn wir jene Bilder, auf die heutige Zeit beziehen, sehen wir nur eine altmodisch gekleidete Dame, die umgeben ist von Männern, die sie anhimmeln.“

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Illustrator: Charles Dana Gibson. Quelle: Tumblr.

„Und Daisy, du begrüßt den Gedanken bestimmt auch, das es sich einfach nur um Frauen dreht und ihrer Macht, der Schönheit.“

Das Mädchen zuckte mit den Schultern, nachdem sie an ihrer Teetasse schlürfte.

„Du hast ja recht, wir können kaum nachvollziehen, was junge Männer damals an diese selbstsicheren und modernen Frauen attraktiv gefunden haben.“

„Zu jener Zeit waren die Feuilletons voll davon, was für einen unheilvollen Einfluss, das Gipson Girl auf junge Fräuleins habe, weil sie sich alleine mit Männern traf oder Golf spielte.“

„Das Gipson Girl war bei jungen Frauen als auch bei Männern sehr beliebt.“

„Es stellte eine Figur da, die die Mutter oder der Vater keinesfalls beliebten.“ „Und natürlich war es genau das was kitzelte.“

„Das VERBOTENE zu der sich die jungen Damen hingezogen fühlten.“

„Ähnlich wie bei dir Daisy.“

„Als die USA 1917 in den ersten Weltkrieg eintraten, entdeckte die Armee, die gezeichneten Damen als perfekte Werbeträger – um junge Frauen und Männer zusammen zu führen.“

„Auf Werbeplakaten und Kriegsschauplätzen verrichteten die Frauen ihren Anteil am Kriegsdienst.“

„Und als der Krieg zu Ende war, haben die Damen den Genuss der Selbstständigkeit gekostet.“

„Während die armen  Soldaten zuviel Böses gesehen haben – um ihr Leben wieder geordnet weiter führen zu können.“

„Die Vorstellung der Rückkehr in einen braven Alltag lässt niemanden auf rosé farbigen Wölkchen träumen.“

„So beginnt die Zeit der klirrenden Champagner Gläser auf Partys.“

„Vermischt  mit  Unbeschwertheit.“

„Und wer nun allen durch ein „Zwinkern“, den Boden unter den Füssen wegreißt ist – der „Flapper.“

„Eine Knabenhaft, maskuline junge Frau – der 20iger Jahre.“

 

„Sie tut nichts anderes als das einengende Mieder von ihrem Körper hinfort „zu reißen.“

„Sie kürzt die Röcke mit „Omas Nähschere“.

„Sie schneidet sich die Haare kurz.“

 

„Sie trägt den Lippenstift wie ein jenes „leichte Mädchen“ und um allem noch das herzförmige „i Tüpfelchen“ zu verpassen – SIE RAUCHT.“

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Quelle: Tumblr.

 

„Eine Frau, die weder Schauspielerin noch Prostituierte ist aber ganz ohne Zweifel – befreit.“

„Is et nicht schön?“

Der Pan beobachtete mit einem breiten grinsen wie Daisy mit ihrer E-Zigarette versuchte, Donuts in den Wind zu hauchen. Er schnippte ihr mit den Fingern vors Gesicht.

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Quelle: Tumblr.

 

„Psssst, hier spielt die Musik.“

„Man munkelt, aus jener Ecke, das der Begriff, der sexuellen Revolution mit dem Jahre 1968 verheiratet ist.“

„Aber es gab bereits einen sexuellen Wandel in den 20igern.“

„Paare lebten offenherzig zusammen.“

„Sie hatten Kinder ohne die Kirchenglocken miteinzubeziehen.“

„Damen hatten mehrere Sexualpartner.“

„Es gab sogar solche die mit zwei Männern zusammen lebten und Sex mit beiden vollzogen.“

„Ja.Ja.Ja.“

„Der Flapper.“

„Sexiness bis in die Zigarettenkrone.“

„Und einfach so, gab sie  in den Köpfen der Männer, dem Gipson Girl einen stilvollen Tritt in den Hintern!“

„Sie ist das neue Fantasiesymbol der stürmischen 20iger Jahre.“

„Die neue Traumfrau vermehrt sich schnell.“

„Kalender und Titelseiten zieren die Massenblätter.“

„Ihr Körper hat zwar nicht die Maße einer Sexbombe, wie wir sie kennen aber ihre provokante Darstellung lässt die Temperaturen, wie Lava im Herzen erglühen.“

„Und so passiert es, das Hollywood, das anspielungsträchtige Bild, einer dominanten Frau – aus dem Stand verschlingt.“

„Auf den Leinwänden toben sich Pin Up Girls aus, die ihre Sexualität offenherzig und selbstsicher einsetzen – ohne Beklemmungen.“

„Der Flapper lässt wie zuvor das Gipson Girl, die Männerwelt dahin schmelzen und die Frauen entdecken in ihr ein Vorbild von Freiheit und Unabhängigkeit.“

„Die Frauenwelt durfte ende der 20iger Jahre ihre Hoffnung immer weiter auf eine freie und unabhängige Zukunft bauen.“

„Aber als die 30iger  Jahre kamen, ertrank Amerika in der großen Träne, der Depression.“

„Es ist bestimmt keine ausschließlich Amerikanische Art, die Dinge so zu dramatisieren.“

„Aber es ist irgendwie  auch typisch oder?!“

„Ganz nach dem Motto:

„Wenn du jede Menge Spaß hast und dann – zack passiert etwas schlimmes, muss das natürlich bedeuten, das der liebe Gott Bestrafungen ausspricht.“

„Also Schluss mit den Partys und dem Spass.“

„Ob göttliche Bestrafung oder vielleicht auch dem Knall des Börsenkrachs von 1929, Amerika fällt durch die Rutsche einer beispiellosen Wirtschaftskrise.“

„Arbeitslosigkeit und Hungersnot.“

„Sich diszipliniert zusammen reißen – ist angesagt.“

„Katzbuckeln auf die bestmögliche Art und weise.“

„Unter dem Druck der puritanischen Vereinigungen akzeptieren die Studios in Hollywood einen Katalog mit Zensuren für ihre Produktionen.“

