Das Einhorn “Deep Ocean”

Nein. Dieses Jahr nicht. Daisy spürte es bis in ihre Zehenspitzen. Dieses Jahr würde das Mädchen zu Weihnachten, die Glöckchen der Rentiere hören. Und was ist mit Krampus? Krammmm – pus? Hö? Nein. Den kennt Daisy dann nicht mehr. Daisy erscheint es beinahe so, als würde jemand die Zeit für sie umstellen. Nur um in die Vergangenheit zu reisen und alles in ihrem Leben wieder gut zu machen. Wer auch immer da oben die Zeiger dreht. Daisy möchte sich vom ganzem Herzen bedanken. Vor allem, weil man dem Mädchen noch vor Weihnachten den Wunsch erfüllte, das es ihrer Hündin “Von und Zu Zuckerguss”  wieder besser geht. Daisy`s Herz hätte es nicht ertragen können, wenn eine Macht, die so stark ist, das sich die Blätter in Großmutters Garten – schwarz färben, von ihrer Hündin Besitz ergriffen hätten. Danke Gott, das du Daisy diesen Schmerz  erspart hast. Für eine neue Zeitspanne darf Daisy wieder hoffen, das, das Fräulein: “Von und Zu Zuckerguss” mit nach Berlin kommt. Zusammen mit ihren Katzen: “Käpt’n Schnurrbart” und der kleinen Prinzessin “Sternen-schnee.”

 

Ja. Liebe ist es. Liebe die Daisy fühlt. Sie ist so glücklich und voller Hoffnung, wie es sich für ein Mädchen in dem Alter einer Rosenknospe gehört. ( 23? 32?23?) Daisy weiß nun, das alles aus einem Grund passiert. So viele Jahre lang, hatte man versucht ihrem inneren Kind einen Strick zu verkaufen. Beinahe hatten sie es geschafft – es zu töten. Beinahe würde Daisy Herz nie mehr in ihren Wald zurück kehren können. Weil für Erwachsene jener Weg zu Grunde geht, vor der Kreuzung: “Herzenswunsch.” Aber ihr Kind hatte all die schweren Schlachten überlebt. Die beste Entscheidung, die Daisy je geschlossen hat, war jene, wieder zur Schule zu gehen. Weil es eine Schule ist, die das innere Kind hegt und pflegt. Es ist eine Schule für Rohdiamanten. Diamanten die in drei Jahren Ausbildung – so geschliffen und poliert werden, das sie am Ende, nach dem bestandenem Examen, wie ein DC Held, in die Welt hinaus gehen, um anderen Menschen helfen zu können.

 

 

Daisy liebt all ihre Klassenkameradinnen. Die nur aus Fabelwesen und nicht aus Menschen bestehen, wie in ihrer ersten Ausbildung zur “Papierschreiberin.” Und sie vergöttert die Jungs in ihrer Klasse. Weil ihnen die Treue derer Herzen, die sie lieben über alles geht. Nein. Es sind keine kleinen Jungs. Es sind Männer. Alle, wie sie da sind. Alle. Auch wenn das Mädchen ab und zu den kleinen aber feinen Traum pflegt, einem einzigen Mann, aus ihrer Klasse, am liebsten mal an den Hinterkopf zu packen – nur um ihn mit dem Gesicht in eine Kirschtorte zu klatschen. Vielleicht würde er dann ja merken, welch ein Glück ihm durch die Lappen geht. Aber hey, vielleicht ist er einfach noch zu jung, um zu begreifen, welch ein Glück er für sich in Anspruch nehmen kann.

Warum ergreifst du jenes Glück nicht, welches Daisy Herz nicht haben darf?

Aber hey, vielleicht erwartet Daisy ja zuviel von ihm. Vielleicht muss er selber die Erfahrung machen, das wenn, das Glück jemanden Brücken baut, jene Brücken nicht für alle Zeit halten können. Eines Tages wird das Glück vor unserem Auge zusammen brechen. Glück ist nichts was ewig Bestand hat. Eines Tages lieber kleiner Pan, wird das Glück damit aufhören an deiner Türe zu klopfen. Weißt du wie einsam es sein kann, wenn keiner an deiner Tür klopft? Selbst jene Schneeflocken Prinzessinnen, die mit ihrem aufgespannten Petticoat federleicht auf den Fenstern zu jenem Träger der Hoffnung gleiten, können von den lauten Tränen, der Stimmen aus Einsamkeit, nicht mehr erhört werden. Einsamkeit. Ja, Einsamkeit kann grausam sein. Und das wünscht dir Daisy NICHT. Weil sie weiß, wie sich das anfühlt. Gott erspare dir eine solche Zeit.

Wie vielleicht einige schon wissen hat Daisy eine Vorliebe für Einhörner. Wisst ihr noch, wie sie damals mit  Fräulein “Von und Zu Zuckerguss” nach Berlin reiste um jemanden zu besuchen, der sich ihr als ein Einhorn verkaufte? Jenes Horn auf ihrem Kopf, bestand nur aus einem billigen Plastik und nicht aus Elfenbein. Ich weiß noch, wie sie an jenem Moment aufsprang – sich umdrehte und ging. Obwohl geplant war, das sie eine ganze Woche lang bei dem Einhorn bleiben sollte. Oh man. Wie sich Daisy erschrocken haben muss, als sich herausstellte, das es nur um eine gewöhnliche Stute handelt. IIIIIiiihhgittt.

 

 

Aber jetzt. Jetzt glaubt Daisy wahrhaftig daran, ein wahres Einhorn gefunden zu haben. Ihren Studien zu folge erkannte man ein Einhorn daran, das sich (mit dem Stethoskop) sein Herzschlag so anhört, als könnte man das Meer rauschen hören. Man kann es auch mit dem Geräusch einer Muschel vergleichen, die man sich ans Ohr hält. Es gibt keine schöneren Geschichten, als jene, die eine kleine Muschel in ihrem Herzen gefangen hält. Bei ihrer ersten Begegnung brauchte Daisy noch nicht einmal ein Stethoskop, um das Meer in ihrer Brust zu hören. Als sich das Einhorn und die kleine Hexe in den Armen lagen, spülten die Wellen aus dem Herzen, des Einhorns, die Freude eines Kindes in Daisy’s Seelenheil hinein. Das hat dem Mädchen so gut getan. Und von jenem Tage an, würde Daisy’s Herz das Einhorn nur noch mit dem Namen: “Deep Ocean” ansprechen. ABER Daisy würde diesen Namen nur flüstern. Damit böse Zungen ihn nicht zu Grunde richteten. Das zweite Anzeichen, für die Erkenntnis eines Einhorns, ist ihre Augenfarbe. Sie spiegeln immer, die Farbe des Meeres wieder. Ihr ahnt ja gar nicht, wie oft Daisy schon in der Farbe jener Welle, aus ihren Augen ertrunken ist.  Was für ein bildschönes Wesen dieses Mädchen doch ist. Normalerweise ist es ja unhöflich jemanden so lange anzuschauen. Aber sobald Daisy ein kleines Wunder für sich entdeckt, kann sie nicht mehr widerstehen. Daisy muss einfach lieben. Und das Einhorn. Es blickt zurück. So zart. So herzlich. Und so ehrlich. Wie man es nur von einem Fabelwesen erwarten kann. Ob ihr es nun glauben wollt oder nicht, an einem Abend entführte das Einhorn “Deep Ocean”, Daisy sogar auf ein Konzert.


Nachdem es vorab, wie eine wilde Hengstin, in die Luft sprang, als Daisy ihr zusagte. Es dauerte vielleicht nur ein paar Minuten, das wusste es schon der Zauber ihrer ganzen Schule. Sogar die gemeinsame Herzdozentin, deren Name natürlich dadurch entstanden ist, weil sie ihr alle beide unabhängig voneinander, ihre Herzen anvertraut haben, erwähnte grinsend noch am selben Tag, das, das Einhorn ein Ortsschild vor die Schule gestellt hat, auf dem drauf steht:

“Deep Ocean” geht mit
“Daisy Herz” auf
ein Konzert.

So entzückend konnte es nur Daisy’s Herz Dozentin wiedergeben. Hihi.

Wer Daisy kennt, der weiß auch, das sie sich gerne mit einer kleinen Geste bedankt. Da wir es ja mit einem Einhorn zu tun haben, muss es auf Jeden fall etwas buntes sein. Vielleicht etwas süßes. Oh ja dit is ne gute Idee. Als die kleine Hexe am Himmel einen Regenbogen aufblinken sah, warf sie sich schnell ihren Rosafarbigen Strickpullover über und lief mit ein paar leeren Farbtöpfen dem Regenbogen freudig entgegen. Daisy positionierte jeden Eimer unter einer Farbe, die Tropfenförmig ihren Heimweg in die Farbeimer fanden. Als sie wieder in ihrer Hütte ankam, kramte sie ein paar Ausstechformen aus ihrer Schublade. Nachdem alle Farben ineinander vermischt und ausgestochen waren, packte das Mädchen sie in den Backofen.  Es dauerte nicht lange, da erfüllte sich die ganze Luft mit dem süßen Duft, von Feenstaub, der die ganze Hütte vereinnahmte. Nach 20 Minuten war jenes Einhornfutter, aus Weingummi fertig gebacken. Hübsch verpackt und mit zwei Bitburger dekoriert, packte sich bald auch die kleine Hexe in einen Mantel um sich auf den Weg ihrer Freude zu machen.  Der Pan erwischte die kleine Hexe noch so kurzfristig, um ihr hinterher zu rufen:

“Findest du nicht, das ein Eimer mit Hafer es auch getan hätte?”

“Oh, nein lieber Pan, Hafer ist doch nur etwas für gewöhnliche Stuten!”

Daisy verdrehte lächelnd die Augen.

“Einhörner fressen kein Hafer nur Weingummi.”

“Ach sooooooooo.”

Zu jenem Sonntag Abend, sollte das Mädchen Daisy Herz, eine der wertvollsten Entdeckungen in ihrem Leben machen.  Die Entdeckungsreise, des Lebens. Daisy hat in ihrem Leben schon viele Arten von Menschen erleben dürfen. Deswegen erlaubt sie sich nun folgende These aufzustellen:

 

Es gibt die “Käufer.”

Die “Gekauften.”

Und dann gibt es da noch jene, die niemals ein Brandmal trugen..

 

Wesen die sich nicht verbiegen lassen. Fabelwesen. “Deep Ocean” gehört zu diesen Wesen. Eine atemberaubende Wärme ging von dem Einhornmädchen aus. Ein Verbrechen, das es auf der Welt gerade nichts schöneres gab, als mit Weingummi, zwei Bitburgern und meiner Wenigkeit, in der Winterkälte, in einer Schlange zu stehen. Und auf den Einlass zu dem Konzert ihres Herzens zu warten. Ihr Lachen. Es war so besonders, wie es einem vielleicht ein oder zwei mal im Leben zu Teil werden mag. Es lies den Schnee um der beiden erwartungsvollen Herzen dahin schmelzen. So wie das Schneeglöckchen. Es scheint ewiglich an seinen Auftritt im Winter zu glauben. Um die Herzen aus seiner Umgebung zu verzaubern. So wie man verzaubert werden will und das jemand an einen glaubt.