„Den „Hayse Code.“ Erstellt von dem gleichnamigen Senator, soll jene Richtlinien, von nun an, die Sittlichkeit des Geschehens und der Dialoge im Kino Gewehrleisten.“

„Außereheliche Beziehungen -fliegen wie eine Vogelschwarm davon.“ „Leidenschaftliche Küsse – vergiss es.“

„Lockere Tänze – sieht man am Horizont immer kleiner werden. Das auf die Leinwand geschmierte Amerika, hat sich dazu verpflichtet wieder brav zu sein.“

„In den Zeiten von Kriesen werden zuerst die Frauen wieder zurück an den „Herd“ geschickt.“

„Das beste Beispiel liefert hierzu die Entwicklung von „Betty Boop.“

„Zum Start, der ersten Zeichentrickserien ist sie ein echter „Flapper.“ Kurzer Rock.“

„Kleine Schmachtlocken.“

 

„Dann nimmt sich der „Hase Code“ die Bilder des schönen Vamps vor.“

„Jener einigermassen unabhängigen Frau, nur um sie wieder mit erhobenen Zeigefinger in die Küche zu bitten.“

 

„Und siehe da!“  „Die Röcke des schönen Wesens werden länger  und sie wird in traditionelleren Rollen gezeigt.“

„Nun ist die Schöne wieder zurück am Herd.“

„Ab dem Jahre 1934 gelingt ihr nichts mehr aus eigener Kraft.“ Sie wird zu einem Wesen, das ohne eine männliche Hilfskraft untergeht.“

„Dies sollte aber nicht bedeuten, das es die Darstellung von aufregenden Frauen nicht mehr gab.“

„Es gab sie aber nur im Bereich der gezeichneten Illustrationen.“

„Die echten Frauen, die auf der Leinwand dominierten, wurden in ihrer Freiheit „beschnitten“ und das Bild der Selbstbestimmten Frau verschwand aus den Kinos.“

„Allerdings brachte der Medienmarkt eine neue Generation, der gezeichneten Pin Ups ans Tageslicht.“

„Sie waren genau so gewagt, wie vor dem „Hase Code“ allerdings waren diese imaginär.“

„Nicht aus Fleisch und Blut, wie im Kino.“ „So waren diese Mädchen gerade noch akzeptabel.“

„Die sexy provokante Frau wird auf die farbenfrohen Titelseiten, der Blätter für männliche Leser verband.“ „Diese leicht schmuddeligen Magazine mit ihrem Mix aus Witzen und Filmklatsch, setzen das „Pin Up“ als halbkindliche Nackte ein, die nur den Verkauf ankurbeln soll.“

„Bis 1933 ein neues Magazin das Genre im Kern verändert.“

„Die Zeitschrift „Esquire“ war ein großes dickes Heft mit Artikeln von Träumen der Hoffnung, die den Eindruck erwecken sollten, als könne man die Sterne vom Himmel holen.“

„Jedes Heft zierte ein wunderschönes, riesiges „Pin Up“ zum aufklappen im Innenteil.“

„Bis dato hat es nie Pin Ups im Innenteil einer Zeitschrift gegeben.“

„Sie waren immer nur auf dem Titelblatt.“ Und als Cover verbreiteten sie den Eindruck, das es sich um ein Sexmagazin handelt.“

 

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Illustrator: Alberto Vargas für die Zeitschrift Esquire. Quelle: Tumblr

„Nun stand das im Herzen, der Zeitung  aufklappbare „Pin-Up“ auf einmal für Lifestyle.“

„Hier ging es alles andere als um Sex.“ „Diese erotische Schöne steht vielmehr für ein Attribut für den Lebensstil eines Mannes, der auf dem Weg nach oben ist.“ „Jemand der Erfolg hat – trotz der Träne, der Depression.“

Daisy grübelte und wippte in ihrem Sessel hin und her:

“ Mal angenommen, diese Zeitschrift wäre 1928 erstmalig erschienen, was denkst du mein lieber Pan, wäre sie ein Erfolg gewesen?“

Der Pan benötigte für jene Frage noch nicht einmal einen „Joker“:

„Nein, Daisy.“ „Diese Zeitung sollte genau zu dem Zeitpunkt, erscheinen, als es allen schlecht ging.“ „Wie ein Hoffnungsschimmer, der die Zukunft erstrahlen lassen sollte.“ „Den größten und reinsten Schimmer waren diese sauberen Mädchen.“

„Das neue an dem Magazin „Esquire“, war die Idee, das, das Pin Up um seiner selbst willen existierte.“ „Diese Fee war befreit von Hollywood und befreit vom Theater.“ „Sie war einfach eine neue unabhängige Art von Frau, die keinen anderen Daseinsgrund pflegte, als ihre Schönheit.“ „Ihre Sexualität und ihre erotische Anziehungskraft.“ „Um dem Konzept eines neuen „Pin-Ups“ zusätzlichen Zauber zu verleihen, versichert sich „Esquire“ der Mitarbeit des Illustrators „George Petty.“

 

„Mit den schimmernden Farben einer Spritzpistole verleiht „Petty“ seinen Fabelwesen lange Beine und dynamische Kurven.“ Das Bild eines frischem und athletischem Amerikas.   Um diesen neuen Geist der perfekten Frau ins Leben zu rufen greift „Petty“ in die Trickkiste:

„Man nehme den Körper einer 20ig Jährigen und gäbe ihr das Gesicht einer 15 Jährigen.“

 

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Illustrator: George Petty. Quelle: Tumblr

 

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Illustrator: George Petty. Quelle: Tumblr

 

„Ein anderer Meister der Pin Up Kunst ist: „Alberto Vargas.“ „Er liefert den Lesern von „Esquire“ eine Magie der Fantasie, die zwar greifbarer erscheint – tatsächlich aber noch idealisierter ist.“