Doch so stark wie sie einem schien – so zerbrechlich war sie aber auch. Daisy hatte nichts böses im Sinn, als sie das Einhorn am Arm packte, um ihr freudig zu erzählen, das auch sie ein Jennifer Rostock Fan ist. Und ihr das eine oder andere Lied, von der Sängerin, an manchen Tagen, einen Hauch von Balsam für die Seele war. In dem Moment, als Daisy sie am Arm packte, zuckte das Einhorn plötzlich zusammen. Oh nein. Das wollte Daisy nicht. An manchen Tagen konnte Daisy echt, wie ein dummer Elefant im Porzellanladen sein. In dem Moment war es Daisy eigentlich schon fast klar, das das arme Einhorn Mädchen echtes Leid erlebt haben muss. Es gab einige Momente an diesem Abend, in denen es das Einhorn dem Mädchen gestattete in ihr Herz hinein zusehen. In Gedanken küsste Daisy beide offenen Herzklappen, die wie nach einer Umarmung gegriffen haben, um sie dann wieder liebevoll zu schließen. Daisy versprach dem Einhorn, das all jene Worte, die sie Daisy anvertraute, für immer ein Zuhause gefunden haben. Nein. Daisy würde niemals über sie spotten oder sie verraten. Vielleicht waren sie sich sogar sehr ähnlich. Daisy gibt zu wieder Angst davor zu haben, jemanden in ihr Herz hineinzulassen, der sie am Ende vergisst. Oder enttäuscht. Also möchte Daisy ihr in Gedanken, in ihrer Fantasie einen Brief schreiben, den sie aber nicht abschicken wird. Vielleicht kann Daisy so lernen wieder erneut positiv zu hoffen.

 

Liebes Einhornmädchen,

nun ist unser Schulblock zu Ende und unsere Mutterhäuser lehren uns die Theorie in die Praxis umzusetzen. Die Stärke unserer Herzen werden erneut auf die Probe gestellt. Wieviel kann ein Herz ertragen bis es bricht? Und dennoch. Zwischen all jenen Dingen – sollen wir leben. Du hast eine Liebe zum Leben, die mir fehlt und die ich sehr gerne von dir erlernen möchte. Wenn es etwas gibt, was ich mir vom Weihnachtsmann wünsche, dann ist es die Möglichkeit – dein Freund zu werden. Einerseits gab es Momente in denen ich wahrhaftig das Gefühl hatte, das du mich siehst und das es dich gekümmert hat, das ich ein paar Tage lang so introvertiert gewesen bin. Ich habe dich ignoriert, was ohne Frage nicht in Ordnung gewesen ist von mir. 

Ich empfinde Leid. Es tut mir Leid.

Es war nur mein Herz. Ich muss noch so viel lernen. Lernen.Lernen.Lernen. Lernen über mein Herz. Und dennoch hast du meine Entschuldigung am Freitag angenommen. Wieder durfte ich dich in den Arm nehmen und wieder erschien  mir die Welt ein wenig offener für ein neues Wunder zu sein. Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, das ich dir insgeheim diese Zeilen niederschrieb. Sie sind gebunden aus Worten die ein Geheimnis lieber für sich behalten, weil sie nicht mehr verletzt werden wollen. Ich hoffe das du es verstehen kannst. Du hast einmal zu mir gesagt, das dein Lieblingsfilm: “The last Unicorn” ist.

Liebe “Deep Ocean” ich muss gestehen, ich glaube, bei dem Titelsong handelt es sich um dich. Wer einen Tag mit dir verbringen darf – fühlt sich, als wäre er am Leben.

https://youtu.be/LXHzZBr_zuU

Du bist das pure Leben – “Deep Ocean.”

 

Erlaube mir ein weiteres Geständnis:  Drehen wir doch die Zeit bis zu dem Augenblick zurück, als der große und der kleine Zeiger an jener Zahl stehen bleibt, als wir uns voneinander verabschiedet haben. Als ich in meine Bahn nach Hause gestiegen bin, war ich vollkommen verwirrt. Ich wusste nicht mehr, was oder wem ich glauben sollte. Aber ein Fabelwesen zu sehen beutet immer: Über sein jetziges Leben nachzudenken und sich einen neuen Start zu überlegen. Immer zu neuem Leben erweckt werden. Alles ist möglich. Jetzt wo mir ein wahres Einhorn begegnet ist. So dachte ich mir. Einfach alles. Nach Berlin zu ziehen um dort der Liebe meines Lebens zu begegnen. Es war möglich. Einen guten Job zu finden und das Meine Hündin “Von und zu Zuckerkuss” gesund wird. Sogar  das ein Einhorn mich ein bisschen mag – war möglich.

.……Und dafür danke ich dir…..

 

Auch wenn du es nie lesen wirst. Ich danke dir für einen schönen Abend in einer Fabrik, die voll mit Piraten zum träumen verleitet hat. Ich widme dir dieses Märchen. Danke.

Für Jasmin.

 

Ich will keinen Schneemann mit dir bauen…und auch nichts anderes mit dir bauen…

Tränen aus Eismurmeln kullern meine Seele auf und ab. Keine Spuren eines Herzens  ist nun mehr zu sehen. Eine einsame leere Hülle, die einen Körper kleidet. Und ich bin die Königin dieses Körpers. Der Wind er heult mir ein Lied davon vor, wie er mein Herz aus meinem Körper treiben möchte. Aus meinem Herzen, ein Gedicht aus Liebe zu formen – ich habe versucht.

 

 

Ich höre die Stimmen der Zutraulichkeit:

“Daisy vertraue ihr nicht!”

“Daisy lasse sie niemals in dein Herz hinein.”

“Lasse sie nicht sehen – wie du bist!”

“Nein, es darf niemals geschehen!”

“Du darfst keine Schwäche vor ihr fühlen!”

“Zeige ihr bitte nicht – dein wahres ICH!”

 

Nachdem Daisy schon am Sonntag Weihnachten vorverlegt hat, hat sie sich nun zu einem wichtigen Entschluss entschieden. Daisy gibt ihr Herz nun frei. Sie lässt los. Die Kraft, mit der man ihren “kleinen Freund” aus dem Körper getrieben hat, war so überwältigend, das sie nur kurz zusammen gezuckt ist. Daisy schlägt nun Türen um sich zu. Damit niemand mehr hinein kommen kann. Es ist Zeit, das Herz aufzugeben um seinen Träumen näher zu kommen. Nun ist sie bereit, den Sturm herbei zu rufen, der ihr Herz aus dem Körper verbannen soll. Eiszapfen bewohnen nun den Teil ihres Körpers, wo früher ein Herz wohnte.

Komisch irgendwie. Wie glänzend und schmerzlos nun alles vor ihr liegt. Die kleine Hexe hatte nie eine klarer Sicht auf die Dinge. Und wie klein ihre Probleme nun erscheinen. Ängste kennt sie nun nicht mehr. Das einzige was nun an sie herankommen kann, sind Eisblumen aus der Zucht ihres eigenen Körpers.

Daisy überlegt und belächelt: Was sie nun wohl alles erreichen kann? Und mit wieviel Kraft in den Augen, sie Dinge ihre Farbe verändern lassen kann. Die Kälte in ihrer Seele bringt sie voran und lässt sie vergessen , das sie am Sonntag einen schönen Tag haben durfte.  Dies alles ist vorbei. Denn nun ist sie endlich frei.

 

 

Endlich. Endlich ist sie soweit. Daisy lässt ihr Herz gehen. Und Tränen werdet ihr niemals sehen. Nur den Schrei ihres Inneres:

 

 

Hallo. tiefer Winter meiner Seele. Hier bin ich. Ich gehe nicht mehr fort. Ich will bei dir bleiben. Die Eisblumen lassen meinen Körper magisch erscheinen. Ich habe mich nie jünger gefühlt.

 

Daisy spürt wie die Eiszapfen von ihr Besitz ergreifen. Sie lassen, die Erde auf der sie steht erbeben vor Hass. Sie fließt in den Venen des Lebens, wo einst das Blut hinauf kletterte. Sie lässt die Schönheit einer Ablehnung zu den Sternen hinauf wandern. Ein einziger Gedanke und die Welt um Daisy herum – erfriert zu Eis. Nein ihrem Herzen nach zulaufen, ist sie sich zu fein. Liebe? Das ist Vergangenheit! Lauthals schreit es die kleine Dame in alle Winde hinein:

 

Ich bin nun endlich frei!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich bin frei!!!!!!!!!!!!

……und ich fühle mich wie neu geboren……

Was all die Jahre über war,  ist nun für immer vorbei………..

 

Nun stehe ich im hellen Licht……….

Der ewige Winter jener Eisblume, ist nun ein Teil von mir.

 

Und wer sie demnächst anspricht und mit ihr an einem Sonntag Abend, einen Schneemann bauen möchte, dem wird sie auf der anderen Seite, jener Mauer aus Eis, ins Gesicht hauchen: “Nein!”

“Geh weg, denn ich will keinen Schneemann mit dir bauen!”

Hallo Liebe. Hier bin ich.

Ich liebe die Liebe. Die Liebe liebt mich. Doch die, die ich lieb – die liebt mich nicht.

 

 

Es hat den Anschein, das die Liebe es nicht gut mit mir meint. Sie behandelt mich, wie einen Idioten, der die wilde Leidenschaft vor seinem Augen sehen – aber nicht danach greifen darf. Ich liebe die Liebe, seit dem ich weiß, das Herzen im Einklang miteinander verschmelzen können.

Die Liebe lies mein Herz bis jetzt immer nur verglühen.

Die Liebe hielt mein Herz bis jetzt immer nur in einem Traum gefangen.

Die Liebe hielt mein Herz davon ab, mit Leichtigkeit davon zu fliegen.

Ich habe vor der Liebe gekniet. Ich habe die Liebe angebettelt. Ich habe ihr meine Hand gereicht. Mit dem Wunsch, das sie mich in ihre Arme schließt. Ich habe der Liebe mein Leben geschenkt. Meine Rose. Mein Land. Ich riskiere alles für die Wahrheit, die dein Brustkorb beschützt. Das Leben kann dich auf Wolken tanzen lassen. Es kann dich aber genauso gut wieder zu Boden reißen. Es kann dich wie ein Taschentuch in Stücke reißen. Und dich in die Geburt deiner Demut einwickeln. Ich weiß ich werde mit weinen, wenn deine Füße, den Boden der Tatsachen berühren. Dieses Beben wird mein Herz hören. So wie es dich immer erhört. Ich wünsche mir der Grund dafür zu sein, das du weinst. Aber ich bin nichts. Ich bin nichts. Außer ein:

“Wer bist du eigentlich?”

Aber du. Du bist für mich wie die Flamme einer Kerze. Ein Teelicht. Jeder will es mir wegnehmen. Weil es zu nichts führt. Außer zu verderben. Obwohl du das Teelicht, meines Herzens, ignorierst halte ich schützend  meine Hände davor. Ich habe Angst Eve. Ich habe Angst davor, das du zu mir kommst und die kleine Flamme auspusten wirst. Bitte lasse mir das einzige, was ich von dir haben darf: Die Flamme meiner Liebe zu dir. Sei froh, das wir uns nie begegnen werden. Weil wir alle wissen, was mit einer einzelnen Flamme passieren kann – wenn man ihr Raum gibt.

Ich bete für mein Herz, das es eines Tages die Liebe bekommt, nach der es sich sein Leben lang verzerrt hat. Wenn es sein muss, werde ich für immer einer Lüge glauben:

” Kein Herz wurde dazu geboren, auf dieser Welt, alleine schlagen zu müssen.”

Eines weiß ich mit Gewissheit. Meine Liebe zu dir wird mich bis in jenes Grab, eines hohen Alters begleiten. Ein Grab dessen Meerschaum, die Wellen bedecken wird.

 

Wie ein Gedicht, sollen sie von einem Herzen erzählen, das sich in die Magie jener Worte verliebte, obwohl es nie erfahren hat, wie deine Haut riecht – nachdem ich dein Herz liebte.

Daisy du bist es nicht.