„Zierlich.“ „Fein.“

„Sinnlich.“

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Illustrator: Alberto Vargas. Quelle Tumblr

 

„Aber auch das „Vargas-Girl“ wart die Norm.“ „Das Pin-Up Girl bleibt ein „Good Girl.“ „Ein rundum anständiges Mädchen.“ „Sexy aber respektabel.“

Der Pan  erhob sich von seinem Sessel und ging mit einer Eleganz auf Daisy zu, wie nur er es konnte. Sanft streichelte er dem liebeskranken Mädchen über ihre pur pur Bäckchen:

„Weißt du, ein Pin Up sollte der Frau schmeicheln und den Mann mit ihren Reizen in den Bann ziehen.“

„Sie sollte schön und sexy sein aber nicht mit einer Schlampe in die gleiche Schublade gesteckt werden.“

„Ein Pin Up sollte einen Funken, der Magie nach außen tragen.“ „Etwas das es dem Mann erlaubt, sie über ihrem Bett aufzuhängen, ohne das es peinlich aussieht, wenn die Eltern hereinkommen.“

„Nichts pornografisches also.“ „Ein Pin Up ist kein Aktmodel oder Porno.“ „Es sollte das Mädchen von neben an sein, zu der man nach einer langen und abenteuerlichen Reise, zurück kehrt und der man einen goldenen Ring um den Finger steckt.“

„Die Eine – die nur für dich da ist.“

„Jaaaaaaa.“

Daisy schniefte.

“ Genau das möchte ich für das Mädchen auf dem Stern  sein.“

„Die Eine…“

Der Pan versuchte das Mädchen abzulenken und fuhr fort:

„Amerika wird sich allerdings schon sehr bald – an diese Phantasie Freundin anlehnen.“

„Mit dem Start des zweiten Weltkrieges, schmiegen sich die „Vargas-Girls“ in das Sternenbanner oder ziehen sich die Uniform der Navi „über den Kopf.“  „Das Sexsymbol von der Haustüre neben an steigt auf – in den Rang einer Göttin des Krieges.“

 

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   Illustrator: Alberto Vargas Quelle Tumblr

 

„Das Magazin „Esquire“ gab zu jener Zeit eine Sonderausgabe heraus , die nur für die Soldaten in „Übersee“ bestimmt war.“

„Ganze Schiffsladungen wurden verfrachtet.“

„Und da passierte es auf einmal, hunderte von Exemplaren bewirkten ein: „Klick“, in den Köpfen der Männer.“

 

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Illustrator: Alberto Vargas. Quelle: Tumblr

 

„Angesichts des Erfolges der „Vargas-Girls“ befindet die Regierung, das die Pin-Ups für die Soldaten nun unverzichtbar sind!“

„1942 fordert das neu erblühte : „Office of  war Information“ das zur damaligen Zeit für die Propaganda zuständig war , die amerikanische Presse offiziell auf, die Truppen in Übersee mit ermutigen Nachrichten aus der Heimat zu versorgen.“

„Was gäbe es schöneres als ein Vogelschwarm schöner Mädchen, zwischen den Zeilen?“

Der Pan rieb sich seine Hände und grinste breit, wie nach jener Rucola Suppe, die Daisy ihm nach seiner getanen Arbeit im Wald gerne servierte.

„Und so kam es nun, das die Pin- Ups die Kampfzonen verschönerten.“ „Getürmt an den Wänden von Baracken, entdeckt man sie, als Taschentuch für Heimwehkranke Männer.“

„Manche landen unter der Haut – anderen zaubern sie Herzen, in die Augen.“

„Ein perfektes Fabelwesen, das der Vorstellung  Nahrung gibt, das „unsere“  Jungs da  draußen –  echte Kerle sind!“

„Schon bald flogen die ersten Pin-Ups  – gegen den Feind.“

 

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Nose Art. Quelle: Tumblr

 

„Ein Fräulein für jeden bestanden Einsatz.“ „Ein Glücksbringer.“ „Es kam wie es kommen musste.“ Jener Sonnenstrahl nahm in bitterer Zeit, einen solchen Raum ein, das es sogar einen eigenen Namen bekommt:

„Nose Art“.

„Das Pin-Up, die meist die Kopie eines „Petty oder Vargas-Girls“ war, wurde von nun an mit der Mission verheiratet.“ „Es wird zu einem Symbol, das die Männer an der Front mit der lieben „Heimat“ verbunden haben.“

„Für die Männer verkörperte das Pin-Up die ferne, süße Verlobte.“

 

 

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           Illustrator: Alberto Vargas Quelle Tumblr

 

„Ein Fräulein, für das es sich lohnte zu kämpfen.“ „Es beruhigte aber auch die Damenwelt, die zurück geblieben war.“ „Die Bilder waren nicht schmuddelig oder scharmlos.“

„Die Soldaten sollten schließlich nicht davon ausgehen, das ihre daheim geblieben Damen genau die gleichen sexuellen Bedürfnisse haben, wie sie selbst.“

„Als die Amerikanische Postbehörde einmal äußerte, das ein bestimmtes „Vargas-Mädchen“ einmal zu weit ginge, mit ihren Reizen, bestand sie darauf die Pin-Ups aus dem Magazin zu entfernen. “

„Doch der „Stirnklatscher“ der Militärischen Führung setzte sich durch.“

„Weil jene Soldaten zur damaligen Zeit nichts anderes zum Trost hatten.“

„Außer ihre Pin- Ups. “

„Man munkelt sogar, das es Fotos von Gefallenen gegeben haben sollte, die beim sterben ihr Pin-Up in der Hand hielten.“ „Ihr galten, die letzten Gedanken.“ „Das Pin Up war zu einem Sinnbild für Amerika geworden.“

„YANK“, das offizielle Magazin der Streitkräfte lässt Woche für Woche ein neues Pin-Up auf der letzten Seite rekeln.“

„Meist spärlich bekleidete Stars und Sternchen, die Hollywoods Studios der Armee zur Verfügung stellen.“ „Von jetzt an ist das Pin-Up nämlich aus Fleisch und Blut und es ermutigt, die Truppen an der Front sogar mit einem Besuch.“

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Foto: Betty Grable. Quelle: Tumblr

„Das Pin Up, das wie keine andere den Geist, der Zeit verkörpert ist das Bild von „Betty Grable“, wie sie mit einem verführerischen Blick, in einem  Badeanzug gekleidet, über die Schulter blickt.“

„Die Pose war weder von einem Theaterstück noch einem Film.“ „Sie war  die lebende Kopie, der Zeichnungen von „Vargas“ und „Petty.“

„Die Schwemme der Fotografien im „YANK“ beendeten somit die Ära der gezeichneten Pin-Ups in den Magazinen. “ „Nun erwarteten die tapferen Soldaten – echte – leibhaftige  Mädchen.“

„Auch wenn sie nicht so perfekt erschienen, wie die gezeichneten Schwestern.“

„Im weiteren Verlauf des Krieges passierte es, das immer mehr „normale“ Frauen das Pin Up für sich entdeckten und  sich sogar gegenseitig  fotografierten.“  „Zu jener Zeit waren Frauen aber auch gesuchte Arbeitskräfte, es mangelte nämlich an allen Ecken und Kanten, nach Ersatz für die Männer, die der Armee dienten.“

„So kommt es, wie es kommen musste.“ „Die Propaganda entdeckt die Amerikanerin, als Heldin der Armee.“  „Mit dem Zugpferdchen:“

 

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Rosie the Riveter. Quelle: Tumblr

„Rosie the Riveter,“zeigt sich schnell, das Frauen genau so gut mit anpacken können, wie Männer.“

„Und schon wieder ist es ein Krieg gewesen, der den Frauen ermöglichte, nicht nur handwerkliche Möglichkeiten zu erlangen, sondern auch finanzielle Unabhängigkeit.“

„Jene Möglichkeit die ihnen einen anderen Horizont aufgezeigt hat, als die Küche ihrer eigenen „Vier Wände“.“

„Im Gegensatz zu den 20iger Jahren allerdings ist die Stimmung dieses mal nicht ganz so prickelnd.“ „Nach dem Krieg war die amerikanische Gesellschaft alles andere als begeistert – nahezu erschrocken, über das Mädchen, das zu einer Frau wurde und die sie aus reiner Notwendigkeit erschaffen mussten.“ „Zwischen 1941 und 1946 hieß es:“

„Hilft euren Männern – geht in die Fabriken!“

„Leistet euren Beitrag!“

„Nach dem Krieg allerdings, wollte man alles am liebsten wieder zurück nehmen.“

„Weil die Frauen unabhängig bleiben wollten.“

„Dies führte zu einer Kulturellen Verschwörung um den Frauen einzutrichtern:

„Das ist nun alles vorbei und wer daran festhält – hat nicht mehr alle Zacken auf der Krone!“

„Die wirtschaftliche Bombe der 50iger Jahre, führte zu dem Entstehen, der Massenkonsumgesellschaft.“ Den Frauen wurde nun ein neuer amerikanischer Traum ans Herz gelegt.“

„Ein Hoch aufs traute Heim, sowie Ehe und Mutterschaft.“

„Der liebe Vati geht arbeiten, während sich die Mutti als Schmetterlings Königin, des Haushaltes entfalten darf.“

„Und so geht das „Pin-Up“ wieder zurück in ihre Küche – wo alles seinen Ursprung nahm.“

„Egal wie unglaubwürdig die Inszenierung.“ „Hauptsache  man sieht Sternchen in den Augen.“

„Ein Fräulein, das die Norm bewahrt und doch begehrenswert ist.“

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Illustration: Art Frahm. Quelle Tumblr

 

 

„Das „NEUE“ Mädchen von nebenan hat allerdings einen großen Vorteil.“

„Es bietet sich dem Mann da ohne ihn in die Flucht zu schlagen.“

„Auf den neuen Bildern hebt sie keinesfalls aus Absicht ihren Rock, damit alle ihren Schlüpfer bestaunen können.“

„Dies würde sie zu einer Schlampe machen.“ „Sie ist anständig.“ „Ihr passieren Missgeschicke, so das man auf den Bildern sehen kann, wie beispielsweise ihr Morgenrock an der geschlossenen Türe hängen bleibt, als sie die Zeitung von draußen  hereinholt.

 

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Illustrator: Art Frahm. Quelle Tumblr.

 

„Und sie macht: „OOOOOhhhh!“

„Diese unfreiwillige Enthüllung lässt sie ein gutes Mädchen bleiben, bei dessen Anblick sich die Männerwelt denken darf, das sie sehr schutzbedürftig ist.“ „Es ist der Startschuss einer Verherrlichung, ja beinahe lächerlichen jungen Frau, deren Sexepil darum kreist das sie  sich ihrer Sexualität  nicht bewusst ist.“

„Und  ihr genau aus diesem Grund, diese kleinen Unfälle passieren.“ „Es gibt in dieser Zeit immer mehr Darstellungen – jener „zufälligen“ Enthüllungen in der Öffentlichkeit.“ „Der Witz ist nicht die Naivität oder dem bewussten Einsatz von Sexualität.“

„Der Witz liegt in der Öffentlichen Demütigung der Frau.“

„Der bis dato noch unbekannte Illustrator: „Art Frahm“ macht diesen Gag zu seinem Markenzeichen.“ „Zwischen 1950 und 1960 zeichnet er eine ganze Serie von Kalenderblättern.“ Ohne Worte aber immer mit der gleichen Massage: „Upssss ich hab mein Höschen verloren.“

„Wenn man sich jene Bilder etwas genauer betrachtet, entdeckt man schnell, das diese Mädchen nie die Hände frei haben.“ „Sie sind immer bildschön gekleidet. Sie tragen den Einkauf oder haben Schirm und Hund in der Hand.“