Das Herz. Es  knirscht. Es zuckt. Es dreht sich um sich selbst herum. Sie starrt nur sprachlos in die Leere. Nimmt lediglich ihre Beine in die Arme. Das Kinn auf den Knien. Die Ohren hören der sehnsüchtigen Stimme zu. Sie könnte es sein – lieber Gott. Doch ich bin es nicht.

 

“Daisy nimm es hin.”

“Schau in den Spiegel – denk dran wer  und was du bist!”

“Bilde dir bloß nicht den Zauber eines Wunders ein.”

“Es gibt für dich keine Magie.”

Aber sie – sie könnte es doch sein. Warum darf Daisy es niemals sein?

 

In schwachen Stunden liebt es Daisy sich in ihrem Wald zu verstecken. In das Dorf “So-könnt-es-sein.” Doch jener Traum hält nur bis zum Morgengrauen an. Dann ist sie wieder fort. Es gibt keinen Trost für ein Herz das weint.

 

Tattoos locken. Der Mund lacht. Er ist wie für sie gemacht. Schwarzes Haar und ein bärtiges Piratengesicht. Ihre Art von Mann. Daisy’s Herz weiß genau: “Ich bin es nicht.” Das ist der Grund warum sie zerbricht. Leise flüstert der Kopf dem Herzen zu:

 

“Tu dir selbst einen Gefallen und gib auf.”

“Lasse los.”

“Es gibt Wünsche – die zerreißen bloss.”

“Wen interessiert es ob dein Herz zerbricht?”

“Das bemerkt sie nicht.”

“Er ist ihr Traum und du – du bist es nicht.”

 

 

Nach so vielen Kämpfen, die das Herz herausfordert kommt Daisy nicht umhin sich zu fragen:

 

“Wann bin ich es?”

 

 

Don’t drag them to hell

Für Daisy Herz gibt es zwei Sorten von Wesen – die auf Erden wandern. Zum einen Fabelwesen. Für Daisy sind Fabelwesen – gute Seelen. Reine Seelen. Seelen, die auf Erden wandern um anderen zu helfen.Seelen mit einem Herzen und geistreichen Worten. Daisy schenkt diesen Wesen einen Platz in ihrem Wald. Ein Luftkuss aus ihrer Richtung und sie tragen, das Spitzenkleid eines Tierwesens. Daisy erkennt diese Wesen vom Aussehen her . Von ihrer Liebe her. Es sind Einhörner. Nymphen. Feen. Hexen. Paradiesisch-gekleidete Papageienarten. Eulen. Füchse. Wölfe. Rehe und Hirsche. Süße Hasendamen, die sich ihre Nasen in rosé pudern. Sie alle gelten für Daisy als die Revolution der Herzen.

Erkenne die Liebe in dem Bild und verstreue sie. 

 

Und es gibt eine andere Sorte. Menschen. Menschen sind für Daisy Seelenlos. Für Erfolg und Reichtum gehen sie über Leichen. Sie respektieren das Alter nicht. Sie sind oberflächlich. Sie respektieren weder dich noch mich. Auf dem ersten Blick erscheinen sie einem freundlich. Zu freundlich. Sie preisen dich in die Höhe. Geben Leere Versprechungen -zu leeren Worten. Früh genug haben sie gelernt, ihr Herz in den nächst besten Mülleimer zu schmeißen. Der Erfolg im Leben ist ihnen wichtiger. Sie sind egoistisch. Heuchlerisch. Ihre Augen sind leer. Ihre Gedanken dunkel.

Gib demnach auf dein Herz acht. Lasse es dir nicht entreißen. Denn sie wollen dich zu einem, der ihren machen. Vergesse nie deine Mission. Und schütze dein Herz – mit der Macht deiner Liebe. Vielleicht lässt du in ihnen eine Mauer bröckeln. Aber verzage nicht, wenn du nichts bewegen kannst.

Drehe den Spieß einfach um!

Versuche ihnen Liebe ins Herz zu hauchen. Solltest du es aber nicht schaffen, wie Daisy, um Himmels willen, dann drehe dich um und geh.

 

In letzter Zeit sieht man Daisy oft mit der weißen Wölfin Annabelle, in ihrem Walde spazieren. Annabelle ist ein wenig älter als Daisy. Aber im Moment ist es das Schönste, für das einsame Mädchen, Annabelles weiches Fell zu kämmen. Es glänzte danach immer so strahlend hell. Als hätte Annabelle Engelsflügel. Jene wundervolle Seele erzählte der Prinzessin, bei einem Picknick, einst von einem Heim für ältere Fabelwesen in Brüggen. Da Daisy Herz zur Zeit auf Ausbildungssuche ist öffnete, die liebe Wölfin, für Daisy die Türe zu ein paar Probetagen in jenem Heim, in das Daisy noch nicht einmal ihren schlimmsten Feind hinein setzen würde. Aber beginnen wir mit dem ersten Tag.

An einem Wochenendtag kam Daisy  überpünktlich zu ihrem Date mit Brüggen an. 6:20Uhr am Morgen. Nichts für Seelen, die für ihr Wochenende leben. Frau Janke sollte die Dame sein, bei der sich das Mädchen anmelden sollte. Daisy parkte  ihren Smart “Beetlejuice” etwas fernab von jenem Senioren Heim – dessen Name ihr entfallen ist. So sehr verabscheut sie es. Daisy fragte sich durch und lernte schließlich Frau Janke kennen. Sie wirkte nett. Sympathisch. Abgenutzt. Stumpf. Das Mädchen folgte ihr zurückhaltend bis vor eine Türe, die dahinter zu einem kleinen Hof und einer art Holzhütte führte. Als Frau Janke eine Kollegin nett darum bat  für sie nochmal nach oben in den Aufenthalts Raum zu gehen und den Schlüssel für sie zu holen, waren Kraftwörter alles – was sie sich geben konnten. Was selbstverständlich nicht böse gemeint war, aber einen dunklen Samenkorn in jedem hinterlassen sollte. Wäre Daisy eine Katze – so hätte man deutlich ein aufgeputschtes Fell an ihr erkannt. Eine art Kamm der sich über den ganzen Rücken bis hin zur Schwanzspitze hinziehen sollte. Im Kopf zitierte Daisy den Lieblingssatz von ihrem Traummann: “George Clooney” aus dem Film: “From dusk till down.” Wie er mit hervorgezogener Pistole dem Mann aus einem Kiosk bedroht:

Bleib cool. Bleib einfach cooooooooooooool.

In dieser Holzhütte fanden ebenfalls die vorgegebenen 11:00 Uhr Pausen statt. Für sieben Stunden, die man arbeitet – wird einem eine Stunde abgezogen für die Pause. Obwohl man nur eine halbe Stunde Pause haben durfte. Eine Pause, die Daisy weder heute noch morgen je in Anspruch genommen hat. Eine Zigarettenlänge reichte für sie aus. Die Dampflokomotive lies Daisy gleich zu Hause. Eigentlich war es ihr von vornherein klar, das es für E-Zigaretten keinen Raum gab. Es war nicht gemütlich genug, wie in der WG. Wo sich die kleine Hexe des öfteren mit den älteren Damen und Herren über die Dampfwolken amüsierte, die aus ihrem glitzernden Liebling: “X-CUBE II” kamen. Ach ja, was es heut zu Tage nicht alles gibt.

Aber zurück aus den Träumen und den lieblichen Erinnerungen. Wir sind wieder auf dem Schlachtfeld in Brüggen. In dem namenlosen Heim. Die Azubi Hexe hört bis heute noch die weisen Worte einer Dame – die, in diesem Leben, wohl nichts mehr schockieren konnte. Alles was von ihr übrig geblieben war, deutete auf ein zerkratztes Herz hin und wurde mit einer rauen Stimme zum Ausdruck gebracht.  Daisy erklärte in jener Runde, das sie aus einer Wohngemeinschaft – für Menschen mit Demenz kommt. Es gab vielleicht zwei Herzen zu pflegen. Bei allen anderen reichte das Anstupsen mit der Nase:

“Heute machen wir unseren Wellnesstag, ja?”

Der Satz klappte eigentlich immer. Das Geheimnis bestand einfach nur darin, ihnen die Dusche einfach nur gut zu verkaufen. Und wenn sie das “Packet” dennoch nicht abholen wollten – so lies man sie einfach in Ruhe.  Aber nun wieder zurück zum Thema:

Daisy hört bis heute noch die Worte, der Dame mit der rauen Stimme:

“Verheizt das Mädel bitte nicht gleich am ersten Tag!”

Gut. Die Tatsache, das Daisy mit Gas heizt und nicht mit Benzin kam vielleicht keinem gut gelegen. Zudem gab es auch noch den Krankenschein einer Kollegin, der aus einem Papierflieger gebastelt, den zuwenig besetzten Pflegern in ihrer zugeteilten Etage, immer und immer wieder, um die “Ohren flog.” Alle waren sie gereizt. Daisy hat keinem einzigen Pfleger, die an sie gerichteten “Guten Worte” abgekauft. Es kam eher alles heuchlerisch rüber. Die Bewohner hatten in ihren Badezimmern und in ihrem Wohnbereich, jeweils eine Klingel. Wenn sie einen Wunsch hatten, oder wenn sie für Toilettengänge Hilfe brauchten – mussten sie klingeln.  Bei den Pflegern blinkte dann, Händchen haltend mit einer Melodie auf ihren Telefonen, die jeweilige Zimmer Nr. auf. Ja. So ist das überall. Wenn außerhalb der Pause, eine Zimmer Nr. aufblinkte, die einem nicht zugeteilt war – so war man allerdings so kollegial, den Kollegen in der Pause zu entlasten. Und in der jeweiligen Etage bei dem Bewohner nach dem rechten zu sehen. Wie zuvor kommend für den Kollegen, der draußen aus lauter Frust, die Zigarette mit dem Filter regelrecht verspeiste. Super. Bundesliga.

Daisy wurde zusammen mit einer examinierten Fachkraft auf die 3Etage zugeteilt. Diese Dame. Sie war nicht nur ein Mensch. Sie war mies gelaunt. Und sie war bösartig. Was man ihr auf den ersten Blick gar nicht zutraute. Eine zierliche Figur. Tätowiert aber hart im nehmen. Einen festen schwarzen Pferdeschwanz. Dunkle Augen, die durch eine dunkle Brille zischten. Den fehlenden Urlaub unter den Palmen und den Krankenschein-Papierflieger, lies sie an Daisy aus. Das war nicht schlimm für sie. Die Nackenhaare richteten sich erst dann auf, als die Dame ohne Seele, Daisy’s Namen regelrecht über den Gang schrie, weil ein Bewohner es wagte zum zweiten mal, nach dem Namen der neuen “Schwester” zu fragen. Aus ihrer WG kannte Daisy so eine Respektlosigkeit nicht. Die Tatsache, das dieser Bewohner MIT dafür verantwortlich ist, das das Mädchen ohne Seele, jeden Monat pünktlich ihr Gehalt, inklusive Zuschläge, auf ihr Konto überwiesen kriegt wurde von ihr  anscheinend schneller denn je unter den Teppich “gekehrt.”