„Sie werden von Männern aus der Arbeiterklasse beobachtet.“

„Hier beginnt das Interessante an den Bildern.“  „Der Unterschied, der verschiedenen Klassen.“ „Es sind entweder Frauen aus der Oberen oder der Mittelschicht, die auf einmal vor allen Leuten hilflos dar stehen.“ „Der Wind bläst ihr den Rock hoch auf der uns abgewandten Seite.“ „Der Mann hinter ihr allerdings  sieht ihren entblößten Hintern.“ „Es sind Polizisten.“ „Postboten oder Strassenarbeiter.“

„Gewöhnliche Männer also.“

„Auf diesen Bildern bekommen sie etwas zu sehen, das sie sonst nie zu Gesicht bekommen würden, weil die Frau einer höheren Schicht angehört.“

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Illustrator: Art Frahm. Quelle Tumblr

 

„Selbst auf der Glimmerleinwand bleibt das „PIN-UP“ blond,  naiv und sexy.“ „Mit Marilyn Monroe schmiedet Hollywood jenen Diamanten – eines umwerfend verlockenden Dummchens.“

 

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Marilyn Monroe by Milton H. Greene,                       

New York, 1954. Quelle: Tumblr

 

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                                                            Jayne Mansfield Quelle: Tumblr

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Mamie Van Doren. Quelle: Tumblr

„Als Jayne Mansfield mit ihren roten Pumps die Szene betritt, nimmt das „PIN-UP“ Cartoonartige Maße an: 102/53/91.“ „Die Schauspielerin ist sich ihrer Rolle als Sexsymbol zwar bewusst, die man in ihr auf die Stirn einbrennt, sie verbleibt aber trotz einem höherem IQ in der Rolle des Busenwunders festgefahren.“  „Amerika hat beschlossen, das sexy geistlos sein muss.“

„Und keinem kam in den Sinn etwas dagegen zu haben.“

„Mit Mamie Van Doren schließt sich der Kreis des Trio’s, der späten 50 iger Jahre „PIN-UP’s.“  „Drei niedlich-blonde Püppchen, die die Herzen höher schlagen lassen und die Kinokassen füttern.“

„Mamie Van Doren wurde 1931 geboren.“

„Sie folgt dem glitzernden Weg eines jungen Mädchens, die vom Starruhm träumt.“

„Die schöne Blonde posiert für Alberto Vargas.“

„Sie singt.“ „Schauspielert und tanzt.“ „Zu jener Zeit galt sie auf der Besetzungsliste eines Films als funkelndes Plus.“ „Doch auch sie wird auf ihren Körper reduziert und ihre einzige Rolle – bleibt die des PIN-UP’s.“

„Daisy erhob sich und bettelte vor dem Pan, sie so zu fotografieren, wie die „Vargas- oder „Petty-Girls“ ganz in der Hoffnung, das das Mädchen auf dem Stern sie findet und sich Daisy  als ein „Pin-Up“ an die Wand heftet.

Der Pan hob den Finger:

„Bedenke immer kleine Daisy: Ein PIN-UP zu sein, ist eine Kunst, die wohl beinahe fast jedes Mädchen, das etwas von sich hält und der damaligen Zeit zuzwinkert, zu beherrschen versucht.“

„Alles was man tut. Jeder Blick muss von innen herauskommen.“

„Es geht nicht nur darum ein schönes Foto zu machen. “

„Alles muss so aussehen – als ob du nicht posierst. Man darf nicht in einer Pose versteinern.“

„Natürlichkeit und der eine Blick – der wie ein Blitz durch den ganzen Körper übergeht.“

„Ja,jaja.“

Sprach Daisy aufgeregt.

„Ich möchte es versuchen.“

Der Pan erhob sich aus seinem Sessel und suchte seine Kamera, die er  letztes Wochenende, bei der Prinzessin vergessen hatte.  Er erzählte mit einer Begeisterung in der Stimme weiter, so das die anderen Waldbewohner neugierig wurden und ans Fensterbrett traten um zu lauschen, was drinnen vor sich ging.

„Geschmeidig und kurvig, wie die drei Grazien.“

„Allerdings alles andere als blond und langweilig.“ Die Rede ist von keiner anderen, als der schwarzhaarigen Schönheit – Betty Page.“

„Mein  absoooooolutes Lieblings Pin-Up!“

 

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Betty Page Quelle: Tumblr

 

Der Pan frohlockte um Daisy nicht eifersüchtig zu machen.

„Ein neuer frischer Wind, des PIN-UPs betritt mit „Page“ die Szene der 50iger Jahre.“

„Ihre Laufbahn beginnt nicht etwa unter den Scheinwerfern Hollywoods, sondern in diversen Clubs, wo sie für  Amateurfotografen Model steht und in Sadomaso Filmen ihre Aufmerksamkeit erregt.“

 

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Quelle: Tumblr

„In ihrer Karriere zwischen 1951 und 1957 designed Betty Page eine überaus rebellische Version von Erotik und Naivität.“

„Ihr nettes und freundliches Wesen, verhalf Betty jetzt endlich bestimmt zu ihrem Erfolg.“

„Sie erschien zu einer Zeit, als Stripperinnen ziemlich „trashig“ waren.“

„In Wasserstoffblonder Farbe getränkt und mit blauen Flecken.“

„Und dann ging die Sonne auf: Betty Page kam.“ „Wunderschön.“

„Fröhlich.“  „Unschuldig.“ „Offen und natürlich.“

„Die meißten Leute wussten zudem auch nicht, das sie ihr Geld vor allem als Model für Witzblätter verdiente.“

„Zum Beispiel in der Zeitschrift „Girls and Gags“ – doch auch dieses Blatt lebte nur davon Frauen in lächerlichen und demütigen Situationen zu zeigen.“

„Das besondere an Betty war jedoch, das ihre Posen so überzogen und übertrieben im Ausdruck gewesen sind, so das man einen völlig anderen Eindruck bekam“Bei ihren Bildern sieht man sofort, das es nicht ernst gemeint ist von ihr.“
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Quelle: Tumblr

 

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Quelle: Tumblr

 

„Man merkt, das Betty den Spieß umdreht und zeigen will, das sie es ist, die sich lächerlich macht.“

„Im Jahre 1959 beendet Betty Page mit 34 Jahren ihre Karriere.“

„Sie konvertiert zum evangelikalen Christentum.“

„Die Königin der PIN-UP’s möchte Missionarin werden.“

Der Pan holte zugleich ein Taschentuch aus der Schublade hervor um seiner Traurigkeit kund zu tun.