Daisy bekam einen schriftlichen Laufzettel von der Dame ohne Herz mit. Das eine Herz sollte geduscht werden. Bei dem anderen fehlten nur Handtücher. Und dann gab es da natürlich noch die ATS Strümpfe. Sie dienen dazu, das in den Blutgefäßen – kein Blutgerinnsel entsteht. Kein Stau.  Sozusagen. So das, das Blut jederzeit seinen Weg zurück nach Hause findet. Zum Herzen hin und wieder zurück. Daisy meint sich daran zu erinnern, das acht Bewohner auf ihrer Liste standen. So gut es ging, versuchte sie diese Bewohner abzuarbeiten. Dabei machte Daisy einen  Fehler. Sie unterhielt sich mit den Bewohnern. Was die ganze Sache verlangsamte. Und sie hatte mit der Freundschaftsanfrage namens: “Sara 3000” anfangs Startschwierigkeiten. Wer nimmt schon eine Anfrage von einer Dame an – die man nicht kennt gell?! So und um euch das große Fragezeichen gleich wieder vor den Augen zu entfernen – hier die Erleuchtung. Die “Sara” ist ein Stehlifter um die älteren Herzen, die nicht mehr alleine aufstehen können, von A nach B zu bringen. Man befestigt sie an den Knien. Am Bauch. Und unter den Achseln. Wenn man weiß wie es funktioniert – ein Segen für jeden Pfleger. Also. Freundschaftsanfrage BESTÄTIGT.

Mit dem letzten Herzen auf Daisy`s Liste, meinte die kleine Hexe allerdings, das man sie vorsätzlich verarscht habe. Um es mit einem Wort auszudrücken: “Kontrakturen-Prophylaxe”. So. Um es zu übersetzen: Verkürzung der Sehnen und Muskeln, die zur Folge haben, das sich die Beweglichkeit einschränkt. Um so etwas zu verhindern muss man die älteren Herzen mobilisieren. Sie lagern. Die Dame war so steif – jede Sonnenblume bewegte sich häufiger. Eigentlich ein “NO-GO” für jedes Altersheim so etwas zuzulassen. Allerdings muss Daisy zu ihrem Unglück auch zugeben, das sie die Biographie von jenem älteren Herzen auch nicht kennt. Vielleicht war sie krank. Man weiß es nicht.

Fakt war aber – die Dame war steif und weit und breit – keine Schüssel im Zimmer. DOCH. Da war eine. “Rumpelstilzchen hab ich dich!” Pah. Eine herrenlose graue Schüssel. Daisy dachte sich nichts besonderes dabei. Weil alles auch schnell-schnell-schnell-schnell gehen musste. Also nahm sie die Schüssel und desinfizierte sie. Danach wurde sie nochmals mit heißem Wasser, im Badezimmer, gereinigt. Und dann noch mal desinfiziert. Nur um auf Nummer sicher zu gehen. Zum Schluss füllte die Unsichere Praktikantin lauwarmes Wasser in die Schüssel. Daisy startete, mit der von ihr gehassten Katzenwäsche, von oben nach unten. Wie gern hätte sie die Kraft gehabt, die Dame unter die Dusche zu setzen. Sie war nicht dick. Nur groß. Normale Figur. Aber versuch mal eine steife Frau zu bewegen – ohne Trick 17 zu kennen.

Daisy wusch sie so, wie es ihr einmal ihre erste Chefin gezeigt hatte. Die Quell jener Erinnerung, war ein regelrechter 6er im Lotto. Also Daisy du schaffst das! Ran an den Speck! So weit. So gut. Es gab nichts wovor man in irgendeiner art und weise einen “Kamm” bekommen musste. Die Dame hatte eine Rose. Wie jede andere Frau auch. Zwei Brüste. Keine dritte irgendwo versetzt. Es war alles gut. Zum Schluss trocknete Daisy sie gut ab und zog ihr , die Kleidung an, die der Spätdienst ihr schon zurecht gelegt hatte. Die Socken – waren kein Problem.  Netzhose mit Einlage – worüber reden wir?! So. Nun wurde es spannend. Denn, die Dame war immer noch steif. Sie hielt ihre beiden Hände und Arme überkreuz. Das Mädchen konnte gerade noch den Ärmel des T-Shirts ganz vorsichtig über die Hand ziehen. Bis zum Ellenbogen. Daisy rückte näher heran und versuchte der Dame vorsichtig, das T-shirt über den Kopf zu ziehen – da äußerte das ältere Herz ein: “Aua!”

Au nein. Das wollte Daisy nicht. Sie wurde wütend. Jetzt reichte es ihr. Sie entschuldigte sich bei dem Herzen und versprach mit einer Kollegin wieder zu kommen.  Schon im Vorfeld entschuldigte sie sich bei der unbekannten Kollegin dafür das sie, sie um Hilfe bitten muss. Daisy wiederholte sich zum 1000 mal, das sie vorab nur in einer WG gearbeitet hat, wo alle Seniorenherzen beinahe mobil waren. Nur einmal habe sie bei einer Intimpflege im Bett, über die Schulter blicken dürfen.Bis zu dem Zeitpunkt an dem die Kollegin, mit dem südländischen Puder, das Zimmer betrat war sie wirklich nett. Zwei Minuten später schwört Daisy, das aus ihren Augen Laserstrahlen kamen. Sie fixierten die Schüssel und……………………

………………………………..”Boom.”

Ihre Stimme spitzte sich zu einem Dorn zusammen:

Hat Sie meine Kollegin nicht vernünftig eingearbeitet?

Sie dürfen keine Bewohner mit einer Toilettenschüssel waschen!

Kommen Sie mit ich zeige Ihnen welche Schüssel Sie dafür benutzen dürfen.

Oh man. Wie sehr Daisy solche Momente verfluchte. Sie folgte der Dame um die Ecke in einen kleinen Raum. Da standen Sie nun alle beisammen. Wie Zinnsoldaten. Die ganzen Schüsseln zum waschen. Daisy versuchte sich zunächst zu erklären. Später packte sie allerdings jene Erklärung an den Galgen und lies die Dame einfach weiter reden. Später fiel es ihr dann auch selber auf. Ach ja. Eine Bewohnerin in der WG, besaß einen Toilettenstuhl mit einer ähnlichen Schüssel.

Gott, verklagt Daisy doch!

Was hat denn die Dame von Daisy gedacht? Ist sie davon ausgegangen, das die “Neue” das ältere Herz mit ihrem eigenen Urin gewaschen hat? Im inneren winkte sie einfach nur ab. Zum ersten mal dachte sich Daisy, das es kein Wunder ist weshalb sie so unterbesetzt sind und keiner diesen Job machen will. Um ehrlich zu sein dieses Heim versaute Daisy den Wunsch eine Ausbildung als Altenpflegerin zu machen. Es war immer noch Samstag morgen. Es war immer noch Wochenende. Und Daisy verbrachte ihre kostbare Zeit damit – sich mit Menschen zu quälen. Lieber wäre sie jetzt in Berlin bei bei der Nymphe – die sie ihre Liebe nannte. In Gedanken entschuldigte sich Daisy bei dem schwarzen Piraten – dem Mann von der Nymphe:

Lieber schwarzer Pirat. Es tut Daisy wirklich von ganzem Herzen leid – Sie hat schon wieder an die Nymphe gedacht. Sie hat sich mit ihr zusammen in eine Nacht hinein geträumt – die niemals geschehen wird. Im Traume durfte das Mädchen mit dem leeren Herzen, für einen Moment, ihren Kopf auf den Schoß der Nymphe legen und einschlafen.  Irgendwann das verspricht dir Daisy, da hat sie deine Dame vergessen.

Quelle: Instagram. eve_pain

Aus ihrem Tagtraum rausgerissen entschuldigte sich, die südländische Kollegin bei Daisy. Gab aber noch mal zum Ausdruck – das sie wütend wird, wenn jemand nicht richtig eingearbeitet wird. All jene Worte interessierte sie nicht mehr. Daisy war durch. Durch mit diesem Heim. Es war inzwischen 10:50 Uhr am Morgen. Zufällig kam sie an ein Fenster vorbei, aus dem man gut die überfüllte Hütte – mit den Kollegen erkennen konnte. Kein einziges Fabelwesen in Sicht. Nur Menschen. Muggle`s. No maj – Nicht Magier. Daisy konnte durchs Fenster fühlen, wie die tätowierte Kollegin am Tisch über sie fluchte und schimpfte. Natürlich fasste sich Daisy in jenem Moment selber an den Kopf und dachte sich:

“Wieso musste ich  aber auch ausgerechnet – diese eine verdammte Schüssel benutzen!”

Aber es ist nun mal passiert. Daran kann Daisy  nichts ändern. Daisy`s Hand rollte sich zu einer Faust zusammen:

Jener unter euch der Fehlerlos ist – der werfe den ersten Stein.

Es ist passiert. Und es tut ihr leid. Punkt. An dem darauf folgenden Morgen wurde es für die Praktikantin besser. Auf ihren Wunsch hin behielt sie den schriftlichen Zettel, mit ihren Bewohnern drauf. Er war übersichtlich und fein leserlich von der tätowierten Kollegin geschrieben. Die Freundschaft zwischen  “Sara”  und Daisy erblühte. Herr Blumenbeet bekam überpünktlich seinen Kaffee ans Bett, sowie die ATS Strümpfe an. Es gab keinen mehr zu duschen. Also folgte Daisy dem Ruf – ihres Telefons. Es waren meistens nur Kleinigkeiten. Ein Herz wünschte sich, das man ihm das Fenster schloß. Ein anderes wünschte sich zu erfahren, welcher Wochentag war. Selten war ein Toilettengang dazwischen. Die Hauptarbeit war die Pflege morgens. 

Da Daisy schon im Morgengrauen frühstückte beschloss sie, für ihr Herz, sich mit einer Flasche Wasser zurück zu ziehen und ihr Telefon zu beobachten. Als die Zimmer Nr. 111 aufblinkte, nahm Daisy ihre Flasche mit dem Wasser und lief die Treppe hinunter. Nichts ahnend öffnete sie die Türe. Da war sie. Die Hoffnung. Der Fels in der Brandung. Die Antwort auf all jene Fragen, die aus Daisy`s Wut sprachen. Ein Fabelwesen. Sie klammerte sich an ihren Rollator als sei er ein Anker. Sie zitterte am ganzen Körper. Daisy ging mit der Dame aus ihrem Zimmer bis vor die Türe – zu einer Couch.  Auf die Frage hin ob sie noch angehörige habe, deutete die schöne Seele auf ihr Zimmer und flüsterte: “Ja”. Daisy beschloss bei ihr zu bleiben. Vielleicht reichte es ja aus, wenn sie ihre Hand einwenig hielt. Und als ihr das Fabelwesen über die Wange strich – da wusste Daisy das sie niemals aufgeben durfte. Es war nicht viel was Daisy dem Fabelwesen schenkte. Nur eine Hand auf der ihren. Aber für dieses eine Wesen bedeutete es die Welt. 

Man hatte den Eindruck, das für ein paar Minuten, der Friede wieder auf Erden herrschte. Doch da plötzlich tauchte sie wieder auf. Die pure Provokation in Menschengestalt. Die tätowierte Kollegin wunderte sich, warum Daisy keine Pause machte.

Daisy winkte ab: “Ach lass mal, ich habe schon gefrühstückt.”

“Ich möchte lieber noch ein bisschen bei Frau Neumann bleiben.”

Die tätowierte Kollegin verschwand. Zapfte neue Energien. Und kam in windeseile wieder zu Daisy zurück. So laut gebrüllt hatte sie in den zwei Tagen noch nie:

FRAU JANKE WARTET AUF DICH!!!!!!

Daisy war froh, das die Wölfin Annabelle jene Situationen nicht mitbekommen hat. Daisy war überhaupt froh, das keiner ihrer Freunde sie so sehen musste.Und das Eve sie so nicht sah. Wahrscheinlich hätten sie das Mädchen auch nicht erkannt. Wer dieses Gefühl kennt, weiß wovon Daisy redet. Es fühlt sich alles so dreckig an. Man möchte sich aus seiner eigenen Haut herauswüschen. Möchte jemand anders sein. Jemand wie  “Uta” vielleicht aus dem Film “Killing-Ink.” Jemand der einen in der Luft zerfetzt –  in so einem Moment.

Aber so ist Daisy nicht. Sie ist eher jemand, der Schutzbedürftig ist. Erst wenn Daisy jemanden kennenlernt öffnet sie sich ihm und sagt, ihrem Gegenüber,  auch gerne mal die Meinung. Normalerweise wäre es Daisy`s Natur gewesen sich umzudrehen und zu gehen. Aber da war immer noch die Tatsache, das sie unterbesetzt waren. Daisy hielt es immer  für eine große Tugend – sein Versprechen zu halten. Aber nun stellte sie es in Frage.

Daisy glaubte, das sich nach einem Gespräch mit Frau Janke wieder alles neutralisieren würde – in ihrem Oberstübchen versteht sich. Aber der Unterschied zwischen dem was Daisy glaubte und das was Frau Janke ihr bei dem Einzelgespräch offenbarte, hatte genau so viel miteinander zu tun, wie ein Kuss auf die Stirn und ein Schlag ins Gesicht. 

Daisy machte nur die Türe zur Hütte auf und wurde schon von Frau Janke mit großen Augen in Empfang genommen, da sie befürchtete Daisy hätte irgend einen Alarm ausgelöst. Aber da war kein Alarm. Wer Daisy`s Geschichten vorab gelesen hat, der weiß auch das die kleine Hexe einige Dinge die passieren vorab erspüren kann. Obwohl sie keinen Beweis dafür hatte, konfrontierte sie Frau Janke mit der Situation, von der Schüssel und ihrer krönenden Unwissenheit. Frau Janke sah sie mit einem Blick an, der vermuten lies, das man sie bei einem Banküberfall ertappt hätte. Doch all dies interessierte Daisy nicht mehr.

Wisst ihr, wenn ich examinierte Altenpflegerin gewesen wäre, und mir  ein Fehler passiert wäre, dann hättet ihr alle zurecht über mich herfallen können.

Aber so nicht. So habe ich keine Lust mehr hier zu arbeiten.

Ohne es zu merken, tappte Frau Janke Daisy in die “Falle”  und stellte bei dem Mädchen klar, das sie wohl der tätowierten Kollegin gehörig die Meinung wegen der Toilettenschüssel gegeigt hat. So erfuhr sie ebenfalls, das ihr Gespür ihr recht gab. Man hatte sich in der Pause über sie ausgelassen. Frau Janke warnte Daisy auch zugleich – nicht aufzugeben. Das war Unsinn. Daisy würde nicht aufgeben. Allerdings würde sie niemals in diesem Heim eine Ausbildung anfangen wollen. Daisy ist gelernte Kauffrau für Bürokommunikation. Sie ist ausgelernt. Und ohne die Geschichte von Oben herab zu sehen, war ihr das Niveau deutlich zu niedrig gesetzt.  Das machte ihr später auch die liebe Kollegin “Tina” klar, der sie sich bei ihren letzten Gesprächen anvertraute. Der zweite schwerwiegende Grund war jener, das Daisy Frau Janke nach dem Grund fragte, warum man die Bewohner des Heimes nur einmal die Woche richtig duschte. Mit jener Antwort auf der Zunge schoß sich Frau Janke selber ins Knie. Sie redete ganz offen darüber, das sie sich mit noch ein paar anderen Kollegen zusammen getan hat, um sich bei der Geschäftsleitung die Erlaubnis zu holen, die Bewohner ÜBERHAUPT 1x die Woche duschen zu dürfen. Daisy war fassungslos. In ihrer WG war sie so etwas nicht gewohnt. Die Bewohner sollten aller spätestens alle zwei Tage von den Pflegern geduscht werden. Manche sogar jeden Tag. Was Daisy mit “Kusshand” befürwortete.

 Jeder Mensch sollte das Recht darauf haben jeden Tag zu duschen. “Katzenwäsche” geht garnicht. Es sollte dabei vollkommen egal sein, wieviele Quietsche-Enten und Rosenblüten es auch geben mag.  

So sollte es sein aber nicht in diesem Heim. Es wurde nur mit einem Waschlappen und warmen Wasser, mit Seife, ein Bewohner gereinigt und Warum? Um zu hohe Wasserkosten zu vermeiden!

Daisy lies sich auf keine weitere Diskussion mehr ein. Es ergab einfach keinen Sinn mehr für sie. Für sich selbst machte sie gewiss einen Haken hinter dem Heim. Sie lies die letzen Stunden schmerzfrei an sich vorüber ziehen. Später konnte Daisy dann auch endlich über ein Computerprogramm, die Bewohner, die sie pflegte schriftlich festhalten. Bei einigen notierte man zum Beispiel wieviel sie getrunken oder gegessen haben. Könnt ihr euch noch daran erinnern, das man Daisy einen handgeschriebenen Zettel übergab, auf dem genau drauf stand was sie zu tun hatte? Diesen Zettel sollte Daisy nun wieder hervor holen und ihre Notizen, die sie sich daneben schrieb, in die Tabelle im Computer niederschreiben. Daisy schaffte es ganze drei Bewohner abzuarbeiten. Dann passierte plötzlich das undenkbare für sie. Stellt es euch bildlich so vor: Gegenüber von ihr saß die tattoowierte Kollegin, die ebenfalls daran arbeitete ihre Arbeit in das System einzupflegen. Links von Daisy gesellte sich ein wenig später eine weitere Kollegin, die ihr das Programm erklären sollte. Das Mädchen war vielleicht für 2 Sekunden abgelenkt. Sie wusste nicht – wie ihr geschah. Aber von einem auf den anderen Moment war der Zettel weg. Daisy überkam eine solche unnatürliche Wut, wie man es nur bei einem Menschen kennt, der einen anderen am liebsten prügelt, um seine Wut zum Ausdruck zu bringen. 

Wo war der Zettel? Daisy fragte beide Kollegen, die nur mit den Schultern zuckten. Sie fixierte voller Hass ihre “Lieblingskollegin” gegenüber. Da hat nicht mehr viel gefehlt. Nur noch ein Feuerfunke. Die tätoowierte Kollegin starrte emotionslos einfach nur zurück. Warum war Daisy für einen einzigen Augenblick nur so unkonzentriert? Warum hat sie es nicht bekommen, was mit ihrem Zettel passierte? Daisy fasste sich nur schweren Herzens und murmelte ein ungewolltes:

Hakuna Matata

vor sich hin. Ihr einziger Wunsch war es nur ganz schnell raus zu kommen aus diesem “Laden.” Daisy kann leider nichts beweisen. Sie vermutet, das ihre “Lieblingskollegin” ihr den Zettel weggenommen hat, um die Kunden auf sich zu überschreiben. Damit es so aussieht, als hätte Daisy nichts getan. Aber wie gesagt, das ist nur eine Vermutung.

Zum Abschluss ihrer persönlichen “Altenheim-Horror-Story” möchte Daisy noch einige persönliche Worte an alle examinierten Altenpfleger in Deutschland richten:

Wie wir alle wissen ist unser Job, für das was wir täglich vollbringen müssen, unterbezahlt! Und nicht nur das, wir sind auch unterbelegt. Die momentane Situation – steht wie eine hohe Mauer vor jedem Altenpfleger. Der Grund? Die Menschen werden immer älter. Es gibt allerdings nur noch eine Handvoll Menschen- die es mit der Nächstenliebe ernst meinen. Die meisten wünschen sich schnelle Star Karrieren als Fashion Blogger – was Daisy absolut nicht ausstehen kann. Über die meisten sogenannten Fashion Blogger amüsiert sich die Dame still und heimlich – in ihrem Kämmerlein. Daisy mag die Aufklärung im Internet- mit einem rockigen “AHA-Effeckt” dahinter. Die neuste Mode oder das was einige als Mode bezeichnen, interessiert Daisy einfach nicht. Daisy interessiert nur das Herz. Denn es ist unsere Liebe und Zuwendung, die in den Herzen der anderen Menschen, die Unsterblichkeit besiegelt. Der Rest ist vergänglich. Erfolg und Ruhm sind vergänglich. Liebe bleibt. Das sollte euch klar sein. Natürlich wünscht sich Daisy Herz im inneren einmal genau so erfolgreich zu sein, wie die Britische Schriftstellerin Joanne K. Rowling,die Autorin von den Harry Potter Romanen. Genau so wie jene Dame möchte Daisy die Welt ebenfalls mit ihrem eigenen Zauber versüßen. Aber wer sagt denn bitte, das man im Kleinen die Welt nicht genauso versüßen kann, wie im Großen. Wichtig ist doch nur eines: Das wir es schaffen die Menschen im Kern zu erreichen. Das wir es schaffen ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihre Wangen rot zu pudern. 

Auch wenn wir nur eine kleine Gruppe von Menschen sind, die sich dazu entschlossen haben den Beruf als Altenpfleger für sich zu erlernen, müssen wir uns gegenseitig die Augen auskratzen, wenn es um das Wohlergehen der älteren Herzen geht? Ist das wirklich nötig? Sollten wir nicht mit Hilfe einer Räuberleiter versuchen uns gegenseitig über die Mauer zu helfen? Bei so viel Hass und Wut kommt Daisy nicht umhin sich zu fragen:

“Warum zerren wir uns gegenseitig in den Abgrund?”

 

 

 

 

Wunder geschehen

Die Poetin ,Elisabeth Bishoph, kann die Lage in der sich Daisy’s Herz gerade befindet – am besten beschreiben. Um jene Gedanken und Gefühle am besten auszudrücken, möchte sie euch ein Stück von ihrem Lieblingstext zeigen:

Die Kunst des Verlieren’s studiert man täglich. So vieles scheint bloß geschaffen, um verloren zu gehen und so ist sein Verlust nicht unerträglich. Lerne zu verlieren Tag für Tag.

Wenn man, wie Daisy mit seinem Herzen einen Packt abgeschlossen hat, muss man die Kunst des Verlieren’s täglich neu erlernen. Daisy Herz hat ihre beste Freundin und Oma verloren. Sie hat Freunde verloren. Sie hat den Schlüssel zu dem Herzen – ihrer heimlichen Liebe verloren. Und zum Schluss hat sie ihren Job als Pflegerin verloren.

Die Macht einem einzigen Menschen auf dieser Erde, die Welt verschönert zu haben. Schöne Erinnerungen  aus der WG sind für Daisy wie funkelnde Sterne. Den wegweisend – vom Himmel herab.  Daisy hütet sie, wie einen Schatz. Wertvoll und kostbar.

Der Moment an dem Daisy ihren Arbeitsvertrag in den Händen hielt.

Der Tag an dem Daisy mit den Bewohnern der WG, Weihnachten feiern durfte.

Die ersten Wochen, wo sie mit der Sprache ihres eigenen Herzens, den Zugang ins Herz der Bewohner erlangt hat.

Der Augenblick an dem eine Seniorin der WG  Daisy so fest in den Armen hielt, so das man glauben konnte, beide Herzen würden einander in die Arme fallen.

Eine wundervolle Hündin zu haben, die Daisy sogar ab und an mit in die WG nehmen konnte.

Die Fähigkeit zu lernen wer es ehrlich mit ihr meint und wer sich hinter einem Mantel, der Heuchelei versteckt hält.

Die Dankbarkeit und das Strahlen im Gesicht, von jedem Bewohner, wenn Daisy ihnen den Weg zu ihrer Aufgabe erleichtert hat.

Freundschaften zu schließen.