„Was für ein Abgang.“

Er schüttelte entsetzt den Kopf.

„Und Marilyn Monroe stirbt 1962.“

„Eine Ikone verlischt, wie eine Kerze im Wind und eine neue Zeit bricht an.“

„Schluss mit den langweiligen Werten, der 50iger Jahre.“

„Die sogenannten „Babyboomer“ wollen von jenen anständigen Werten – nichts mehr wissen.“ „Vietnamkrieg.“ „Rassentrennung.“

„Die komplette Gesellschaftliche Ordnung wird in die Waschmaschine gesteckt und auf 60 Grad gekocht.“

„Alles wird in Frage gestellt.“

„Hippie Kultur und Frauenbewegungen sind die angesagten Kleider, die man für eine sexuelle Revolution von nun an tragen möchte.“

„Das PIN-UP wird nebensächlich.“

„Mamie Van Doren macht sich die neue Zeit allerdings zu ihrem Freund.“

„Sie posiert nun nackt für den „Play Boy“. Jenes Magazin das von „Hugh Hefner“ 1953 gegründet wurde.“

„Er griff nach dem „Zaubertrick“, den die Zeitschrift „Esquire“ zwanzig Jahre zuvor erfunden hatte:

„Man nehme eine Mischung aus fundierten Artikeln, frechen Fotos und Lifestyle.“

„Der gute Hefner knöpfte bewusst an die alte Tradition, des erfolgreichen Vorbildes an und schaffte es sogar den Meister der PIN-UP Art: „Alberto Vargas“ für sein Magazin zu gewinnen. “

„Aber hier kommt das Zeichen, der Zeit ins Spiel: Der zentrale Punkt jedes Heftes ist das „Playmate“eine  etwas veränderte Version der gezeichneten Ikone.“

 

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Illustrator: Alberto Vargas für den Playboy ca. 1961

Quelle: Tumblr

„Keine Frage die Playmate’s posierten eindeutig im Stil eines Pin-Ups, die Basis des Zaubers für eine Inspiration jener Fotos, war also eines aus der Vergangenheit zum neuen Leben, wieder wachgeküsstes Genre.“

„Und wenn wir zurückblicken, merken wir schnell was „Hugh Hefner’s“ „Pin-Up-Mädchen“ ausmachte – Natürlichkeit.“

„Und Natürlichkeit machte diese Zauberwesen eben sehr charmant.“

„Die Playmates waren normale Mädchen anders als bis dahin bei den Pin-Ups üblich.“

“ Viele waren keine Modelle oder Schauspielerinnen.“

„Der Herr legte nämlich großen Wert darauf, das sie dem Typ: „Das Mädchen von Nebenan“ entsprachen.“ „Aber eines war anders als in der Vergangenheit.“

„Dieses Mädchen würden die Männer nicht mehr heiraten wollen.“

„Das Pin Up war damals  ihre „kleine Freundin“  und später vielleicht sogar die fürsorgliche und liebevolle Ehefrau.“

„Sie haben Hoffnungen und Träume geschenkt wo sehr negative Energien herrschten.“

„Aber ein „Playmate“ bleibt eben doch nur ein „Playmate“.

„Ein Spielzeug.“

„Und schon im nächsten Heft würde sie von dem nächsten Spielzeug abgelöst werden.“

„In den ersten Jahren des Magazins wirkt das „Playmate “ noch wie die kleine Cousine des Pin – Up Mädchens aber in den späten 60 igern setzt sich die Ganz-körper-nacktheit durch.“

„Bis zu den Schamhaaren wurde alles gezeigt.“

„Und somit lässt die liebe Cousine das Pin-Up Girl wie eine ältere Dame im Rollstuhl aussehen.“

„Die Pin-Ups verkauften sich nicht mehr weil die Magazine voll waren von nackten Frauen.“

„Männer die Pin-Up Hefte gekauft hatten um sich ein wenig Zauber von sexueller Anregung, durch den Anblick des netten Mädchens von nebenan zu holen, und das Genre hieß ja damals  eindeutig „Good-Girl-Art“ betrachten nun lieber Mädchen mit einem Luftkuss von Schmutz.“

„Trashig.“ Das „Good-Girl“ Pin-UP Geschäft ging also zurück und die Verlage hungerten nach etwas Neuem. „Sie brauchten  Illustratoren, die weiter und tiefgründiger gingen.“

„Selbst der König der Meister springt auf den Zug der Zeit.“

„Das naive „Vargas Mädchen“ war nun keine „Jungfrau“ mehr.“

„Andere Zeiten.“

„Andere Oberweiten.“

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Illustrator: Alberto Vargas Quelle Tumblr

 

„Die Pin Ups wurden schamlos.“ „Sie ließen ihre BH-Träger los und zeigten ihre Brüste.“

„Und dies ruinierte alles.“

„Man sah nur noch eine Schlampe.“

Solche Bilder  konnte man auch nicht mehr  an die Wand hängen – aber es war auch nicht spannend genug um es bei Bedarf unter der Matratze hervor zu holen.“

„Als die Pin-Up Mädchen versucht haben böse Mädchen zu werden, schrieben sie ihr Todesurteil.“

„Als das liebe Mädchen versucht hatte mit einer „Brustvergrößerung“ und der Nacktheit zu konkurrieren, verlor es den Kern seiner Seele.“

„Amerikas „kleine“ Verlobte verschwindet nach und nach von der Szene.“

„Ende der 90iger Jahre haucht das Burlesque Revival: Dita van Teese, dem Pin-Up neuen Atem ein.“ „Hingebungsvoll Retro.“

„Sexy. Weiblich.“

Wenn du mich fragst, liebe Daisy Herz, ist Dita das Schönste Pin-Up Mädchen, in dieser Zeit.

 

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Quelle: Tumblr

 

 

 

 

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Dita Van Teese  Quelle: Tumblr

 

„Das Pin Up Mädchen ist die perfekte Figur um die Kunst des Striptease – ironisch frech zu überhöhnen.“ „Es waren Frauen, wie du Daisy, die das Pin Up Girl wieder entdeckten.“

„Die Frauen in dieser Zeit, sahen die alten Fotos und schwärmten für den Look.“

„Sie finden ihn sexy, provokativ und nicht zu offensichtlich sexuell.“

„Wenn ihr mich fragt, ist es eine Reaktion auf die Allgegenwart, der Pornografie.“

„Viele Frauen waren  nie echter Pornografie ausgesetzt.“

„Dem Zeug, das man in einem Sexshop kaufen muss.“

„Und auf einmal bricht die Welle des Internets herein.“

„Und alles ist voll damit.“

„Die Frauen haben es gesehen und meinten sie müssten sich dazu dementsprechend verhalten.“

„Das Pin-Up zeigte ihnen einen Weg, wie sie sein wollten.“

„Und was möchten die Frauen?“

„Sie wollen hübsch sein.“

„Wir können nicht 10000  Jahre Evolution, mit dem Küchentuch weg wischen und ignorieren.“

„Es ist doch so:“

„Seit dem ersten ticken der Uhr, ist die Frau die Lockende und der Mann der Verfolger.“

„So möchte jede Frau für sich, das sich die Leute nach ihnen umdrehen.“

„Sie wollen einem im Kopf bleiben.“

„Daisy du bist nicht allein.“

„Das Pin-Up ist dafür die perfekte Vorlage.“

„Was mich persönlich so fasziniert, ist das das heutige Pin-Up nicht mit dem Pin-Up von damals zu verwechseln ist.“

„Selbst wenn sie sich die gleichen Frisuren oder Posen machen.“

„Das macht das Phänomen so interessant.“

„Dieser Bruch. Die Omas oder Uromas der jungen Frauen von heute wären niemals als Pin-Up, schön oder Glamourös  gegolten, wenn sie einen Arm voller Tattoos oder eine füllige Figur gehabt hätten.“

„Das ist das radikal neue an den heutigen Pin-Ups.“

 

Der Pan musterte das kleine Mädchen. Endlich fand er auch seine Kamera. Er positionierte Daisy an eine weiße Wand nachdem sie sich ihre Lippen in der Farbe der Rose schminkte. Und einfach so wurde sie zu jenem Mädchen von Nebenan. Ein Mädchen das du heiraten möchtest. Ein Mädchen das dir Hoffnung geben möchte aber vor allem ein Mädchen, das nur dir alleine gehören möchte.

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Für Alexa van Unique

Selbst wenn sie diese Zeilen  niemals finden wird – sie wünscht sich nichts sehnlicher als dein Pin-Up Mädchen zu sein…

 

Quellenangaben: Dokumentation im Fernsehen über  „Pin-Up“, Tumblr, Wikipedia, Illustratoren: Art Frahm, George Petty, Alberto Vargas. Alle Fotografien sind von: Tumblr.

 

Make a wish

Es gab zu jener Zeit, kein Fräulein im Walde Glaube-Liebe-Weisheit, das man in ihrem stillen Kämmerlein, so oft hatte beten hören. Die Tage an denen sich Daisy, aus tiefsten Herzen, den älteren Herzen hingab – zeichneten ihr eigenes. Nein abstumpfen wollte sie niemals. Aber viele Dinge, die in ihrem Umfeld passierten oder schweigsam unter den Teppich gekehrt wurden, verlangten nach einer Erklärung oder einem Sinn. Daisy war vielem nicht gewachsen. Aber aufgeben kam für das Mädchen nicht in Frage. Dafür liebte sie die älteren Herzen viel zu sehr. Aufgeben war etwas für Schwache in dieser Welt. Für Jene, die Daisy aufrichtig dafür lobten, kranke und ältere Herzen zu betreuen, es aber noch nicht einmal fertig brachten, die älteren Herzen aus ihrer eigenen Familie zu umsorgen. Daisy konnte es mit ihrem Herzen weder nachvollziehen noch begreifen. An solchen Abenden wünschte sie sich nichts sehnlicher als eine starke Schulter – an der sie sich anlehnen konnte. Einen Arm in den sie sich einschmiegsam,wie eine Katze, hinein kuscheln durfte.

Das Herz schreit

ein langes Lied der Sehnsucht.

Trotz der Warnung des Einhorns, fasste sich Daisy in ihr Innerstes und holte aus der hintersten Ecke ein Stück Leib, ihres Herzens hervor. Sie verpackte es in hübsches Geschenkpapier um es der Nymphe, zusammen mit einer Nachricht – per Brieftaube zu schicken. Doch die Taube kehrte nicht mit einer Antwort zurück. Manchmal antwortete die Nymphe so lieb, das man glaubte, sie hätte Daisy Vanille Kipfel geschickt. Nun schwieg sie aber die Prinzessin an. An manchen Tagen kam sich Daisy zuweilen auch ziemlich dumm vor. Weil sie die Nymphe meistens nur als einen schweigsamen Baum kannte. Aber wie gerne wollte Daisy sie einmal richtig kennen. Und wie lang schon schwieg sie Daisy an, es schien beinahe so, als ob die Prinzessin ihr etwas angetan hätte.

Irgendwann einmal, fragte sich das einsame Mädchen schließlich, warum der liebe Gott, die Bahn Schienen ihres merkwürdigen Lebens, so ausrichtete, das Daisy nicht die Chance haben durfte, ihren Zug in den Bahnhof der Nymphe fahren lassen zu können. Warum waren die Schienen zu ihr zerbrochen? Und auch wenn jene Fragen vom Winde verweht wurden und Daisy weder heute noch morgen eine Antwort bekam, würde das Mädchen weiter beten. Nur anders. Da die Nymphe sie leider als Baum anschwieg, galt Daisys Gebet nun dem größten Stern am Himmel.