 

Alle Sterne die Daisy sich in einem Jahr erworben hat, sind nun in ihren Händen zerbrochen. Alles wofür Daisy hart arbeiten musste. Wie ihr euch das vielleicht vorstellen könnt, ist das die Hölle. Aber es wird noch schlimmer. Der Beruf zu dem Daisy`s Herz sich nun mal hinzu neigt, wird von Außenstehenden  belächelt. Daisy galt in ihrem Familien – und Bekanntschaften Kreis als inkompetent und  komisch – ältere Menschen zu pflegen und für sie in die Bresche zu treten. Aber nach einem Jahr in der WG, weiß Daisy das sie das alles nicht ist. Es ist das Herz, was aus ihr spricht. Und wie jedes andere Herz auch, hat es eine Aufgabe im Leben. Liebe zu geben. Und nichts dafür zu erwarten. Daisy’s Herz schreitet voran. Wird größer und größer. Es wächst über sich hinaus.

Vielleicht war es die richtige Entscheidung von ihren Vorgesetzten, das Daisy gehen muss. Sie hat zwei gesunde Hände. Arme. Und Beine. Es gibt noch so viel, was das Mädchen  in diesem Leben noch erreichen möchte. Daisy wird wütend über sich selber, wenn sie sich mit jener Entscheidung, ihrer Vorgesetzten zu lange den Kopf zerbricht. So gut es geht wird Daisy  bis zum Ende des Monats, die farblosen Herzen der Bewohner, mit den Farben der Liebe ausmalen.

Denkt bitte nicht, das Daisy unter eurer Entscheidung leiden muss. Die Kleine muss nicht leiden. Doch sie muss sich ihre Converse zuschnüren. Sie muss aufstehen. Und kämpfen. Um so dicht es nur geht an der Frau dran zu bleiben – die ihr alle aus Daisy gemacht habt.  Also denkt sie sich:

“Lebe jeden Tag den Augenblick der Liebe”

Mehr kann Daisy nicht tun, als den Augenblick der Rosenblüte zu leben. Ohne das sie sich zu viele Vorwürfe macht, das es ihr gelingt – die Kunst des Verlieren’s zu erlernen. Daisy möchte die Erinnerung an euch auch weiterhin festhalten. Selbst wenn alles zu Staub zerfällt. Daisy weiß, das die Bewohner sie schnell vergessen werden. Vielleicht sogar schon am 1.August.

Aber ihr alle solltet eines wissen: Dieses eine Jahr hat Daisy sehr viel bedeutet. So wie ihr unermüdliches Herz, das steht’s den Weg der Liebe sucht. Alles passiert aus einem Grund. Wer weiß, was der Liebe Gott noch mit ihr vor hat. Daisy weiß, das Wunder geschehen und passieren. Denn es war ein Wunder, als Daisy 1 Jahr mit euch lachen und weinen durfte. Danke für alles.

 

Gewidmet den  Angehörigen der GbR & dem Pflegedienst LAZARUS

 

 

P.s. Jener der Daisy mag und weiß, das auf dem Arbeitsmarkt noch Stellen für eine Ausbildung als Altenpflegerin frei ist, bitte schickt ihr einen Link. Jeden noch so kleinen Hinweis nimmt sie dankend an.

 

 

 

Beetlejuice-Beetlejuice-Beetlejuice….

Daisy ist verliebt. So unglücklich und traurig -wie man es Niemanden wünschen mag. Nicht einmal seinem schlimmsten Feind. In eine Frau, die sie nicht haben darf. In eine Dame, die in der Realität, noch nicht einmal weiß, das Daisy überhaupt existiert. Es begann vor ca. 4 Jahren. In jenem Monat, als die Mutter der Sonnenstrahlen, jene goldig glänzende Pinsel  aus ihrem eigenen Leibe pflückte – um damit die Sonnenblumen zu ehren. Da bemerkte Daisy auf einem Blog, im Internet, einen Artikel über eine Dame, die die Augenfarbe ihres Waldes trug. Die Fotografie hat ihren Blick gestreift. Nur gestreift. Nichts weiter.

 

Doch Daisy´s Herz dachte - es fällt ins Bodenlose. Und es wusste eines ganz genau: Sollten sich ihre Wege treffen. Und die schöne Fremde Dame, würde ihren Blick einfangen. Daisy hätte sofort, ohne darüber nachzudenken, einfach alles aufgegeben. Daisy hätte ihre Koffer gepackt und wäre mit ihr weggegangen. 

 

Quelle: Instagramm eve_pain

Wie aus einem Traum entsprungen. Eine exquisite Mischung aus Daisy`s Lieblingshexe: “Narcissa Malfoy” jene Hexe, die Harry Potter das leben gerettet hat. Und sich im richtigen Moment, wenn es ihr nämlich zu bunt wird, umdreht und geht. Ebenso wie es einst, die kleine Daisy tat. und natürlich jenem Helden aus ihrer Kindheit: Beetlejuice. Der eine Held. Der mit Charme und Witz eine Leichtigkeit zum Ausdruck bringt, die es geschafft hat, das Herz der Prinzessin  zu erobern. Immer wenn Daisy’s Tränen über ihr Herz, die Klinge halten,  erwischt sie sich heute noch dabei, leise im Bett, drei mal jenen Namen zu rufen, der ihr einst in jungen Jahren – das Herz erblühen lies:

Es gab Momente, da zupfte das einsame Mädchen ,wegen jene Dame, viele Blätter jener Rosen – mit ihrem klopfenden Ding zusammen.

 

Sie möchte MICH  kennen lernen…

Sie möchte mich NICHT kennen lernen….

Sie möchte MICH kennen lernen…

Sie…..möchte nicht..

 

Damals  formte sich Daisy’s Kopf seine Finger zu einer Pistole und hielt sie sich gegen die Schläfe.

 

Doch ihr Herz schrie laut Hals:

“Halt!”

“Stop!”

“Wir versuchen es einfach.”

“Vielleicht werden wir positiv überrascht.”

 

Also lies Daisy`s  Herz jene Türe für eine Fotografie auf, die so lebendig erschien, so das jenes Mädchen sich mit der Hoffnung im Herzen – einen Anker versprach. Und dennoch dauerte es ganze zwei  Jahre. Zwei Jahre voller positiven Träume. Bis sich das  Herz, des einsamen Mädchens, dazu entschied zu versuchen, das Herz, jener fremden Dame für sich zu gewinnen. Es zum Leben zu erwecken. Denn es war ja schließlich nur eine Fotografie. Ein Abbild von einem Herzen, welches irgendwo in Berlin wohnt und liebt. Wenn es eine art der Magie gibt, die Daisy beherrscht, dann sind es Worte. Worte, die Daisy, wie ein Samenkorn in jenen Brustkorb pflanzte. Um eines schönen Tages – Liebe zu ernten. Das Mädchen, deren Hoffnung sich zu einem Anker formte – küsste jeden Samenkorn – mit den Worten der Liebe. Und als die schöne Nymphe die Worte, der Prinzessin, empfing da bedankte sie sich bei der einsamen Prinzessin – für das Versüßen des Morgens. Das Mädchen glaubt ganz fest daran, das es auf Erden nichts schöneres gibt, als der Grund dafür zu sein, das ein anderer Mensch einen guten Start in den Tag hat.

 

 

Und an jenen Worten sollte Daisy ebenso festhalten wollen, wie an jener Magie, die schon durch die Adern ihrer Oma floß. Da gab es zum einen: Ein Ouija Brett. Mit dem die kleine Hexe versuchte, ihre Oma anzurufen. Es gab Tarotkarten. Die Positive Antworten versprachen. Manchmal. Aber nur manchmal, konnte sie sogar etwas über einen Menschen erahnen. Seine Zerbrechlichkeit erkennen. Aber mit solchen Dingen, sollte man sehr vorsichtig umgehen. Jener der dir gegenüber steht, darf niemals erfahren, was du bereits weißt. Daisy empfiehlt: Lass ihn reden. Behalte das Wissen, als einen Schatz in deinem Herzen. Vielleicht irrst du dich auch. Und dann hat man umsonst, die Pferde “scheu” gemacht.

Wenn die Prinzessin etwas unbedingt haben wollte, da genügte ein fester Gedanke. Genauso, wie  ihre eigene Hagebutten Marmelade zu machen. Allerdings hatte die Sache einen Haken. Die Hagebutten, die die Azubi Hexe am Strassenrand fand oder im Blumenladen kaufen konnte schrieen förmlich nach:

 

“Hilfe ich wurde gespritzt!”

oder

“Hilfe, ich habe zu viele Abgasstoffe eingeatmet”

Daisy hatte das Gefühl, die Hagebutten Fräuleins würden ihr zurufen:

“Iß MICH NICHT!”

 

Nachdem Daisy bei Vollmond ihren Wunsch äußerte, eigene Wildrosen zu haben, die an jenem ersten Herbsttag ihre Rosafarbigen Röcke, für das Mädchen ausziehen und sich ihre Lippen rot malen würden, wandelten sich, in ihrem Garten, die Kletterrosen in Wildrosen um. Daisy konnte nur noch über sich selbst staunen.

 

 

Und so beschäftigt sie sich immer mehr und mehr mit dem Zauber ihrer eigenen Magie. Es lenkt ihren Kopf und ihr Herz davor ab auseinander zu brechen. Irgendwann an jenem strahlenden Frühsommer Tag wünschte sich Daisy mehr von ihrer Nymphe, als nur warme Worte der Verzückung zu geben und wieder zu bekommen. Sie überlegte zusammen mit der Sonnenuhr, der heiteren Stunden, der Nymphe einen Brief zu schreiben. Ein Brief den Daisy mit der Leidenschaft ihres Herzens niederschrieb. Dem Blut ihres Herzens. Sie ersuchte alle Tiere des Waldes, um sich ihren Rat zu holen. Daisy legte ihnen vor, das die Nymphe sie einst “ihre Liebe” nannte. Sie legte ihnen vor, das die Nymphe sich sogar bei Daisy für das Versüßen des Morgens bedankte. Daisy kann jene Pralinen, jener Worte gar nicht mehr alle aufzählen. So viele waren es. Und dennoch dauerte es insgesamt ein ganzes Jahr, bis Daisy den Brief für die Nymphe fertig schrieb. Weil sie sich nicht vor der Dame blamieren wollte. Daisy weiß, das sie manchmal nicht soviel reden  – sondern ganz schnell direkt handeln sollte. Aber wenn man ganz oft verletzt und enttäuscht worden ist, leidet das Herz. Und es zieht sich traumatisiert in sein “Hexenhäuschen” zurück. Alles dauert länger. Es geht nur mühselig voran. Den Brief welchen Daisy niederschrieb, vertraute sie zwei ihrer zuverlässigsten Briefeulen an. Beide flogen Richtung Facebook. Um der schönen Nymphe jene Worte zu übersenden, an denen sie so lange zu knabbern hatte. Doch keiner, der beiden Eulen, kehrte je wieder mit einer Antwort zurück. Daraufhin bekam Daisy`s Herz Riße. Weil sie es nicht verstehen kann. Daisy weiß sich keinen Rat mehr. Sie ist sehr, sehr traurig darüber.

Es mag Menschen geben. Menschen wie Daisy`s Mutter, die ihrer Tochter dazu riet – sich nicht an jeden Strohhalm zu klammern. Nicht soviel zu träumen. Und der Realität ins Auge zu sehen. Loszulassen. Und zu gehen. Aber es ist verdammt schwierig weiter zu machen, wenn man immer nur abgelehnt wird. Irgendwann kommt der Punkt an dem man sich fühlt, wie das Biest aus jenem Märchenbuch. Und was hilft einem, wenn man sich ungeliebt und häßlich vorkommt?