Daisy glaubt fest daran, das auf jenem Stern, der liebe Gott ihr eine Dame zusammen bastelt. Jemand, der nur ihr allein – ein Schlaflied singt. Eine Unbekannte Schöne. Mit roten Locken – die leuchten, wie das Herz des Herbstes selbst. Mit Sternenstaub – den sie auf der Schläfe tätowiert hat. Ihre Steampunk Brille trägt sie nur auf dem Kopf, wenn sie gerade mal nicht versucht aus dem Stern, auf dem sie sitzt, ein Motorrad zu bauen. Ja genau. Ein Motorrad, mit dem sie zu Daisy nach unten kommen kann.

Ssssshhhhhhhhhhhhh.

Als ein Zeichen, der Ehrlichkeit, trägt die Dame ein Vogel Engelchen und ein Teufelchen auf ihrem Dekolleté. Und da sie wie Daisy an die wahre Liebe glaubt, hat sie mit dem schönsten Stift, eines Sternes, die Worte: True Love auf ihrer Haut eingraviert. Nun. Da der liebe Gott sie ja gerade für das Mädchen zusammen bastelt, nennen wir die Dame doch einfach:
True Love

Und da ihre Herzlichkeit, den ganzen Himmel erstrahlen lässt – krönte der Liebe Gott ihren Hals.

Von jenem Tage an, fand die Prinzessin einen Funken Hoffnung in dem hellen Stern wieder. Jedes mal, bevor sie mit ihrem Käfer: „Hugo“ zu den älteren Herzen fuhr, schaut das Mädchen,von nun an, zu ihrem Stern empor und flüstert im zu:

„In der Ferne – wo der hellste Stern am Himmel steht.“

„Dort oben, wird das Herz geschmiedet, welches gerade auch an mich denkt und vielleicht sogar auch gerade, eine Träne der Hoffnung um mich weint.“

„In der Ferne – spricht sie vielleicht auch ein kleines Gebet dafür, das wir uns finden werden und ihr Motorrad bald fertig gebaut ist.“

„Auch wenn ich weiß, liebe „True Love“ das uns der Himmel von der Erde trennt, deine Wünsche und Sehnsüchte, werden in Erfüllung gehen, in dem Moment, wenn dein Stern in den Schoß meines Herzens fällt.“

„Und wenn wir dann zusammen sind, werde ich dein Herz, im Mantel einer Umarmung, so fest an mein Herz halten, so das es zu einem Ganzen – einem großen Herzen wird.“

„Und nichts und niemand wird uns je trennen können.“

„Keine Rederei, keine Intrigen und keine Lügen- sollen unsere Herzen jemals voneinander trennen.“

„In der Ferne, bitte, bitte lieber Gott, das wünsche ich mir so sehr.“ „Da soll das Mädchen meiner Träume auf mich warten.“

„Bitte „True Love“ warte auf mich.“

Gewidmet der Frau, in der Ferne. Ich glaube an uns.

Dream a little dream

Sobald die Sternenfeen, die Teelichter in den Sternen anzünden, scheint die Nacht einen Ort, der Magie zu werden.  Der Sternen Regen glitzert auf die Menschen nieder. Der Wald: „Glaube-Liebe-Weisheit“ legt sich in sein Federbett, selbst wenn Daisy kein Auge zu tun kann.  Der silbern, schillernde Mond, weißt ihr die Richtung zu jenem Nachtspaziergang. Glühwürmchen lassen in ihrem Herzen eine Rose erblühen, selbst wenn das Mädchen, die Tiefgründigkeit ihrer Tränen auf die Probe stellt. Daisy liebt es durch die Nacht zu schweben und Gedankenlos, den Kern eines Traumes zu begreifen. Und dort, wo die Vöglein ihr Bett zwischen den Zweigen, eines Baumes verwurzelt haben, gibt Daisy in Gedanken ihrem Traum – ein „Gute-Nacht-Kuss.“

Sie flüstert es beinahe, sich mit ihrem Traum verwurzeln zu dürfen um ein Wunder zu vollbringen. Manchmal hat das Herz, der Prinzessin, den Wunsch in der ihren Traumwelt, der Traumwelt der Nymphe – einen ihrer Ballerina Füßchen hinein zu setzen. Daisy möchte im Traum, die Figur sein, die sich das Herz der Nymphe gerade wünscht.

 

„Wir erklären, den Feen, sie mögen bitte die Sterne nicht allzu schnell für das grelle Sonnenlicht auspusten.“

„Vielleicht, können Wünsche erhört werden, wenn wir fest daran glauben, das man sich im Traume eines anderen begegnen darf.“

„Erzähle mir, das glückliche Ende eines Märchens und wiege mich mit deinen Küssen in den Schlaf.“

„Versprich, das ich dir fehlen werde, wenn dir die Sonne sanft, deine Bettdecke vom Körper streift.“

„Vielleicht schaffe ich es ja sogar, dich im Traume  verzaubern zu können.“

Weil Daisy in der Realität einsamer ist , als das Wehklagen ihres Herzens es je zugeben wird, erhofft sie sich eine Zuflucht, der in dem Wunsch deines Traumes liegt. Eine Nacht, die sie im Traume in dem Kern, deines Herzens verbringen darf, würde sie unendlich glücklich machen.

„Liebe Nymphe, weil ich einmal in meinem Leben nur bei dir sein möchte, bitte ich den größten Stern, der vom Himmel fällt, darum mich zu erhören.“

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Foto: Daisy Herz

 

Und als Daisy sich in jener Nacht – in ihr Bett legte und sich mit dem Bärenfell, der Wärme, ihre Unschuld zudeckte, da glaubte man sie leise flüstern zu hören:

Dream a little dream of me…