Die Musik. Ein einziges Lied, welches Daisy schon bis ins alter von 32 Jahren begleitet hat. Und welches immer und immer wieder ihr Leben begleitet. Daisy hat nie begriffen ob dieser Styl nun: Gothic. Rock. Oder Pop ist. Und um ehrlich zu sein – ist es dem Mädchen auch scheißegal. Es ist Daisy`s Lied. Es gehört ihrem Herzen. Und solange es Tränen gibt, die Menschen quälen wird dieses Lied zu Daisy gehören.

Es ist immer wieder, die Selbe Geschichte: Es war einmal ein abscheuliches Biest, dass sich von den oberflächlichen Menschen zurück zieht. Der einzige Kontakt, den es hat, ist ein magisches Fernrohr – als einziges Fenster zur Außenwelt. Durch jenes Fenster findet es, die eine Frau, für die es alles tun würde. Die eine Frau – für die man sämtliche Planeten durchkreuzen würde. Die eine Frau – für die man, die Feuerspitzenkleider, der Hölle anzieht. Nur um das Gefühl zu haben – sie ganz nahe bei sich zu haben.

Eines steht fest: Daisy Herz würde alles dafür tun – in den Armen ihrer wahren Liebe einschlafen zu dürfen. Daisy weiß nicht in wie vielen Chatrooms sie schon gewesen ist. Wie viele Berge sie schon bestiegen hat. Wie viele Maibäume sie schon gepflanzt hat. Wie viele Brieftauben sie über die sieben Meere geschickt hat. Wie viel Flaschenpost sie einst verschickte. Und wie viele Eulen sämtliche Häuser überflogen. Und alle nur mit einer Aufgabe: Daisys Herz jenen auserwählten Menschen näher zu bringen. Und niemals wird das Mädchen müde. Denn alles im Leben hat seinen Sinn. Vielleicht wartet irgendwo, auf dieser Welt, die Eine Frau auf Daisy.  Die Eine Heldin. Die Daisy’s Not erkennt. Die Eine Frau, die Daisy aus ihrer “Hölle” entführt und ihr ein Leben schenkt, das sie mit dem Reichtum der Liebe umhüllt, wie in einen kuschligen Lieblingspullover. Die Eine Frau, die nicht wie eine Bäuerin mit ihrem Herzen umgeht. Denn das, ist das einzige, was Daisy bis jetzt kennen lernen durfte. Frauen ohne Manieren. Mit Sätzen wie: “Jemandem in die Fresse hauen.” Erreicht ihr nur, das Daisy über Nacht Haken schlägt. Um Spuren ihres Herzens zu verwischen. Weil niemand erfahren sollte, das sie jemals da gewesen ist. Daisy selber ist bestimmt nicht fehlerlos. Aber trotzdem möchte sie es wagen zu sagen: “Iiiiiiihhhgitttt!

 

Daisy Herz richtet sich ein letztes Mal persönlich an dich in der Hoffnung – dein Herz möge sie erhören:

Liebe Eve Pain. Liebe Nadine. Liebe, gute Nymphe. Wenn du deine Worte ernst gemeint hast. Wenn Daisy wirklich “Deine Liebe” ist. Wenn es ernst von dir gemeint war, das du sie “süß” findest, dann muss es doch auch in deinem Interesse sein, das Daisy ebenso glücklich wird wie du. Vielleicht. Nur vielleicht  möchtest du ihrem Herzen helfen. Beim nächsten Vollmond (09.07.2017) bittet dich Daisy darum, an sie zu denken. Daisy möchte nicht mehr nach Beetlejuice rufen müssen. Sie wünscht sich des Nachts, nicht von Feinstaub -sondern von  Küssen betrunken, von der passenden Herzhälfte ins Nimmer-Nimmerland entführt zu werden. Wünsche dir, mit Daisy zusammen, eine Dame für Daisy – die märchenhaft nett ist. Sie möge so schön sein – wie du. Bunt. tätowiert. “Glaubeliebeweisheit” in den Augen leuchtend grün. Denke zärtlich daran – das Daisy die Liebe verdient hat. So wie alle anderen auch. Denk nicht an das – was du von anderen gehört hast. Denke an den Wald. Und das er sich ewiglich deine Freundschaft wünscht. Denk daran das dir Daisy`s Freundschaft auf ewig offen stehen wird. Sollten dich je Sorgen quälen – trau dich heimlich her in ihren Wald. Wo immer du auch sein magst – liebe Eve. Du weißt genau ein Stück von Daisy`s Herzen – wird immer dir gehören. Auch wenn du es nicht haben möchtest.

 

Es gibt einen Ort an der Nordsee. Er ist zu erklimmen – über Hügel. Dieser Ort ist nicht leicht zu finden. Es ist für aussenstehende nichts weiter, als ist eine Bank. Aber sie ist aus dem Holz von Daisy`s Herzen. Diese Bank gehört Daisy alleine. Und auf dieser Bank darf das Mädchen über dich weinen. Und über die Menschen, die sie niemals begreifen wird. Daisy darf fluchen und schreien auf dieser Bank. Kurz um:

Daisy bedeutet diese Bank alles auf dieser Welt.

Und daher darf ihr niemand diese Bank wegnehmen.

 

………Manchmal, wenn man gut zuhört, hört man wie das Meer noch Wochen später Daisy´s Worte wie ein Echo wieder gibt:

Beetlejuice…….

Beetlejuice…….

                                                                                    Beetlejuice…….

 

 

 

Zeit vergeht – Liebe bleibt

Wehe dir armes Herz. Oh wehe dir. Bist du doch so jung und schon zerschlagen – von den anderen Menschen. Vor 10 Jahren in etwa – bröckelte das Haus deines Friedens zu Grunde. Als die Jugend noch in dir brannte. Bevor jene Grausamkeit, der anderen Menschen, es von dir abverlangte erwachsen zu werden. Liebes Herz du wurdest erwachsen – wie alle Herzen wachsen – durch die Überdosis einer Verletzung.

Nur ein Mädchenherz  warst du – ein Mädchenherz das sich die Haare kämmte.  Und den Gleichgesinnten aus der Umgebung, den Geschmack von Kirschen auf den Mund zeigen wollte.

Weil dich das größte Herz nicht mit in den Bund des geflochtenen Gemeinschaftsbundes hinein bezog – hast du das für die anderen Herzen Undenkbare getan. Du hast dich von dem größten Herzen abgewandt – deren Tal nur bis zur Oberfläche sprudelte, um den anderen Herzen aus der Umgebung Raum für die Leidenschaft deiner Hingabe zu vermitteln.

Ein Marathonlauf für die Streitmacht des liebenden Herzen, sollte von nun an beginnen. Du gabst den anderen Herzen eine Kostprobe für das Elixier deiner Liebe zu ihnen. Weil du dich nicht getraut hast sie zu konfrontieren – hast du sie über ein soziales Netzwerk angeschrieben, um somit auf dich aufmerksam zu machen. Doch die Schlangenköpfe – der anderen Herzen ließen nicht lange auf sich warten. Als der Hexenkessel, der Gerüchteküche brodelte – waren alle Hoffnungen auf ein einzelnes Herz für sich alleine dahin. Tausende Bisse und Wunden lagen offen. Einige davon hast du dir sogar selber angetan. Dies alles nur für die Phantasie den Körper eines anderen Herzens aufs sich spüren zu dürfen. Und  einem Wagnis im Namen der Liebe.

Das traurige Herz kam nicht umhin sich zu fragen:

Konnte diese Idee es wert sein?

 

All diese Wunden.Kratzer Und Bisse.  Du liebes Herz wolltest die Antwort dem großen Herzen überlassen. Und inmitten der vielen tanzenden Herzen um dich herum, ergab sich ein Augenblick. Du hast nichts anderes getan als jenen Augenblick zu nutzen. Ein Augenblick der mehr als nur einmal in deinem Kopf widerhallte. Ein Augenblick in dem du von dem wackeligen Sitz deines Selbstwertgefühles, zu der feurigen Höllenglut deiner Minderwertigkeit hinab gefallen bist. Ein Augenblick der dich in die Dunkelheit zurück warf.

 

Je vis pour l’amour.

 

Du hast das große Herz angesprochen. Und als es dir mit dem Sopran eines wilden Wolfes antwortete, da wusste es insgeheim, das es einen Fehler gemacht hatte. Denn es waren meine Augen selbst, an denen etwas schicksalhaftes  anheftete. Das große Herz wusste, das es sich bei dir entschuldigen sollte. Dieser Fehler sollte ihn bei seiner nächsten Karma Wendung  zuwinken. Weil man alles wieder zurück kriegt im Leben. Egal wie lange es auch dauern möge.

Und so warst du es allein, mein liebes Herz, das den physischen Körper  um sich herum nicht mehr ertragen konnte. Denn als du mir all deine geheimen Gänge, Türen und Fenster zu dir verriegeln wolltest, um jegliche Lieblichkeit deiner pur pur Bäckchen, mit dem Wahnsinn, der Grausamkeit zu überdecken habe ich jegliche Hilfe in Anspruch genommen dies zu verhindern. 7 Jahre lang trauerte mein Herz – vom Schmerz gelähmt.

Dann kam ich zu einem wahren Propheten der Liebe. David. In ihm fand ich für mein Herz und meine Seele, den Vater und besten Freund – der mein eigener Vater niemals sein würde. Denn er hat uns gezeigt, das wir im Namen der Liebe -alles richtig gemacht haben. Im 8 Jahr säten David und Aida in meinem Herzen, die zarte Pflanze der Liebe neu – die mich von Kopf bis Fuss vereinnahmen sollte.

David und Aida schickten mich zusammen mit meinem Herzen auf die einsame Reise, durch die Wüste  zu mir selbst. Sie brachten mir bei, wie man sich vor wilden Wölfen, mit einem Schutzmantel überdeckt. So das man nicht mehr annähernd, an dich heran kommen konnte. Mein liebes  Herz.

Am Ende jener Reise. Zu der Lieblichkeit deiner Wiedergeburt, sind wir beide dann auf den schmalen Weg zu uns selbst gekommen. Der schmale Weg, war die letzte Überwindung durch die Höhle jene Grausamkeit, die von dem Tod der Großmutter mit der Träne, der Bitterkeit bedeckt wurde. Mein Herz und ich gingen an den langen Klauen und den fahlen Blicken jener Dämonen vorüber, die in dem Hause von jedem Herzen Unterschlupf suchen. Und in dieser Dunkelheit – des Nachthimmels gleich, gelang es meiner Seele in dem Körper meines Herzens ein Licht anzuzünden – so hell und erstrahlend, so das kein Teil meines menschlichen Wesens sich je wieder verdunkelte – sobald der erste Dämon seine Klauen wetzt.

Schon nach dem ersten gemeinsamen Tanz zwischen meiner Seele und meinem Herzen, färbte es sich in die rosafarbige Pracht jener Rosen, die vor Großmutters Haustüre wuchsen. Ihr Hass war entwaffnet. gereinigt. Keine Narbe würde je wieder ihr Herz kleiden. So wurde Daisy Herz geboren.

 

 

Von jenem Tage an umhüllten wir des Mädchens kostbarsten Besitz – in die  Tugend unserer Jugend. Alle Wege, die auf die Spur zu uns führten wurden beseitigt. Unter jeder Brücke wurde eine Bombe gesetzt. Jeder Fussabdruck, den wir zu unserem bedauern hinter uns gelassen haben – wurde mit Muttererde verschmolzen. Und nur jemand ganz Besonderes. Jemand dem kein Berg zu hoch war und kein Weg zu schmal – würde hinter unser kleines Geheimnis kommen.

                                                                      Quelle: Instagram: Eve Pain

 

Als mein Herz und ich in die tiefgründigen Wälder deiner Augenfarbe blickten, da merkten wir das erste mal, wie sich die Schönheit der Liebe – für einen Blinden anfühlen muss. Selbst wenn meinem Herzen Berge von schwarzer Tinte im Wege sind. Selbst wenn mein Herz zum Himmel schreit.

 

Wir werden an uns arbeiten – weil ich meinem  Herzen bei seinem letzten Atemzug nicht flüstern hören möchte:

“Warum habe ich mich nicht getraut – der Nymphe den Sternenhimmel zu zeigen?”

 

Bitte lieber Gott sei meinem Herzen gnädig.

 

 

temps mouches. l’amour reste.

 

 

 

Mein Geschenk für dich – ist der Frühling

Es war zu jenem Zeitpunkt, als die Sonne ihren Guten-Morgen-Rock weit über das ozean farbige Kleid namens:Himmelszelt breitete. Die Schneekönigin ließ ihre Küsse nun auch in Daisy’s Walde, ihre Dienste tun. Herzen erkalteten und die einsame Prinzessin brauchte nun mehr als eine Decke um sich des Nachts in ihrer frostigen Hütte in den Schlaf zu wiegen. Es war an keinem besonderen Morgen, als Daisy die Schwäne, der Weisheit, in dem See des: Glück erbringenden Lebens fütterte. Da vernahm das Mädchen, die Stimme ihrer geliebten Waldnymphe. Sie flüsterte darüber ,wie sehr ihr die Sonne fehlte und zugleich zitterte ihre Stimme wie Espenlaub. Um sich vor den düsteren Küssen der Schneekönigin zu schützen, wurde sie zu Fräulein Weide.

Quelle: Instagram Eve Pain

 

Nun wer Daisys Liebe zu Fräulein Weide – der Waldnymphe kennt, der weiß auch, das die Prinzessin wohl alles dafür tun würde, das Fräulein Weide sie eines schönen Tages gerne haben wird. Daisy wird darum kämpfen, das Fräulein Weide sie zu ihren Liebsten zählt. Als Mensch und nicht nur als ein Tagtraum -verschlungen an ein Märchen gebunden.

 

 

Fortan hob die Prinzessin also jede einzelne ihrer Tränen auf, um sie Fräulein Weide an ihre Äste zu hängen. Jene Träne sollte ein kleines Geschenk für das hübsche Fräulein beinhalten. Ein Geschenk, das ihr dazu verhelfen sollte, es für die restliche Zeit des Winters über warm und gemütlich zu haben. Mit dem Kuss der Schneekönigin zusammen – wandelten sich Daisys Tränen in die Form von kleinen Diamanten, die ihre Baumkrone glitzern ließen.

Quelle: Instagram Eve Pain

 

In so mancher eisigen Nacht hörte man Daisy in der Kälte der Dunkelheit, sogar ein kleines Gebet darüber flüstern, wie gerne sie in der Umarmung der Waldnymphe einschlafen würde. Würde sie es jemals schaffen ein Teil ihrer Welt zu werden? Lieber Gott bitte sei Daisy gnädig und schenke ihr ein Wunder.

Für die tiefgründigste Träne, die Daisy an jenem Silvesterabend 2016 über ihre pur-pur Bäckchen gleiten ließ, dachte sie sich ein besonderes Geschenk für das Fräulein Weide aus. Daisy erinnerte sich daran, das sie der Urgroßmutter Sonne schon lange mal wieder ein Besuch abstatten wollte. Sie packte etwas Gebäck und eine Kanne Hagebutten Tee in ihren Rucksack und wanderte über den gefrierenden Boden Richtung Süden zu der die Sonne immer flüchtete, um ihre Strahlen in ausgewogener Pracht, kämmen zu können. Die Freude war groß als sich die beiden Freundinnen begegneten, die soviel gemeinsam hatten, das man beinahe glauben konnte – sie wären miteinander verwandt.

Nachdem Urgroßmutter Sonne dem Charme jener Vanillekipferl erlag und der Hagebutten Tee all ihre Blütenstrahlen zum erleuchten brachte, erlaubte sie, der Prinzessin, sich ihren schönsten Sonnenstrahl auszusuchen. Doch bevor Daisy ihre Schere zückte um sich jenen Strahl, wie eine reife Kirsche zu pflücken warnte die Sonne das eifrige Mädchen, das man nichts in diesem Leben erzwingen konnte. Urgroßmutter Sonne war bekannter als der Pan für ihre Weisheit und daher viel es der entschlossenen Prinzessin auch nicht allzu schwer sich in den Plüsch schoss jener Wolken Backe hineinfallen zu lassen und der Urgroßmutter aufmerksam zu folgen. Sie erzählte dem Mädchen von dem kleinen Haustier der Schneekönigin – dem Nordwind. Als die Sonne, das böse Tier dessen Gelächter jener einer Hyäne gleichkam, eines Tages in seine Schranken zurück verweisen wollte, machte es sich einen Spaß daraus, Urgroßmutter Sonne mit einer Wette zu demütigen.

Der Nordwind deutete auf einen Mann in einem Mantel, der des Weges schritt um zu seiner Geliebten im nächsten Dorf  zu gelangen. Er prahlte damit dem Mann mit nur einem Schwung seinem Mantel zu entreißen und verwickelte Urgroßmutter Sonne so in eine Wette. Es war bestimmt nicht ihre Art, auf solche kleinen Späße einzugehen. Aber die Sonne wollte den Mann, in dem Mantel, auf keinen Fall der Kälte des Nordwindes überlassen. Also ließ sie sich auf die Wette ein.

Doch der Nordwind spielte nicht fair. Im Hintergrund gab er der Schneekönigin ein Zeichen und gemeinsam bliesen sie die Bäume und Sträucher aus der Umgebung kahl. Sie erzitterten vor dem Donner und der Macht des Winters. Dann geschah aber etwas Seltsames. Umso mehr Energie die Schneekönigin und der Nordwind vergeudeten, umso enger hielt der Mann seinen Mantel fest. Er duckte sein Gesicht in die warme Umarmung seines Mantels um seine Ohren zu schützen.

Dann kam die Sonne und ebnete dem Mann in dem Mantel, mit ihren warmen Strahlen, den Weg zu seiner Geliebten frei. Und als Urgroßmutter Sonne seine Bäckchen von ihrer Strahlenwärme erröten lies, da legte er auf einmal freiwillig seinen Mantel ab und die Sonne hatte gesiegt.

 

 

Ein Sonnenstrahl des Frühlings für dich.

 

Und mit dieser einfachen Geste gelang es der Sonne, das der Nordwind nie wieder einen Schritt in ihr Reich wagte.  Mit erhobenen Zeigefinger lies sie die Prinzessin folgende Worte, der wahren Liebe immer und immer wieder wiederholen. Worte der Liebe, die man ihr schon als kleines Kind nahe brachte, als sie streberhaft nach dem weißen Kaninchen fragte, das eine tickende Uhr um seinen Halse trug:

 

Die Liebe.

Die Liebe ist langmütig. Die Liebe ist gütig.

Die Liebe eifert nicht. Die Liebe prahlt nicht.

Die Liebe bläht sich nicht auf. Die Liebe handelt nicht ungehörig.

Die Liebe sucht nicht ihren Vorteil. Die Liebe lässt sich nicht zum Zorn reizen.

Die Liebe trägt das Böse nicht nach. Die Liebe erfreut sich nicht über das Unrecht,

sondern nur an der  Wahrheit. Die Liebe trägt alles.  Die Liebe glaubt alles.

Die Liebe hofft alles. Die Liebe hält allem stand.

Und ob gleich es dem Anschein hatte, als wäre Daisy von einer langen Wanderung erschöpft, so schnitt sie der Sonne, wie versprochen, ihren schönsten Strahl ab. Gemeinsam packten sie den Strahl kopfüber in jene Träne, an deren salzige Bitterkeit sich die Prinzessin noch heute erinnerte. Eines Nachts, als das Fräulein Weide schon fest schlief hing die Prinzessin dem Fräulein, das Geschenk an eines ihrer freien Äste. Mit der Hoffnung verankert, sie würde sich über Daisys kleine Geste freuen. Und ihr eine Blütenknospe des Frühlings im Herzen erblühen lassen.

Gewidmet: Eve Pain. Der Waldnymphe meines Herzens.

Daisy’s Herz

Es war einmal eine einsame Prinzessin namens Daisy Herz, die wohnte mit einem Pan zusammen in einer Holzhütte. Und immer wenn sich das Mädchen Daisy in jemanden verliebte,  funkelte und strahlte ihr Herz in tausend Farben, so hoffte es die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken um das andere Herz für sich zu gewinnen. Aber jedes mal, wenn Daisys Herz am hellsten strahlte, machte das Leben ihr einen Strich durch die Rechnung um ihr zu zeigen, das sie das Schönste, was es auf der Welt gibt – nicht haben durfte. An Weihnachten wurde Krampus – der Schatten vom Weihnachtsmann schon bald zu einem guten Freund.

Es gab einen Moment gestern, da rutschte der Prinzessin heraus – das sie nicht mehr leben wollte. Weil sie ein Leben ohne Liebe nicht mehr länger ertragen konnte. Immer der Jenige zu sein, der am Ende verliert. Niemals einen Menschen für sich alleine zu haben – Niemals der Jenige zu sein, der mit Herzen in den Augen morgens aufwacht, weil es für Daisy eben nichts schöneres auf der Welt gibt, als der Liebe ihres Lebens den Kaffee ans Bett bringen zu dürfen.

Fünf Jahre lang hat Daisys Herz für die Nymphe gefunkelt und geglitzert – wie ein heller  Stern. Des Mädchen’s kostbarstem Besitz – wollte sie der Nymphe zu Füssen legen – selbst wenn diese auch eine Frau war.

*****It’s Magic*****

Nun wusste Daisy auch endlich, was der helle Stern über ihrem Wald zu bedeuten hatte. Sie hatte sich getäuscht gehabt. Der helle Stern bedeute keinesfalls eine andere Frau oder ein anderes Herz, wenn man so will. Der helle Stern am Himmel sollte der Nymphe zeigen, wie hell Daisys Herz für sie glühte.

Als der Pan der Prinzessin und ihrem Herzen dazu riet, den Spieß einmal herum zu drehen und sich für 2017 vorzunehmen, jedes Herz welches ihr über den Weg lief zu fressen und wieder auszuspucken – winkte das Mädchen ab. Nein. Das würde sie auf keinen Fall tun. Eher würde sie als Jungfrau zu Grunde gehen bevor sie es jemandem schenkte, für den sie keine Liebe übrig hatte. Sie wäre dann nicht mehr “Daisy Herz” sondern nur noch: “Marie le Parfum.” Die Schattenseite von Daisy Herz. Daisy beschloss ihr Herz auf die Funkelnase einen Kuss zu geben und es ganz fest an sich zu kuscheln. Insgeheim flüsterten  beide der Nymphe etwas zu:

 

 

Liebes Herz von der Nymphe. Egal wohin du mit dem anderen Herzen auch gehst oder wo du auch bist. Egal wie groß eure Liebe zueinander wird – oder ihr euch in der Ferne verirrt. Daisy wird dein Herz ewig lieb haben – denn in ihrem Walde – in ihrer Phantasie  bleibst du für immer ihre Nymphe.

Quelle: Instagramm/ Eve Pain

 

Diese Zeilen, sind dem Mädchen gewidmet, das Daisy nicht haben darf. Auch wenn es keiner nachvollziehen kann – wie Daisys Herz liebt. Die Hauptsache ist – das man überhaupt fähig ist zu lieben.

Für Eve Pain.